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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
58 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
freiwillige selbstkopiewehr,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tonight: Franz Ferdinand (Audio CD)
wieder einmal waren die vorausberichte ein unsinn. weder sind ff (franz ferdinand, nicht freiwillige feuerwehr) jetzt eine elktronikband (sieht man vom zweiten teil von "lucid dreams" ab), noch folgen sie ihren genre-kollegen the killers unter die discokugel.auch wenn dieses album "anders" klingt, sind ff immer noch ganz eindeutig ff, also zum tanzen gebrachter rock. was sie getan haben, war vermutlich die notwehrreaktion einer band, die keine lust hat, sich zu kopieren, weil das nämlich eh alle anderen tun. ff standen am anfang der gigantischen newnew wave, welche seit 2005 alles überrollte: pumpende 1-2-1-2-bässe, zappelige gitarren, zum rock verschärfte dance-beats vom schlagzeug, dazu schluchzender, knapp vorm überschnappen befindlicher gesang. sehr, sehr lässig, das ganze! all das ist auf dem neuen album auch da, aber es ist weniger vordergründig, weniger auffällig, verschliffener, zerfranster. im soundbild treiben sich diverse alte synthesizer herum, die gitarren schweifen ab, da und dort zeigt sich ein echo-effekt oder ein lustiges percussion-geräusch. ff klingen dadurch künstlerisch wertvoller, aber auch weniger prägnant, weniger zupackend. die single "ulysses" - ein herrlich aufgeregter track - könnte ganz großes disco-kino sein, dazu schiebt der bass aber zuwenig. so ist es halt ganz großes indie-rock-kino. dieses stück ist sehr typisch für das ganze album. die nächsten stücke sind ähnlich aufgelegt: da bauen sich immer wieder hitmelodien und hitgrooves auf, um dann plötzlich links abzubiegen, sich zu verbremsen oder etwas anderes unvorhergesehenes zu machen. "twilight omens" könnte ebenfalls der große partyhit sein, ist dazu aber schlicht zu mysteriös - und eine spur zu langsam. "live alone" beginnt als superhit - nur um dann zu subtil für einen solchen zu werden. "lucid dreams" ist zur hälfte nett blubbernder indie-disco-rock - und zur anderen überdrückventil für sich aufgestaut habende elektronik-spieltriebe. lustig, aber auch ein bisschen länglich. danach geht das album mit zwei ruhigen, scheinromantischen stücken untypisch, aber interessant zu ende. dieses album spielt, so scheints, mit erwartungshaltungen - die werden aufgebaut und umgehend enttäuscht, oft aber auf das allerangenehmste. oft, aber nicht immer - bei manchen songs habe ich den eindruck, die sind schlicht nicht ganz so gut, sprich zwingend, sprich auch inspiriert, wie früheres. was ff mit diesem album gelungen ist: sie klingen anders - und trotzdem ausschließlich wie sie selbst. anders als bei anderen new new wave acts kommt man hier kaum auf die idee, die üblichen postpunk-verdächtigen als referenzen aufzuzählen. die nächstliegende benchmark bei ff ist immer ff. das ist definitiv kein album, das beim ersten hören packt, niederzwingt, widerstand zwecklos macht. man muss sich damit schon öfter und genauer befassen, bis es abzuheben beginnt. langfristig wird es entweder bis zum meisterwerk wachsen - oder zur randnotiz verkümmern. ich hoffe auf ersteres und befürchte zweiteres. für den moment einmal ist es: faszinierend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
gut, aber nicht so gut wie die Vorgänger!,
Von Metalhead (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Tonight: Franz Ferdinand (Audio CD)
Um es gleich vorweg zu sagen, das neue Album der schottischen Britpopper enthält gewohnt gutes Songmaterial, kann aber von der Hitdichte her den beiden Vorgängern nicht das Wasser reichen. Es gibt sehr schöne eingängige Songs wie man sie von Franz Ferdinand gewohnt ist (meine absoluten Favoriten: Twillight Omens, Ulysses und Live Alone) und daneben Songs, denen meines Erachtens einfach das gewisse Etwas fehlt, bspw. Turn it on und No you Girls. Ferner gibt es Songs wie das überlange Lucid Dreams, bei denen die Jungs einen ziemlich progressiven Ansatz verfolgen und die deshalb gewöhnungsbedürtig sind und nicht leicht ins Ohr gehen. Die hier an den Tag gelegte Progressivität ist neu bei Franz Ferdinand, enthielten ihre ersten beiden Alben doch fast ausnahmslos eingängige Hits. Man merkt, dass die Jungs sich weiterentwickeln wollen. Dies ist ja grundsätzlich positiv zu bewerten. Allerdings muss die Band m. E. aufpassen, dass sie sich dabei nicht verzettelt. z. B. nervt mich sehr die sich ständig wiederholende Synthesizer-Brumm-Melodie bei Lucid Dreams, die sich anhört wie ein Furzkissen auf Dauerbetrieb.Schließlich sei noch gesagt, dass die Standardversion des Albums völlig ausreichend ist. Ich habe mich sehr geärgert, die Doppel-CD gekauft zu haben. Denn bei den zusätzlichen Songs handelt es sich um unnötige ausschließlich vom Synthesizer generierte Remixe mit ein paar sich nervig wiederholenden Gesangsfetzen. Diese Katzenmusik hat mit dem Stil der Band absolut nichts zu tun und gehört daher nicht auf ein FF-Album, nicht einmal auf einer Bonus-CD. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Heute Nacht: Franz Ferdinand!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tonight: Franz Ferdinand (Audio CD)
Gähn. Selbst in unserer Tageszeitung konnte man kürzlich über das neue Album "Tonight: Franz Ferdinand" von, richtig, Franz Ferdinand lesen. Alle schreiben sie über das dritte Album der Briten unf der Tenor ist grob gesagt immer der selbe: die Platte ist "gut", aber eben nicht mehr. Was Franz-Fan Johannes dazu sagt, könnt ihr in den nächsten Zeilen lesen. Und wer nicht genug Zeit für den kompletten Text hat, dem biete ich hier eine kleine Zusammenfassung, Obacht: "Tonight: Franz Ferdinand" ist gut. Aber eben nicht mehr.Die Doppel-CD, die ich mir gegönnt habe, kam in einem netten Vinyl-Design bei mir an. Keine klassische CD-Hülle, sondern praktisch eine Schallplatte in kleinerer Ausgabe. Und auch die CDs fummelt man aus diesen Pappdingsbumsen (jaja, Fachsprache, ich weiß), die Ältere noch von früher kennen dürften. Ein Booklet mit Texten ist auch noch dabei, fein. Die zweite CD "Blood" enthält übrigens nicht (wie von mir erwartet) ein paar Bonus-Songs, sondern acht abgedrehte Dub/Funk-Remixe der Album-Tracks. Etwas gewöhnungsbedürftig und von sehr schwankender Qualität, aber okay. Wohl nur für beinharte Fans, kann aber hier noch keine endgültige Meinung abgeben, muss mich dort erst reinhören. Aber komme ich mal zum eigentlichen Album: der Opener "Ulysses" dürfte bekannt sein, ich halte ihn immer noch für famos und unübertroffen. Überhaupt, der elektronische Touch, den Song und Album insgesamt bekommen haben, tut dem Album gut. Er ergänzt sich prima mit dem Altbewährten (Gitarren-Soli, Ohrwurm-Refrains und pfiffige Tempowechsel) und ist dennoch nicht so gewagt wie beispielsweise die (enttäuschenden) letzten Alben von den Killers oder Mando Diao. Das Problem bei "Tonight: Franz Ferdinand" ist vielmehr, dass die vier Jungs als Glasgow zu sehr wollen, sich neu zu erfinden. Die acht ersten, guten Indie-Tanzknaller ("Can't Stop Feeling", "No You Girls") sind noch genau die Songs, die man von Franz Ferdinand erwartet (und wünscht), und sind bis auf kleinere Ausnahmen die erwarteten Mitwipp-Späße. Bis dann gegen Ende leider die 8-Minuten-Version von "Lucid Dreams" folgt, die wie ein zweitklassiger Remix klingt und die Single-Version, die wir schon aus dem letzten Jahr kennen, noch mal richtig aufwertet. Gänzlich überflüssig sind dann die abschließenden zwei Balladen, die an "Eleanor Put Your Boots On" (vom Vorgänger "You Could Have It So Much Better") anknüpfen wollen, aber gnadenlos scheitern. Ich denke man kann herauslesen, dass ich nach der langen Pause ein kleines Bisschen mehr von "Tonight: Franz Ferdinand" erwartet hatte. Es ist alles in allem ein gutes, progressives Album mit nur einem einzigen Knaller ("Ulysses") und vielen Indie-Rock/Pop-Stücken, die man sich durchaus mal öfter anhören kann und sicher einiges an Potential bieten. Mehr aber auch nicht. Für den schnellen Hit sind Franz Ferdinand scheinbar nicht mehr zu haben - muss man sich wohl noch dran gewöhnen. Und das ist ein gutes Stichwort, denn ich muss ergänzend hinzufügen: in "Franz Ferdinand" und "YCHISMB" habe ich mich auch erst verliebt, als ich die Truppe im vergangenen Sommer live gesehen habe. Also ein weiterer Grund zum Franz-Konzert Mitte März in Köln zu gehen. Damit es auch dann heißt: Heute Nacht: Franz Ferdinand! Ich würde es mir wünschen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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