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am 12. Mai 2003
Handlung (ohne zu viel zu verraten):
Die Gebrüder Earp kommen gemeinsam in die wilde Cowboystadt Tombstone (Grabstein), um sich dort - gemeinsam mit ihren Frauen - endgültig niederzulassen. Auf Grund ihres Rufes werden ihnen direkt diverse Gesetzeshüterposten angeboten, die sie aber dankend ausschlagen. Der Zufall will es, dass auch Doc Holliday dort eintrifft. Schon bald geraten die Vier mit den "Cowboys" - einer üblen Bande von Kriminellen - aneinander. So kommt es denn nach einiger Zeit zum berühmtesten Revolverduell des "Wilden Westens" - dem Kampf am O.K.Corral, aus dem die Earps eindeutig als Sieger hervorgehen. Kurz darauf werden sie und ihre Frauen aus dem Hinterhalt beschossen und üben dafür furchtbare Rache.
State (allgemein):
Gradliniger, logisch aufgebauter, durchaus spannender Western nach dem Schwarz/Weiß Prinzip. Exzellente Darsteller - gute Regie und Kameraarbeit.
State (historisch gesehen):
Erst mal das Positive: Das eigentliche Duell am O.K.Corral (26.10.1881) wurde (zumindest bis zur Flucht von Ike Clanton) - entsprechend der historischen Lehrmeinung - exakt und detailliert (Kleidung, Bewaffnung, Wortlaut und Handlung aller 9 beteiligter Personen) rekonstruiert. Auch die Darstellung des Doc Holliday, bei dem man sich nie sicher sein konnte ob er in der nächsten Sekunde einen seiner meist makabren Witze macht oder lieber schießt, dürfte sehr nah an der Realität sein. Löblich auch, dass die Frauen bekannter Revolvermänner einmal in einem Film nähere Beachtung finden. Doch hier fangen die Probleme an. Während einige der im Film gezeigten Szenen zu Katherine Elder (Neben Belle Starr die wohl berühmteste "wilde" Frau der damaligen Zeit. Ihre Bekanntheit wurde später für einem John Wayne Film genutzt - "Die vier Söhne der...") - der Freundin Doc Hollidays - historisch verbürgt sind...
und nun kommt das Negative:
...war z. B. die Frau von Wyatt Earp tatsächlich tablettensüchtig, trennte sich aber nicht einvernehmlich von ihm, sondern wurde verstoßen und endete 6 Jahre nach den Geschehnissen in Tombstone nicht durch Krankheit, sondern - nachdem sie zuletzt als Prostituierte arbeitete - durch Selbstmord. Auch waren die Gebrüder Earp alles andere als die im Film dargestellten historischen Lichtgestalten. Tatsächlich begann ihre Fehde mit den Clantons und deren Anhang, den "Cowboys" bereits lange vorher. Dabei ging es um einen vermutlich von Wyatt Earp durchgeführten Pferdediebstahl. Nach Tombstone kamen sie auch nicht, um ihren "Frieden" zu finden, sondern schlicht um die Stadt zu "übernehmen". Warren (ein vierter Bruder, der im Film unterschlagen wird, 1900 bei einer Saloonschießerei getötet, nachdem er angetrunken einen Mann zum Duell forderte und erst dann bemerkte, dass er seine Waffe gar nicht dabei hatte), Morgan und Virgil übernahmen sofort nach ihrer nicht zeitgleichen Ankunft Gesetzeshüterjobs, während sich Wyatt Earp erst als Postkutschenbegleiter betätigte und später mit Doc Holliday unter zwielichtigen Umständen Teileigner des größten Amüsierbetriebes der Stadt, dem Oriental Saloon, wurde. Sie betätigten sich als Zuhälter, erhoben diverse Schutzgebühren und sollen sogar mit 3 Kumpanen (die im Film fälschlicherweise erst mal den "Cowboys" zugerechnet werden) einige Raubüberfälle verübt haben. Trotzdem wurde auch er - fast ein Jahr vor dem Duell - zum Gesetzeshüter.
Eine vollständige Liste aller Unzulänglichkeiten würde den hier vorgegebenen Rahmen sprengen, daher nur noch 3 Beispiele:
Die Anschläge auf die Earps fanden nicht alle in einer Nacht, sondern in einem ca. 2-Monats-Zeitraum statt.
Am Anfang des Films überfallen die "Cowboys" ein mexikanisches Dorf (verbürgt). Dabei lässt sich einer der Anführer (Curly Bill Brocious) die Sprache übersetzen. Das dürfte nicht notwendig gewesen sein - er war Halbmexikaner.
Johnny Ringo galt tatsächlich als einer der gefährlichsten Revolvermänner seiner Zeit. Getötet wurde er aber keinesfalls durch die im Film genannte Person, sondern entweder von einem Spieler namens O'Rourke oder einem üblen Burschen namens Buckskin Frank Leslie.
Anmerkung:
Josephine Sarah Marcus, im Film die Geliebte von Wyatt Earp (eine ausnehmend schöne Frau, wie eine historische Aktaufnahme beweist - heute Jugendfrei zu bewundern bei der sehr informativen Westernseite a-nation-a-history ) heirate ihn später und blieb bis zu seinem Tode bei ihm.
Die Darsteller:
Die Besetzungsliste liest sich wie ein "Who is Who" Hollywoods:
Kurt Russell, Sam Elliot, Bill Paxton, Powers Boothe, Michael Biehn, Charlton Heston, Michael Rooker, Billy Bob Thornton, Billy Zane
Neben den o. G. agieren viele Schauspieler aus der "2. Reihe", von denen uns eher die Gesichter und weniger die Namen bekannt sind.
Entsprechend könnte ich mich jetzt in berechtigten Lobpreisungen zu jeder Einzelperson ergehen, beschränke mich aber platzeshalber auf Val Kilmer, der sich vor dem Dreh intensiv mit den bekannten Fakten zu Doc Holliday auseinander setzte. Wie bereits bei der Darstellung von Jim Morrison (The Doors) verwandelt er sich 100%tig in seinen Charakter, stellt den psychopathischen, alkoholabhängigen, selbstzerstörerischen und trotz oder gerade wegen seiner Krankheit immer gefährlichen Revolvermann und Spieler in absoluter Perfektion dar.

Die DVD:
Bild (Widescreen 1.85:1) und Ton (DD 5.1) sind keine Referenz aber durchaus in Ordnung. Doch die Extras können einem Fan der DVD die Galle steigen lassen. O-Ton, Trailer, States der Schauspieler, Outtakes, geschnittene Szenen - all das sucht man Vergebens. Die Bios sind ein Witz und die angeblich korrekten Hintergrundinfos wurden tatsächlich dem Film angepasst, jedenfalls habe ich fast keine der dortigen Angaben in deutscher oder amerikanischer (Fach)Literatur wieder finden können.
Fazit:
Als reiner Unterhaltungswestern ist "Tombstone" wirklich zu empfehlen - 4 Sterne
Historisch gesehen aber ein fast 100%tiger Ausfall - 2 Sterne.
55 Kommentare| 82 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2015
Sieht man Filme nach ziemlich genau 22 Jahre wieder , reibt man sich oft die Augen.
Konnte sich der persönliche Geschmack in dieser langen Zeit so frappierend ändern, oder sieht man aufgrund der grossen Anzahl mittlerweile erlebter Zelluloidprodukte die Mängel, die Unstimmigkeiten deutlicher und unverstellter ?
Sei wie es sei. " Tombstone" hier präsentiert in hervorragender Bild- und Tonqualität als 130 minütiger Directors Cut, punktet aufgrund vieler vordergründig blendender Szenerien, in denen jedes kleinste Staubkörnchen , wie extra noch einmal aufpoliert wirkt .
Dahinter herrscht die Leere eines seelenlosen Hochglanzprospektes , einer glatten Oberflächlichkeit in der Regisseur George P. Cosmatros zwar gekonnt rauchende Colts dirigieren, ebenfalls aseptisch perfekt balladeske Actionzenen arrangieren kann, jedoch einem die Figuren so kalt, fremd und gleichgültig bleiben, wie nur möglich.
Das zerrt heftig den Spannungspegel nach unten, wenn Protagonisten so unempathisch schlecht herausgearbeitet sind, höchstens durch ihr lächerlich komisches Männlichkeitsgehabe zu einem Achselzucken anregen , und es einem eigentlich schnurzegal ist, wer von den schnurbärtigen Sepplgesichtern am Ende noch grade steht, oder wem es die Knopflöcher mit Kugeln durchpustet hat.
Dss Geheimnis ,woran es wohl liegt, dass ein " Für eine Handvoll Dollar" noch nach fünfzig Jahren so echt, originell, so rauschgeschwängert und authentisch , das urbane Westernfeeling ins heimische Wohnzimmer tragen kann, während ein " Tombstone" in all seiner leuchtenden Perfektion permanent den Geruch von Persil und Fensterreiniger verströmt, wird wohl in Gänze ungelöst bleiben.

Wir befinden uns Ende des neunzehnten, kurz vor Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts . Kurz in sepiafarbigen Bildsequenzen gibt " Tombstone " in den ersten Minuten einen Abriss damaliger Wildwestverhältnisse. Ein Hexenkessel aus Anarchie, dem Gesetz des Stärkeren , gleichzeitig der Beginn eines neuen industriellen Zeitalters, eines Wertewandels , in dem die Desorientierung zwischen alter Gesellschaftsordnung und anbrechender moderner Zivilisation in den Charakteren immer zu spüren ist.
Es ist der Nährboden für Gesetzlosigkeit, für Willkür und Tyrannei, auch die Zeit für Helden, die über die Jahrzente hinweg bis heute zu Legenden geworden sind.
Zeit für Revolverhelden, Zeit von Wyatt Earp, dem tuberkulosekranken Doc Holiday und ihrer gnadenlosen Auseinandersetzung mit einer gefürchteten Bande , den Cowboys , stets zu erkenen an ihren roten Schärpen, die, wie allseits bekannt am O. K. Corrall ein blutiges Finale fand. Kurt Russel verkörpert diesen Wyatt Earp als unbeugsamen Mann mit Ehrenkodex als vom Leben desillusionierten U.S. Marshall mit etwas eigenem Gerechtigkeitssinn, der in dem kleinen Goldgräberstädtchen Tombstone nur einen Platz für einen unaufgeregten Ruhestand , gemeinsam mit seinen Brüdern und deren Ehefrauen finden will. Allerdings ist dieser Wyatt Earp auch durchaus an den Einnahmen des Glückspiels interessiert, und beileibe nicht mit derlei hehren Gefühlen ausgestattet, wie einst ein Henry Fonda in der gleichen Rolle.
Hier, in Tombstone hat sich auch Earps alter Freund Doc Halliday niedergelassen . Totenblass, mit flüsternder Stimme, gleichsam im direkten Konflikt stets blitzschnell an der Waffe und lauernd gefährlich, gibt hier Val Kilmer ( wer gerade vor ein paar Jahren den Film " Twixt" gesehen hat, der muss feststellen , daß Kilmers körperlicher Verfall auch in der Realität mittlerweile erschreckend ist ) als sterbenskranker Revolverheld und Trickbetrüger eine der besten Vorstellungen seines Lebens.
Das Glücksspielgeschäft boomt in dem kleinen Städtchen und über jeder einzelnen staubigen Strasse schwebt die ständige Bedrohung durch die organisierte Bande " Die Cowboys", übelste Halunken unter der Führung des egomanischen Curly Bill (" Powers Boothe") , dem unberechenbaren Ringo, und dem dumpfhirnigen Ike Clanton.
Durch eine Verkettung von Zufällen, von gegenseitigem, typisch sackdepperten männlichem Imponiergehabe aus der Steinzeit bei symbolischer Klärung der Frage ,wer hat den längsten und wer muss, demütigend für das eigene Selbstbild wohl näher heranrücken an das Stehpinkelbecken, schaukeln sich natürlich stets weiter die Auseinandersetzungen zwischen diesen Parteien hoch bis zur Eskalation. So ein bisschen, wie früher am Strand ; machst du meine Sandburg platt, kloppe ich dir halt dein Schäufelchen auf die Birne.
Um in derartig infantile Grundkonflikte testosterongetränkter wandelnder Bummsköpfe und Leberzirrhosen , das Restgehirn zusätzlich gesteuert von verquerer Loyalität und Prinzipienreiterei inszenatorische Spannung hereinzubringen, bräuchte es eine tiefe Charakterzeichnung, müssten den Personen vieldeutigere Eigenschaften, ausgearbeitete biographische Züge und Ambivalenz zugestanden werden, oder man hat das Glück und ist eben ein Sergio Leone zusammen mit Clint Eastwood, die so dermassen abgeklärt brillant Atmosphäre erschaffen konnten, dass man über Mankos hinwegsieht.
George Cosmatros ist von solcherlei Regietalent allerdings Prärieweiten entfernt.
Der Krieg zwischen den einzelnen Lagern bis zur historischen Körperdurchsiebung am O.K. Corral ist mit einem Adjektiv auf den Punkt zu bringen :
Sehr, sehr schön alles anzuschauen.

Wildwestromatische Landschaftsbilder, die begeistern, ein genialer oft treibend donnernder Score, der seinesgleichen sucht, eine Ausstattung detail versessen und authentisch und dabei...... kalt berechnend und so aromatisch duftend, wie ein Plastik -Blumenstrauß.
Überlang ist der Streifen, und vermag schon nach dreißig Minuten unendlich zu langweilen. Das liegt weniger an der Vorhersehbarkeit der Story, vielleicht auch noch nicht einmal an der Klischeehaftigkeit der Figuren, es liegt am Unvermögen dieses starre Ausstattungstheater wirklich lebendig fühlbar werden zu lassen. So fahl, wie die Gesichtszüge von Doc Holiday ist dieses leuchtende Kunstprodukt im Westerndesign.
Daran kann auch der hervorragend ausgewählte Cast wenig ändern, zudem wenn ihm ständig Schmalspurdialoge in den Mund gelegt werden die entweder zum Schreien bescheuert ( man nehme eine Szene, in der mal Wyatt Earp zeigt, was er unter einer richtigen Maulschelle versteht) oder einfach hilflos verunglückt sind.
Cosmatros sucht sein Heil in dem Inszenieren von ständigem lächerlichem Imponiergehabe, nicht so herrlich überspitzt und damit genial sich auf die Schippe nehmend , wie in manchem Italowestern , sondern tatsächlich bierernst gemeint.
Dazu ist der Film durchsetzt mit im Allllohooolrausch dahingepläddernden Lebensweisheiten, unlustigem Dialogwitz zum Fremdschämen, einer guten Portion Zynismus, der aber stets aufgesetzt und halbherzig wirkt, und ....ja, wenn es dann auch um die Liebe geht, und die harten Mannen, sogar verletzlich greinende Gefühle zwischen ihren angeklebten Bärten unglaubwürdig hervornuscheln, ist es Zeit für eine Toilettenpause, denn diesen selbstmitleidigen Hutträgern , die für ihr Ableben eigens verantwortlich sind, weint man keine Träne nach.
Von historischer Genauigkeit möchte ich hier gar nicht sprechen, daran versuchte sich parallel zu " Tombstone" noch ein zweites Leinwandprojekt mit dem einfachen Titel " Wyatt Earp" in dem Kevin Costner in der Titelrolle glänzte, und der, noch einmal eine Stunde länger , ebenfalls dramaturgisch nicht den Hintern aus der Pferdetränke bekam.
So bleibt von " Tombstone" die ein oder andere schön gefilmte Ballerei und Actionszene , mit in Zeitlupen wiehernden Rossen, leuchtendem Blut, und phantastischer Ausstattung, mit ansprechenden Schauspielleistungen, die vom Drehbuch permanent im Stich gelassen werden.
Es bleibt eine Paraderolle von Val Kilmer, der das beste aus seiner Figur performt, was das Skript zulässt, und es bleibt das Gefühl von vertaner Zeit mit einem Plätscher- Film ohne Saft und Kraft und Intensität
" Tombstone" ist ein MODERNER Western, der versucht das Gefühl der grossen alten Western- Ära der fünfziger, sechziger Jahre wieder aufleben zu lassen. Dass es beim substanzlosen Reanimationsversuch bleibt, ist leider die grosse Tragik.
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am 20. Dezember 2011
Einer von den ganz großen Western der Filmgeschichte. Die Geschichte um Wyatt Earp und die berühmte Schießerei am O.K.Corrall wird ein weiteres Mal erzählt und ein weiteres Mal mehr als beeindruckend auf die Leinwand gezaubert. Im Grunde hatte doch fast jede Generation ihre eigene Filmfassung dieses Western-Mythos, und immer waren die Ergebnisse, jedes auf seine Art, überzeugend. Ob nun der lakonisch-schlaksige Henry Fonda in John Fords "Faustrecht der Prärie", der athletische Burt Lancaster in "Zwei rechnen ab" oder der rücksichtslose James Garner in den Sechzigern: Alle wussten den Zuschauer zu fesseln. Mitte der Neunziger wurde die Geschichte nochmals verfilmt, und zwar von Kevin Costner ("Wyatt Earp") und von George Pan Cosmatos mit "Tombstone". Noch heute könnte ich mir selbt in den Hintern treten, dass ich damals nicht ins Kino ging, um Kurt Russell zu sehen, sondern Kevin Costner, noch ganz unter dem Eindruck seines Meisterwerks "Der mit dem Wolf tanzt". Aber bei diesem Stoff hatte Costner kein glückliches Händchen. Sein allzu epischer Zugriff auf die Geschichte konnte nicht funktionieren. Geht es um die Earps, Doc Holliday und die Clantons ist Tempo gefragt, Spannung und Action, und davon gibt es in "Tombstone" jede Menge, aber auch Pathos, Gefühl und Atmosphäre. Der Film ist exquisit geschrieben, hervorragend besetzt (nebenbei: Russell und Kilmer waren und wurden nie besser!), genial fotografiert und geschnitten, beeindruckend ausgestattet (die Earps in ihren langen schwarzen Gehröcken mit ihren breitkrempigen Hüten und ihren famosen Schnauzbärten sind eine wahre Augenweide und es allein schon wert, den Film zu sehen), und untermalt von der besten Musik, die der Westernkomponist Bruce Broughton ("Silverado")je geschrieben hat. Ein grandioser Film, einer der besten Western, die ich je gesehen habe, und ich habe sie alle gesehen, zum Teil dutzendfach! Danke, dass es diesen Film nun auf BD gibt, in keiner erstklassigen Qualität, aber in einer sehr guten! Große Empfehlung an alle Western-Fans (und ihre Frauen, die diesen Film auch mögen werden, selbst oder gerade wenn sie bei John Waynes Anblick für gewöhnlich fluchtartig das Wohnzimmer verlassen.)
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am 4. Juli 2010
Zum Film selber braucht man nichts mehr zu sagen. Im direkten Vergleich zu "Wyat Earp" mit Kevin Costner nur folgendes. Wo "Wyat Earp" ein langatmiges Biopic mit wenig Actionanteil und seelenlosen Charakteren ist, liefert uns "Tombstone" ein kraftvoll efektvolles actionorientiertes Werk, welches sich ausschließlich mit den Ereignissen in Tombstone befasst und der Vernichtung der sogenannten "Cowboys". Ein Meisterwerk was G.P. Cosmatos hier abgeliefert hat. Die Cowboys haben Gesichter, Charakterzüge, sind lebendig. Powers Boothe als Curly Bill Brushes tritt als charismatischer Anführer der Cowboy in Erscheinung, Respekt. Michal Biehn als Johnny Ringo, der sich mit Val Kilmer als Doc Holiday (grandios gespielt von Kilmer) ein lateinisches Wortduell liefert kommt beängstigend gut rüber, ein würdiger Gegner für Holiday. In "Wyat Earp" von Kevin Costner hätte man auch Pappfiguren hinstellen können und es wäre kein Unterschied gewesen, man lernt die Gegner dort nicht kennen, weiß nach dem Film nichtmal wer sie waren, traurig.

Bild: Superscharf, kontrastreich, rein (state of the art)

Ton: Dts Ton der alle Register zieht. Kraftvoll, dynamisch, scharf, räumlich sehr gut umgesetzt und der bass haut einen vom Hocker. Bestes Paradebeispiel was seinesgleichen sucht ist die Nacht, in der die Cowboys Jagd auf die Earps machen. Es tobt ein heftiges Gewitter und regnet in Strömen. So ein Gewitter hab ich aber auch noch nich miterlebt über meine Anlage, superb.

Fazit: Bild: 5 Sterne
Ton: 5 Sterne
Film: 5 Sterne

Da im Vorfeld verschiedener anderer "Vorausrezensionen" darauf hingewiesen worden ist, daß die Blue Ray als DC kommen würde mit entfallenen Scenen, sei hier angemerkt, dies ist nicht so. Ich hab die DVD-Version ebenfalls und es ist das gleiche. Man sieht gegen Ende des Films wie Mat Mastersons Leiche am Pferd zur Ranch geschleift wird, aber eine Scene wie er gestorben ist gibt es nicht. DVD-Version=Blue-Ray-Version.

Gesamtergebniss: 5 Sterne

Getestet auf einem 42" Plasma von Samsung HD-Ready und dem AVR 255 Verstärker von Harman&Kardon, guten dicken Boxen und einem mitteklasse Subwoofer von Heco.
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am 21. Oktober 2011
Der Film Tombstone" von George P. Cosmatos erzählt die legendäre Geschichte des Konflikts zwischen Wyatt Earp (Kurt Russell) und einer Verbrecherbande namens Die Cowboys". Die Auseinandersetzung am O.K. Corral ist dabei nur ein Ereignis in einem langen und blutigen Kampf, der für beide Seiten einen hohen Blutzoll fordert.

Der Film beginnt ungewöhnlich - mit einem Intro, in dem ein Sprecher aus dem Off die Verhältnisse im Westen der 1870- er und 80- er Jahre charakterisiert, während auf dem Bildschirm Aufnahmen aus alten Stummfilm- Western gezeigt werden; darunter befinden sich auch Szenen aus dem legendären und wegweisenden Meisterwerk Edwin Porters, The great train robbery" aus dem Jahre 1894. Schon durch diesen unkonventionellen Beginn wird der Zuschauer in eine Atmosphäre gespannter Erwartung versetzt, die schließlich ihren vorläufigen Höhepunkt in der Einführung der Cowboys" beim Überfall auf eine Hochzeitsgesellschaft findet. An vorderster Front mit dabei sind zwei Anführer der Gang, Curly Bill (Powers Boothe) und Johnny Ringo (Michael Biehn).

Danach nimmt das Verhängnis seinen Lauf: Das Wiedersehen der Brüder Earp samt ihren Frauen findet in einer wundervoll inszenierten Kulisse der Stadt Tombstone statt, wo die gebildeten ehemaligen Sheriffs sofort mit den rüpelhaften und barbarischen Cowboys aneinander geraten. Immer schneller und schneller wird das Geschehen erzählt, das schließlich in mehreren, effektvoll hintereinander geschalteten Höhepunkten gipfelt.

Der Weg dorthin führt über grandios fotographierte und melodiös untermalte Landschaften, manchmal in Gegenlichttechnik und im Sonnenuntergang aufgenommen, ein anderes Mal wieder in gleißender Hitze und flimmernder Luft; über ideenreiche und originelle Dialoge und markige Sprüche (... vorher verteilen wir deinen Schädel in der ganzen Stadt..."), witzige und trickreiche Gags sowie staubtrockenen Humor (Duell ohne Waffen, Gefecht mit lateinischen Zitaten oder dem Herumwirbeln einer Blechtasse statt einem Revolver) und jeder Menge bleihaltiger, atemberaubender Spannung. Ich werde kommen - und die Hölle kommt mit mir", brüllt Kurt Russell seinen Feinden zu - und er meint es gerade so, wie er es sagte. Mit viel Schneid und in schwarzen Anzügen räumen Earp und seine Brüder in der Stadt auf - und als Wyatt und seine letzten Männer die Bösewichter verfolgen, reiten sie auf vier Rappen über die staubige Prärie. Vielleicht ist gerade diese Szene, donnernd betont von Bruce Brougtons monumentaler Musik, die beste des ganzen Streifens.

Der Cast des Films beeindruckt mit zahlreichen, gekonnt aufspielenden Stars; besonders toll ist Val Kilmer als Doc Holiday, aber auch andere Schauspieler liefern eine gute Leistung, wie zum Beispiel Sam Elliot (als Virgil) oder Bill Paxton (als Morgan Earp), Dana Delany (als Allie), Joanna Pacula (als Big Nose Kate) oder Stephen Lang, der den hinterhältigen und charakterlosen Feigling Ike Clanton spielt. Sogar ein Nachkomme des realen Wyatt Earp (Wyatt Earp III") ist in einer Nebenrolle zu sehen.

Die DVD- Edition des Director's Cut enthält außer dem Film noch ein umfangreiches Making of, ein Interview mit George P. Cosmatos sowie einige Trailer und Werbespots fürs Fernsehen. Die Extras sind also bei dieser DVD- Edition besonders reichhaltig - eine gute Sache.

Kurz und gut: Ein episch erzähltes Meisterwerk voller Intelligenz, Action und Tiefgang - ein Western, dem nicht viele gleichkommen dürften.
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am 5. Juni 2016
Die Earp-Brüder und Doc Holiday, in den USA sind sie so eine Art Ritterlegende, die Helden die für Recht und Ordnung sorgen.

Mal davon abgesehen das die realen Personen bei näherem Hinsehen kaum etwas mit den Mythen zu tun haben, lieferten sie trotzdem seit 120 Jahren genug Stoff für gute Wild-West-Stories, von Groschenheften bis zum Kino.

Tombstone ist die gefühlt 785e Verfilmung dieses Stoffes rund um das Duell am O.K. Corall und im Vergleich mit den Versionen eines Kevin Costners oder Stacy Keach ("Doc" von 1971, die Version die der Realität noch am nächsten kommt) die mit Abstand kindischte.

Val Kilmer spielt vielleicht einen comichaft-ironischen Doc Holiday, kann aber den Rest des Films auch nicht retten in dem die Protagonisten wie 14jährige Schuljungen agieren, denen die Hormone in den...äh...Kopf steigen. Die Rolle des Ike Clanton kommt noch als verwirrter, graubärtiger Säuferzausel daher, Johnny Ringo und Curly Bill liefern sich mit Doc Holiday Schulhofquatschereien der Marke "Bei mir wachsen schon Haare drauf". Und Wyatt Earp scheint zum ersten Mal einer Frau zu begegnen als Josephine Marcus aus der Kutsche steigt.

Das ganze wird noch mit einer Ausstattung gekrönt, die vielleicht von den wöchentlichen Touristen-Shows in den Wildweststädten ausgeliehen wurde, so sauber und gepflegt kommen die "Frontiermen" daher.
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am 13. Dezember 2011
Die eindeutig beste Verfilmung zu dem Stoff, die es gibt. Auch Kevin Costner kommt mit seiner ebenfalls guten Interpretation an dieses Meisterwerk nicht ran. Val Kilmer mit der besten Leistung seines Lebens, eine Performance von der man heute noch spricht. Und bis in die Nebenrollen hochkarätige und bekannte Schauspieler mit großartig ausgearbeiteten Figuren mit Tiefgang und Charakter. Unglaublich dieser Film. Selbst beim 5ten Anschauen die selbe wahnsinnige Wirkung. Einer der besten Neo-Western überhaupt. Und das sage ich als Frau! Muss man gesehen haben, wer ihn noch nicht besitzt, kaufen!
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am 18. August 2009
aber nicht sehr gut. Hätte viereinhalb Sterne vergeben, denn die Farbgebung ist leider negativ! Der Film ist nun rotstichig, was sich natürlich über das entsprechende Menü des Bildschirms ändern lässt, erst mal aber nervt!
Dafür wurden alle eingefügten Stellen nachsynchronisiert, auch mit den Originalsprechern, und das Bild ist insgesamt deutlich schärfer!
Im Gegensatz zur alten Version sieht man den Film 16/9 anamorph.
Für die Bonus-DVD hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen zu den historischen Figuren gewünscht. Die gibt's dann nur partiell und marginal während der Interviews mit den Schauspielern.
Als Beilage ein Schmalbooklet und ein Faksimile der Originalzeichnung von Wyatt Earp zum gunfight am OK-Corral.
Schön auch die Idee, ein Brandloch auszusparen, um die innere DVD-Hülle aus dem Schuber zu ziehen, was bei vergleichbaren DVDs garnicht so leicht ist gelegentlich.
Die Tonqualität entspricht der alten Version, sprachlich gesehen, lediglich Musik und Geräusche (Zug,Hundebellen etc.) werden in 5.1 gebracht.
Dank des Originaltons eine insgesamt gelungene Neuveröffentlichung!
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am 27. August 2014
Nach Kevin Costers "Wyatt Earp" hatte ich erstmal genug von dieser angeblichen Cowboy-Legende. Ich wollte Costerns Film gut finden, aber dieser Wyatt Earp war mir eine zu zwielichtige Person. Es gab so viele Schattenseiten in seinem Leben. Letztlich musste ich mir eingestehen, dass ich - als Zuschauer - nicht die "ganze Wahrheit" wissen will. Ich will unterhalten werden, nicht desillusioniert!

Und genau das schafft "Tombstone" im Gegensatz zu "Wyatt Earp". Er unterhält. Dabei bedient sich der Film natürlich - zugegebener Maßen - auch mancher Klischees. So wird der Chef der "Bösen" ein wenig überzeichnet dargestellt. Aber als Zuschauer will man diesen Unterschied von "Gut" und "Böse" ja auch sehen, den es im wahren Leben in der Regel so nicht besonders häufig gibt. Der Zuschauer will Spannung erleben, Drama vielleicht und Action, aber er will nicht wahrnehmen müssen, dass die Bösen gar nicht so böse und die Helden gar nicht so heldenhaft sind!

"Tombstone" macht ziemlich klar, wer hier "böse" und "gut" ist, allerdings wird er dabei nicht zu plakativ. Tatsächlich reflektieren die Earp-Brüder in mancher Hinsicht ihre Aktionen. Die unglückliche Beziehung von Wyatt Earp zu seiner Laudanum - abhängigen Ehefrau wird nur angedeutet. Das tut gut, denn die dramatischen Eheszenen aus Costerns Streifen gingen mir - als Western-Fan - ein wenig auf die Nerven.

Im Original spricht Legende Robert Mitchum den Einleitungstext und den Nachtext. Wer genau hinschaut, wird auch Charlton Heston in einer Nebenrolle finden. Die Musik ist von Bruce Broughton, der auch "Silverado" seinen unnachahmlichen Klang verlieh. Die Filmmusik sagt oft viel über ihren Film aus. Broughton ist ein mittelmäßig bekannter, aber anerkannter Filmkomponist, der hier etwas stärkere, düstere Töne anschlägt. Es gibt durchaus ein "Heldenthema". In der deutschen Synchronisation hat man gute bis sehr gute Sprecher gefunden, die den Film zusätzlich aufwerten.

Das die Earps mit Verstärkung gen Ende die "Vollstrecker" oder "das jüngste Gericht der Gegend" darstellen, fand ich etwas übertrieben bzw. etwas befremdlich.

Dennoch ist dieser, mit guten und passenden Schauspielern und Schauspielerinnen besetzte Film ein durch und durch sehenswerter Western, der sowohl optisch als auch akustisch seine Momente hat.

Coster's "Open Range" gefiel mir übrigens viel mehr als sein "Wyatt Earp", der sicher gut recherchiert und opulent in Szene gesetzt worden ist, aber bei Weitem weniger als "Western" als als "Lebensbeschreibung" durchgeht.

"Tombstone" kann ich nur empfehlen!
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am 13. November 2009
Endlich, so dachte ich, kommt einer der besten Western als DVD-Neuauflage in den Handel, dazu noch die Langversion. Ich besaß schon die "alte" Version, die nicht anamorph codiert war (damals meine erste Rezension hier bei Amazon) und der Ärger bei meinem 36 Zoll PixelPlus-Röhrenfernseher war groß, denn die Bildqualität war sehr enttäuschend.
Jetzt stolzer Besitzer eines 50" Plasma von Pana (ebenfalls eine Rezension hier bei Amazon) hielt ich zwar keine Blu ray in den Händen, jedoch schlug ich zu und kaufte mir Tombstone. Manch gut gemasterte DVD kommt bei 50 Zoll noch prima rüber, warum auch nicht Tombstone, dachte ich.
Genau, dachte ich! Der schon erwähnte Rotstich der anderen Rezensionskritiker stört mich weniger, ärgerlicher ist mir da das nicht ganz so scharfe Bild. Da habe ich andere DVDs in meiner Sammlung (z.B. alte Synchroversion des weissen Hais, Band of Brothers, u.a.) die bei der 127 cm Diagonale noch glänzen. Tombstone enttäuscht da doch sehr. Ebenfalls ein leicht stotterndes Bild (aber nur bei den "neuen" Szene; haben wohl die Langversionszenen von NTSC-Format und dann vielleicht falsch gerippt?) stelle ich fest. Jedenfalls laufen bei mir alle DVDs und Blu rays nicht "leicht stotternd". Kann also kein Hardwarefehler sein. Alles im allen ist die DVD natürlich viel besser als die alte Version, aber evtl. erst unter 42 Zoll 100% genießbar.

Der Film selbst brilliert und die zusätzlichen Szene runden ihn wirklich ab.
K. Russell spielt die Legende verzweifelter als Costner, aber für mich sind beide gleich gut. Der blassgeschminkte Kilmer spielt den Doc Holliday zwar cooler, aber authentischer (nur zu alt) finde ich den abgehungerten Dennis Quaid. Die Brüder Wyatts, allen voran Sam Elliot wirken mit ihren Gesichtern der damaligen Zeit entsprechend. Curly Bill (P. Boothe) und natürlich die Clantons Billy (Spiderman's Sandmann im schicken stahlblauen Hemd) und der schleimige Ike (der unübertroffene Stephen Lang; vor allem im Original; siehe Gettysburg und God of Generals) sind einfach klasse und mir besser gecastet als bei Costners Earp.
Für mich ist "Tombstone" die, sagen wir mal, Actionversion und beschränkt sich daher mehr um den Mythos am O.K. Corall. Costners "Wyatt Earp" hingegen zeigt den ganzen -verklärten- Wyatt und kommt als schmachtendes Westernepos daher. Welcher der beiden Werke mir nun besser gefällt, hängt von meiner Tagesform ab.

Fazit:
Die drei Sterne beziehen sie also nur auf die Bildqualität. Zu hoffen ist, dass demnächst eine Blu ray im perfekten Outfit für einer der bestgedrehten Western auf den Markt erscheint (und gleich dazu die Langversion von Costners Wyatt Earp! Denn gibt's nämlich mit einer knappen halben Stunden mehr, als die rund 180minütige Blu ray-Version).

NACHTRAG zur von mir gekauften Blu-ray-Version vom 28.06.2011:
Einzigartiges Bild auf Premiumniveau (hatte ich ehrlich gesagt nicht mit gerechnet); ebenfalls ein seht guter DTS-Ton.
Referenz Blu-ray die dem Western endlich gerecht wird.
1A Kaufempfehlung für eine 5 Sterne Blu-ray!
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