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Tomboy: Roman
 
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Tomboy: Roman [Gebundene Ausgabe]

Thomas Meinecke
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»In den famosen Romanen Thomas Meineckes sieht (Eckhard) Schumacher die Möglichkeit dargestellt, ein Leben aus der leidenschaftlich-dilettantischen Beschäftigung mit Bruchstücken von Wissen und akademischen Diskursen, mit Songs und kulturellen Artefakten, aber auch mit den unabweisbaren Fragen nach der eigenen Identität und dem eigenen Weg in der Welt ästhetisch zu realisieren. Bücher wie Tomboy oder Hellblau erscheinen in diesem Licht wie eine Antwort auf Musils Versuch, die Welt hinter den uferlosen Diskursen wiederzuerlangen: als stellten sie die Frage, wie eine lebendige Welt inmitten der Diskurse zu gewinnen sei, nachdem Dilettantismus zum Schicksal geworden ist.«

(Michael Adrian Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Kurzbeschreibung

Thomas Meineckes Roman ist ein bizarres Kabinett der gender troubles. Es treten auf: die "zwangsheterosexuelle" Vivian Atkinson, damit beschäftigt, in ihrer Magisterarbeit die Philosophie der amerikanischen Feministin Judith Butler und die Irrtümer Otto Weiningers über Geschlecht und Charakter in Verbindung zu bringen. Da sind der feministische Gelegenheitsarzthelfer Hans Mühlenkamm, die bisexuelle Tennisspielerin Korinna Kohn und die lesbische Doktorandin Franke Stöver, die mit Vivian Bücher und Platten tauschen. Und da ist Fraukes "phallische Verlobte" Angela, ehemals Angelo, die das katholische Frauenmagazin "Monika" abonniert hat, weil sie "ganz einfach Frau" sein will. In Tomboy geraten die Geschlechterverhältnisse ins Tanzen, die Polarität männlich/weiblich wird zum Schmelzen gebracht, als konstruiert entlarvt und in ein Oszillieren überführt - was das Leben nicht einfacher macht.

Über den Autor

Thomas Meinecke wurde am 25.08.1955 in Hamburg geboren. Ab 1977 in München lebend, war er dort von 1978 bis 1986 Mitherausgeber und Redakteur der Avantgarde-Zeitschrift Mode & Verzweiflung.
In den 80er Jahren erschienen in unregelmäßigen Abständen in der ZEIT Kolumnen von ihm, 1986 der Kurzgeschichten-Band Mit der Kirche ums Dorf. Es folgten die Erzählung Holz (1988) und die Romane The Church of John F. Kennedy (1996), Tomboy (1998), Hellblau (2001) und Musik (2004).
Thomas Meinecke ist außerdem Musiker in der 1980 von ihm mitgegründeten Band Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) und Radio-DJ in seiner Sendung Zündfunk (BR 2).
1994 zog er mit Frau und Tochter in ein oberbayrisches Dorf.


Auszeichnungen:

1987
Literarisches Colloquium Berlin

1997
Förderpreis zum Heimito von Doderer-Literaturpreis

1997
Rheingau-Literaturpreis

1998
Literaturpreis "Kranich mit dem Stein" des Deutschen Literaturfonds Darmstadt

1998/1999
"poet in residence" an der Universität/GH Essen

2003
d.lit - Literaturpreis der Stadtsparkasse Düsseldorf

2004
Tukan-Preis der Landeshauptstadt München

2004/2005
Dozentur "Manuskriptum" an der Ludwig-Maximilians-Universität München

2005
Stipendium der niedersächsischen Literaturbüros

2008
Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst

 

 

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