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Tomboy: Roman
 
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Tomboy: Roman [Gebundene Ausgabe]

Thomas Meinecke
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 251 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (31. August 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518409956
  • ISBN-13: 978-3518409954
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 735.527 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Meinecke
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»In den famosen Romanen Thomas Meineckes sieht (Eckhard) Schumacher die Möglichkeit dargestellt, ein Leben aus der leidenschaftlich-dilettantischen Beschäftigung mit Bruchstücken von Wissen und akademischen Diskursen, mit Songs und kulturellen Artefakten, aber auch mit den unabweisbaren Fragen nach der eigenen Identität und dem eigenen Weg in der Welt ästhetisch zu realisieren. Bücher wie Tomboy oder Hellblau erscheinen in diesem Licht wie eine Antwort auf Musils Versuch, die Welt hinter den uferlosen Diskursen wiederzuerlangen: als stellten sie die Frage, wie eine lebendige Welt inmitten der Diskurse zu gewinnen sei, nachdem Dilettantismus zum Schicksal geworden ist.«

(Michael Adrian Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Kurzbeschreibung

Thomas Meineckes Roman ist ein bizarres Kabinett der gender troubles. Es treten auf: die "zwangsheterosexuelle" Vivian Atkinson, damit beschäftigt, in ihrer Magisterarbeit die Philosophie der amerikanischen Feministin Judith Butler und die Irrtümer Otto Weiningers über Geschlecht und Charakter in Verbindung zu bringen. Da sind der feministische Gelegenheitsarzthelfer Hans Mühlenkamm, die bisexuelle Tennisspielerin Korinna Kohn und die lesbische Doktorandin Franke Stöver, die mit Vivian Bücher und Platten tauschen. Und da ist Fraukes "phallische Verlobte" Angela, ehemals Angelo, die das katholische Frauenmagazin "Monika" abonniert hat, weil sie "ganz einfach Frau" sein will. In Tomboy geraten die Geschlechterverhältnisse ins Tanzen, die Polarität männlich/weiblich wird zum Schmelzen gebracht, als konstruiert entlarvt und in ein Oszillieren überführt - was das Leben nicht einfacher macht.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genial 22. Mai 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Meineckes Meisterstück: Witzig, intelligent, informativ u n d unterhaltsam. Wer ein Schlagwort braucht: "Faction" at its best. Thomas Meinecke gelingt es mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit, die sogenannten Gender Studies auf ihren ironischen Kern zu bringen. Daß er dabei den reichlich abstrusen Theorien Otto Weiningers vielleicht etwas (zu) viel Raum gibt, ist wohl eher ein etwas geschmäcklerischer Einwand angesichts einer literarischen Leistung, die ihresgleichen sucht: Thomas Meinecke verbindet Erzählkunst und Reflexion so miteinander, daß das Erzählen zur Reflexion und die Reflexion zur Erzählung wird. Dabei schert er sich sympathischerweise genauso wenig um tatsächliche oder nur behauptete Leseerwartungen wie um narrative "Erfolgsrezepte", sondern vertraut offenbar einzig und allein auf sein eigenes Interesse - das man dann auch tatsächlich gern mit ihm teilt. Bei einer Veranstaltung in München im Frühjahr 2000 meinte Thomas Meinecke, sein Ziel sei es, einmal eine Erzählung zu schreiben, in der gar nichts "geschieht" und die trotzdem spannend ist. Und wenn dies jemandem gelingen kann, dann ihm. Robert Fischer
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
eins meiner liebsten 27. Juli 2006
Format:Taschenbuch
Muss man, um dieses Buch zu mögen, Gender Studies studiert haben? Das kann ich nicht beantworten, denn ich hatte Vorwissen, als ich es las. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass man auch ohne Vorwissen die Lektüre genießen kann, sofern man sich auf Meineckes Schreibstil einlassen kann. Manche mögen ihn umständlich nennen, ich sage lieber anspruchsvoll - und unterhaltsam.

Ich mochte und mag dies Buch, weil es so schön einzelne Dilemmata umsetzt, die eine/n auf der Identitätssuche umtreiben. Es liefert Denkanstöße ohne Ende und ist gespickt mit kleinen (z.T. geschichtlichen) Exkursen, die sich u.a. auch mit einem Aspekt der Kriegs/Nazi/Besatzungs-Vergangenheit auseinandersetzen. Gerade das macht die Lektüre so wertvoll. Ehrlich gesagt, ist es nun schon ein Weilchen her, dass ich dies Buch las, aber ich bekomme gerade große Lust, es noch einmal zu lesen.

Kleines Fazit: wer sich ein wenig in der Genderdiskussion auskennt, findet hier gute Unterhaltung. Wer sich nicht auskennt, findet bestimmt den einen oder anderen Anstoß, sich mit Identitäten auseinanderzusetzen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Adult Pop?!? 20. April 2003
Von Nabo Anon
Format:Taschenbuch
Etwas seltsam mutet es schon an, wenn man sich bedenkt, daß Thomas Meinecke trotz seines fortgeschrittenen Alters im Zusammenhang mit den jungen Wilden der deutschen Gegenwartsliteratur genannt und diskutiert wird. Insbesondere wenn man seinen `98er Roman „Tomboy" im Vergleich zu „Soloalbum" oder gar „Faserland" betrachtet, der diese weitaus populäreren Werke jedoch mehr als blaß aussehen läßt, denn, auch wenn „Tomboy" nicht handlungsreicher als die der Konkurrenz gestaltet ist, so ist ein Unterschied frappant: Meineckes Charaktere denken. Sie sprechen, rekapitulieren, reflektieren, diskutieren. Erfrischend und beruhigend ist das Gefühl beim Lesen, etwas vermittelt zu bekommen, Denkansätze und -anstöße, Einblicke in fremde, entlegene Welten (so z.B. die Feminismustheorien Judith Butlers, die Psychologie des kranken Geistes, d.h. Otto Weiningers, sowie weiterhin der Riot Grrrl-Szene, der BASF-Firmen-Geschichte und -struktur, Odenwälder-Regionalpatriotismus etc.) gewonnen zu haben, die einem sonst womöglich ewig vorenthalten geblieben wären.

Einen Punkt Abzug gibt es dennoch für die (zu) zahlreichen und manchmal leicht enervierenden Exkurse im Bereich der „gender studies".

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