Paul Dombrecht und Il Fondamento...das ist doch die "Zauberkombination", das perfekte Zusammenspiel, Musikalität in ihrer vollendeten Form?
Nicht so auf dieser CD. Paul Dombrecht, der sich m.E. völlig berechtigt einen Weltruf er-spielt hat, mit fantastischen Aufnahmen von Vivaldi-, Telemann-, Händel-, Zelenka-, ....-Oboenwerken, enttäuscht. Erwartet man die übliche Kombination von Virtuosität, Einfühlsamkeit und Musikalität, so bekommt man hier streckenweise unsauber gespielte (Finger!?), verdächtig intonierte (gar falsch klingende) Passagen. Die Liebe fürs Detail ist wie verschwunden, manches klingt wie routine-artig heruntergespielt, in einem Durchgang schnell aufgenommen, die Interpretation ist sicherlich kein Erlebnis, sondern weit davon entfernt. Die Oboe klingt manchmal schlicht schnatternd, nicht lyrisch oder gar geheimnisvoll.
Schade.