Als ich gehört habe, dass Sean Paul dieses Jahr zum Summerjam kommt, war ich außer mir vor Freude und hab das als Anlass genommen mir sein neues Album zuzulegen. Entgegen meiner Gewohnheit hab ich vorher darauf verzichtet mir die Kritiken durchzulesen...Sean Paul, meiner Meinung nach ein Garant für feine Dancehallsongs, weit gefehlt. Stattdessen geisterten mir Ne-Yo und co. durch den Kopf.
Dani Fromm hat auf tonight.de genau die richtigen Worte dafür gefunden "Man sollte es kaum für möglich halten: Dieses Album klingt tatsächlich noch schlimmer, als sein grottiges Cover-Artwork vermuten lässt. Bühne frei für die Dancehall-Atze - wobei Sean Paul mit Dancehall höchstens in seiner eigenen Wahrnehmung zu tun hat. Tatsächlich besitzt er mit dem Genre, das er sich auf die Fahnen schreibt, noch in etwa so viele Berührungspunkte wie die Black Eyed Peas mit Hip Hop.(...) Benny Blanco schraubte unter anderem Beats für Justin Bieber oder Kesha. So klingt "Tomahawk Technique" dann auch: nach schwachbrüstigem, saftlosen Kommerz-Plastik-Pop. Kein Schweiß, kein Feuer, kein Fünkchen Seele, keine Leidenschaft. "I'm an animal, animal", nölt Sean Paul derart gelangweilt, dass der Titel des Songs nur die logische Konsequenz sein kann: "She Doesn't Mind", und wohl auch sonst niemand."