Nachdem ich mich mit einigen geliehenen Navigationsgeräten abgequält habe war das neue Tomtom ONE eine super Neuanschaffung. Als eines der günstigsten Tomtom-Modelle bietet es alles was man wirklich braucht. Folgende Vor- und Nachteile fielen gegenüber anderen Geräten auf:
Vorteile:
-Wer 5 Jahre alte Navis gewohnt ist merkt sofort: TomTom ist sehr schnell. In kurzer Zeit betriebsbereit, in wenigen Sekunden die Route berechnet und innerhalb kürzester Zeit beim falschen Abbiegen eine neue Route geplant.
-Nachdem die Route berechnet wurde wird erstmal eine Karte mit der gesamten Route angezeigt, damit man schon mal weiß wo es lang geht. Dabei werden alle wichtigen Orte angezeigt, so dass man tatsächlich auf einen Blick den Weg sieht.
-Übersichtliche Streckenführung: Besondere Aktionen wie abbiegen und wenden werden als Pfeil-Symbole angezeigt. So weiß man schon früh wann man blinken muss und wo man sich einordnet.
-Das Menü ist schön bunt und übersichtlich. Für die ersten Schritte gibt es kleine Führungen, auch kompliziertere Einstellungen sind ohne Anleitung kein Problem.
-Einfache Bedienung: Das Touchscreen ist problemlos mit dem Finger bedienbar. Die Stellen, auf die man drücken muss, sind schön groß. Man braucht kein besonders gutes Fingerspitzengefühl für die Bedienung.
-Es gibt viele verscheidene POIs (Point of Interest), zB. Kasino, Universität, Postamt oder Tierarzt. Diese kann man sich während der Fahrt auf der Karte anzeigen lassen oder gezielt suchen. TomTom kann beispielsweise alle Restaurants in der Nähe mit Namen und genauer Entfernung anzeigen und zum gewünschten natürlich auch sofort hinführen.
-Wer über Internet verfügt kann ganz einfach nach Aktualisierungen suchen und sein Kartenmaterial erneuern. Mit Mapsharing (andere Benutzer aktualisieren die Karten und geben diese Informationen an TomTom weiter) ist das komplett kostenlos. Andere Dienste kosten dafür viel Geld. Um sich Radargeräte anzeigen zu lassen zahlt man beispielsweise knapp 50 Euro pro Jahr. Die Downloads und Aktualisierungen verlaufen schnell und (jedenfalls bei mir) auch reibungslos.
-Auch ohne Internet sind die 2GB Speicher schon von Anfang an fast ausgelastet. TomTom ist randvoll mit Karten, Sprachen und Programmen. Um sich zusätzlich etwas raufzuladen muss man deswegen erstmal unwichte Daten auf den Computer verschieben.
Schwachstellen:
-Das TomTom hat nur einen USB-Anschluss, und den Stecker da hinein zu bekommen ist sehr fummelig. Während der Fahrt nur mit etwas Übung möglich.
-Zum Thema IQ: Das Tomtom schafft es tatsächlich, die Route je nach Verkehrsdichte zu berechnen und empfiehlt je nach Uhrzeit teilweise sehr unterschiedliche Routen. Das ist meistens sinnvoll. Allerdings unterschätzt es teilweise die Hauptverkehrszeiten. Wenn man zum Beispiel zur Rush Hour durch Hamburgs Innenstadt fahren möchte braucht man bis zu doppelt so lange für die Route, als Tomtom es berechnet hat.
-Für Fußgänger ist das TomTom One IQ Routes nicht immer zu empfehlen. Es zeigt manchmal nicht den direkten Weg an, sondern berechnet die Route wie für Fahrzeuge. Weil TomTom mir nicht zumuten wollten einen 2m breiten Grünstreifen zu überqueren lotste es mich zur nächsten "Wendemöglichkeit", von wo ich dann auf den parallel verlaufenden Fußgängerweg "abbiegen" sollte. Es zeigt die aktuelle Position auf etwas 30m genau an (für Geocaching daher völlig ungeeignet).
-Bei sehr trüben Wetter lässt einen das TomTom manchmal im Stich. So kann es im schlimmsten Fall bei sehr starker Bewölkung auch mal 10 Minuten dauern, bis es Empfang hat.
Fazit:
Das TomTom ONE IQ Routes ist sein Geld wert. Es ist einfach zu bedienen, regelmäßig aktualisierbar, handlich und hat viele Funktionen. Wirklich intelligent ist es aber nicht und manchmal lässt es einen im Stich.