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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fluchen will gelernt sein!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tom und die Schimpfwortpolizei (Gebundene Ausgabe)
Diese Situation dürften fast alle Eltern kennen: Ihr Kind hat im Kindergarten Schimpfwörter aufgeschnappt und benutzt sie hemmungslos. Wie soll man darauf reagieren? Tom und die Schimpfwortpolizei greift diese oft peinliche Situation auf. Der Autor Philip Militz schildert zunächst anschaulich, dass Kinder die schockierte Reaktion der Erwachsenen auf ihre Schimpfworttiraden durchaus genießen. Die Kontrollinstanz tritt in Form von Kommissar Bitterbeck vom Dussel-Dezernat der Schimpfwortpolizei auf, der dem kleinen Tom das Fluchen abgewöhnen möchte. Statt jedoch zu drakonischen Strafen zu greifen, lässt sich der Kommissar selbst dazu verleiten, seinem ganzen Ärger Luft zu machen, indem er selbst einmal kräftig flucht. Danach fühlt er sich besser. Junge Leser bekommen auf diesem Wege vermittelt, dass Fluchen durchaus heilsam sein kann.Der Verlag empfiehlt dieses Buch für Kinder ab 4 Jahren ' eine Altersempfehlung, die unangemessen ist, wenn man Kindern vermitteln möchte, dass der Gebrauch von Schimpfwörtern sorgfältig überlegt sein will. Wann und wie darf man denn nun fluchen? Wann ist Fluchen angemessen? Diesen Aspekt greift Tom und Schimpfwortpolizei leider nicht ausführlich auf. Toms Großmutter, die alte Frau Brakelmann, weiß zwar um die Kunst des Fluchens und setzt sie auch kontrolliert ein. Zu dieser Erkenntnis kommt dann auch Tom, aber das dürfte dreijährigen Lesern nur schwer verständlich sein. Eltern sollten dieses Buch deshalb unbedingt gemeinsam mit ihren Kindern lesen, damit ihnen 'die Moral von der Geschicht'' verständlich wird. Dann allerdings kann es großen Spaß machen, gemeinsam die Schimpfwörter zu entschlüsseln, die allesamt liebevoll und humorvoll gezeichnet und nicht ausgeschrieben sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
für einen sauberen Sprachgebrauch - und eine Prise Humor...,
Von Detlef Rüsch "detlefruesch" (Freising, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 10 REZENSENT) (#1 HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Tom und die Schimpfwortpolizei (Gebundene Ausgabe)
Schimpfwörter können genauso Spaß machen wie auch das Erfinden von Kosenamen. Der kleine Tom sammelt Schimpfwörter aller Art und entdeckt dabei sehr einfallsreiche Exemplare. Diese notiert er in sein rotes Notizbuch und verkündet ab und zu dessen Inhalt. Bis eines Tages der Schimpfwortpolizei-Kommissar Bruno Bitterbeck hiervon mitbekommt und den kleinen Tom zurechtweisen möchte. Doch Tom versteht ihn nicht recht und macht seinen Mund auf - und lässt eine Reihe von Schimpfwörtern heraus, welche den Kommissar erst recht in Rage bringen.Er wird so wütend, dass er selbst anfängt, ein Schimpfwort nach dem nächsten heraus zu posaunieren. Dabei entdeckt Tom ganz viel neue Schimpfwörter und schreibt sie in sein Notizbuch. Bis dass Bruno Bitterbeck ganz außer Puste ist und merkt, was er da alles von sich gegeben hat. Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl, wie Erwachsene oft selbst das machen oder sagen, was sie eigentlich verbieten wollen. Gut ist, dass die ganzen Schimpfworte nur in Bildern wiedergegeben wurden und man sich bei vielen erst einmal selbst einen Reim drauf machen muss, was damit gemeint ist. So können die unterschiedlichen Generationen beim Lesen und Betrachten selbst entdecken, was mit dem ein oder anderen Bild gemeint ist. Die pädagogische Brauchbarkeit an sich wird man wohl ernstlich nur als hoch einschätzen, wenn das Buch tatsächlich gemeinsam mit Erwachsenen gelesen wird. Ansonsten würde man das Kind allein lassen und zu weiterer Produktion von (Schimpf-) Wortmüll verleiten. Gerade im Kindergarten lässt sich das Buch gut einsetzen sowohl bei Elternabenden als auch in den Gruppen mit den Kindern, wenn wiedermal der Sprachgebrauch sehr zu wünschen übrig lässt. Die genialen Bilder von Kai Pannen spielen tollkühn mit den Dimensionen der Figuren und der teils kleinen, teils großen Wirkung von unangemessenen Wörtern. Die einzelnen Elemente sind farblich extrem unterschiedlich gehalten und wirken durch die Sammlung von vielen Details (An einigen Stellen hätte man sich größere Schimpfwortzeichnungen gewünscht!).Vielleicht ist das auch die unterschwellige Botschaft des Bilderbuches: ein Schimpfwort allein hat oft nur eine kleine Wirkung, die Ansammlung von vielen aber kann vieles verändern: zum Positiven und zum Negativen. Ein anregendes Buch, dem eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Sprachgebrauch - nicht nur in Kinderzimmern und Kindergartengruppen - zu wünschen ist! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nette Idee - aber irgendetwas fehlt!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tom und die Schimpfwortpolizei (Gebundene Ausgabe)
Der Titel verleitet allzusehr ein moralisierendes Kinderbuch zu erwarten. Das ist aber nicht der Fall. Denn vor dem kleinen Jungen, der eine Vorliebe für Schimpfworte aller Art, deren Anwendung und Sammlung hat, kapituliert sogar die Schimpfwortpolizei. Mehr noch sie entlädt sich. Angestaute 40 Jahre Schimpfwort-Absaugung brechen über dem Jungen zusammen und der notiert fleißig und ist dankbar über die Mehrung seines Wissens. Der Polizist, oberster Güte, schrumpft dabei (verschlankt) und wirkt entlastet. Seinen Job versieht er nicht mehr, denn er geht erleichtert seines Weges. In Gegenwart seiner Oma, ist der Junge zwar ausnahmsweise mal ruhig, er sinniert über eine Bildergalerie seiner beeindruckendsten Schimpfworte (gerahmt), dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack. Wird er weiterhin seine Worte unbedacht ausspucken?Ich bin etwas enttäuscht. Solange Kindern nicht bewußt ist, das Schimpfworte beleidigend sind, verwenden sie diese ungehemmt (wie im vorliegenden Buch). Diese Schöpfungen sind teilweise äußerst kreativ und witzig, aber gezielt eingesetzt sind es verbale Attacken. Hier sind aus meiner Sicht Grenzen nötig und sinnvoll, die Frage ist, wie diese aussehen sollen? Die Schimpfwortpolizei hilft hier nicht weiter (denn hier werden keine Grenzen aufgezeigt). Sie ist lediglich amüsant. Die Verbalisierung der Schimpfworte wird hier verschoben zur Illustration. Jedes Kind hilft gern dabei, daraus Worte zu bilden. Dieses Buch dient lediglich als Anknüpfungspunkt, für eine anschließende Diskussion. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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