Eine mittelmäßige Doku. Der Filmemacher hat kein Material, nur unwichtige Interviewpartner und kaum Songrechte, um einen ordentlichen Film abzuliefern.
Das ist schade, schließlich ist Tom Waits ein einzigartiger Künstler. Seine Wandlung vom Bluessänger zum Avantgardemusiker und Schauspieler bietet Pop-Chronisten alles für eine gute Story. Aber der Film nutzt zuwenig davon.
Natürlich hat Tom Waits an dem Film nicht mitgewirkt. Aber der Regisseur lässt sowieso keine Haltung erkennen. Wir sehen kein Material aus Waits' Kindheit, keine Interviews mit Freunden, nichts. Nur Interviews mit Musikjournalisten, die blöderweise ständig behaupten, dass Tom Waits kein intereressanter Musiker sei.
Zwischendurch tritt Bones Howe auf, der mal sehr wichtig für Tom Waits war: Er kreierte Waits' Sound in den 70ern. Aber er spricht über Tom Waits, als wäre er sein Schwiegersohn. Kann so einer das Phänomen Tom Waits erklären?