Pressestimmen
«Ein herrlicher Roman, das Werk eines Meisters... der erste postmoderne Roman. Nur in einem kleinen, aber doch nicht ganz unwichtigen Detail unterscheidet er sich von den Büchern der Umberto Eco, Thomas Pynchon, Don Delillo und wie sie alle heißen. Er ist nämlich besser... Eike Schönfeld stand vor der schwierigen Aufgabe, eine deutsche Entsprechung für das ausufernde und doch konzise Englisch Fieldings zu finden - er meistert diese Aufgabe mit Bravour. Seine Version liest sich flüssig; dabei wird nichts geradegehobelt, was sich weiterhin rauh anfühlen soll.» (
Die Welt )
«Eine fulminante Neuübersetzung jenes Werks, das den englischen Roman des 18. Jahrhunderts am Schlafittchen packte und schnurstracks in die Moderne beförderte... Wer zu diesem Roman greift, schließt wahrlich einen Pakt mit einem Teufelskerl. Für dieses Kunststück gebührt Henry Fielding ein eigener Tempel.» (
FAZ )
«Eike Schönfeld meistert die vielen sprachlichen Klippen des Originals mit souveräner Eleganz. Ein glänzendes, für das Verständnis unabdingbares Nachwort von Werner von Koppenfels rundet die mustergültige Edition ab.» (
Deutschlandfunk )
Kurzbeschreibung
Mit «Tom Jones» schuf Henry Fielding einen der witzigsten Romane der englischen Literatur. Wechselvolle und nicht selten pikante Abenteuer führen den Titelhelden durch Stadt und Land, in Wirtshäuser und vornehme Salons, bringen ihn ins Gefängnis und fast an den Galgen – und am Ende doch ans Ziel seiner Wünsche.
Eines Abends findet der tugendhafte Gutsherr Allworthy einen Säugling in seinem Bett vor und beschließt kurzerhand, das Kind bei sich zu behalten. Er zieht es an Sohnes Statt auf und gibt ihm den Allerweltsnamen Tom Jones. Der Findling wächst zu einem lebhaften Jungen heran, der mitunter kräftig über die Stränge schlägt. Als er sich auch noch in die schöne Nachbarstochter verliebt, auf die sich Allworthys Neffe Hoffnungen macht, reißt dem Ziehvater die Geduld – er wirft Tom aus dem Haus. So macht sich der junge Mann auf den Weg. Seine Reise führt nicht nur über Stadt und Land, sondern auch durch sämtliche Schichten der vorviktorianischen Gesellschaft.
Der Erzähler geleitet den Leser nach allen Regeln der Fabulierkunst durch das Geschehen, erklärt, kommentiert und philosophiert, nicht ohne dann und wann – natürlich augenzwinkernd – den moralischen Zeigefinger zu heben. Immer wieder gerät Tom während seiner abenteuerlichen Fahrt auf Abwege, deren erotischer Einschlag zeitgenössische Kritiker aufbrachte. Doch selbst strauchelnd folgt Tom Jones stets dem Kompass seines guten Herzens.
Fielding skizziert seine Figuren mit einem satirischen Witz, der nicht nur in der englischen Literatur seinesgleichen sucht. Allen voran erobert der liebenswerte, keineswegs untadelige, aber unerhört sympathische Tom Jones bis heute spielend das Herz eines jeden Lesers. Die erste Neuübersetzung seit vierzig Jahren lässt das Werk in seiner ganzen Originalität und Raffinesse neu erstrahlen.