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Tom Jones: Die Geschichte eines Findlings
 
 
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Tom Jones: Die Geschichte eines Findlings [Gebundene Ausgabe]

Henry Fielding , Siegfried Lang
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 976 Seiten
  • Verlag: Artemis & Winkler; Auflage: 6., Aufl. (1. Januar 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3538053871
  • ISBN-13: 978-3538053878
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.002.502 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Henry Fielding
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gutsherr Allworthy findet einen Säugling und zieht den Jungen an Sohnes Statt auf. Der Findling – Tom Jones – wächst und gedeiht prächtig, in den Augen seines Ziehvaters mitunter sogar etwas zu prächtig. Als sich Tom in die Nachbarstochter verliebt, die Allworthys Neffen versprochen ist, verweist der Gutsherr Tom des Hauses. Der junge Mann macht sich auf nach London, wobei ihn seine Reise quer durchs Land und auch durch sämtliche Schichten der vorviktorianischen Gesellschaft führt. Auf Toms Suche nach sich selbst, seiner Herkunft und vor allem nach der großen Liebe erschließt sich ein wahres Panoptikum des 18. Jahrhunderts. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Henry Fielding (1707 - 1754), geboren in Somerset, ließ sich zunächst als Bühnenautor in London nieder. Mit späteren Prosawerken wurde er zum Wegbereiter des modernen Romans in der englischen Literatur.

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Held ohne Eigenschaften, 13. November 2007
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
In Henry Fieldings Roman entführt uns der Autor in die dekadente Welt des 18. Jahrhunderts.

Dem Gutsherrn Allwerth wird ein Säugling auf die Schwelle gelegt. Der großmütige Mann nimmt den Jungen auf und gibt ihm den Namen Tom Jones. Der Junge gedeiht prächtig mit seinem dankbaren Herzen. So stellt der Auto schließlich fest, dass Tom so liebenswert war und daher keine Feinde haben konnte, außer sich selbst. Doch die höchst menschlichen Schwächen des Helden nutzt der eifersüchtige Cousin für seine Zwecke und die Dummheit des jungen Jones tut das Übrige. Tom Jones verliert die Gunst seines Ziehvaters und zieht auch noch den Zorn des Nachbars auf sich, als er sich unsterblich in dessen Tochter verliebt.

So wird Tom Jones zu einem Heimatlosen. Bei seinem Ziel, die Gunst der Gesellschaft wieder zu erlangen, macht er so manche Bekanntschaft und gerät in delikate Situationen. Schließlich wird er sogar des Mordes beschuldigt und kommt ins Gefängnis. Doch endlich beginnen die Ereignisse eine höchst unerwartete und befriedigende Wendung zu nehmen.

Die Geschichte des jungen Findlings mit dem großen Herzen und der naiven Gesinnung wird mit großer Leichtigkeit und der nötigen Brise Ironie erzählt. Der Autor bringt seine eigene Person mit vielen Kommentaren ein. Er tritt für die Schwachen ein, entschärft kritische Momente, deckt Bosheiten auf und macht menschliche Stärke sichtbar.

Die menschliche Neigung vorschnell zu urteilen und Vorurteile zu pflegen wird ebenso offen dargestellt, wie klar gemacht wird, dass Tugendhaftigkeit mehr Schein als Sein ist. Vielleicht hat er deshalb eine so offensichtliche Vorliebe für seine Hauptperson. Er gönnt Tom Jones am Ende ein vollgeschütteltes Maß an Glück.
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine wahre Kostbarkeit, 3. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tom Jones: Die Geschichte eines Findlings (Gebundene Ausgabe)
Fangen wir damit an, daß dieses Buch seinen Preis wirklich wert ist: wunderschön gebunden liegt es in den Händen, auf elfenbeinfarbigem Dünndruckpapier durchwandern wir die Geschichte des Findelkindes Tom Jones. "Die kraftvolle Derbheit der Handlung, die humorvolle und lustspielhaft pointierende Darstellung sowie der hinreißende erzählerische Schwung werden in den Einleitungskapiteln der 18 Bücher des Romans kontrapunktisch abgelöst durch theoretische Exkurse, in denen der Autor über die Kunst und die Technik des Schreibens brillant meditiert." Treffender kann man es wirklich nicht ausdrücken. Man bekommt sogleich zu Beginn den Eindruck in der Stube des Erzählers zu sitzen und ein Gespräch mit ihm zu führen ÜBER seine Geschichte - er stellt Fragen, gibt Hinweise, klagt an und beschwichtigt. All das in einer durchaus verständlichen Sprache, wenn auch der Zeit angepasst. Die kurzen Kapitel wirken wie Gemälde, detailliert beschrieben, fließend und mitreißend.
Für Liebhaber schöner Bücher mehr als empfehlenswert und insbesondere als Geschenk eine wirklich gute Idee.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen gelehrte Satire und Gesellschaftsanalyse, 29. Oktober 2008
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tom Jones: Die Geschichte eines Findlings (Gebundene Ausgabe)
Tom Jones steht mit seinem Erscheinen im 18. Jahrhundert in der Tradition der großen erzählerischen Beiträge Englands zur Weltliteratur. Fieldings Werk steht auf der Höhe derer von Swift, Defoe sowie später Thackeray und Dickens und ist aus drei Gründen beachtenswürdig:

1. Vordergründig ist Tom Jones die abwechslungsreiche und trotz der unglaublichen Länge von nahezu 1000 Seiten nie langweilige Geschichte eines Findelkinds, das gegen alle Widerstände der Verwandten und der Gesellschaft am Ende die Tochter eines reichen Landjunkers heiratet.

Im Rahmen dieser Erzählung blättert Fielding aber die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts mit einer Präzision auf, dass dem Roman eine verblüffende Zeitlosigkeit zugestanden werden muss. Die Freiheiten des Adels, das Elend der Armen, aber auch die relativ wohlgeordnete Struktur eines trotz aller politischen Unwägbarkeiten funktionierenden Gemeinwesens werden dem Auge des Lesers dargeboten.

Der Autor kombiniert mühelos satirisch-derbe Züge mit Gesellschaftsanalyse und philosophischen Ausführungen und gibt seinen Figuren eine psychologische Tiefe, wie sie in der Weltliteratur nur selten zu finden ist.

Thackerays Romanuntertitel "Roman ohne Helden" würde auch auf diesen Roman passen, ist doch Fielding ein viel zu genauer Beobachter, als dass er seinen Protagonisten irgend etwas Heldenhaftes lassen würde. Er verstrickt sie meisterhaft in Intrigen, Verwicklungen und Abenteuer, die äußerst temporeich und wohl in erster Linie dem Unterhaltungswert geschuldet sind. Dabei bleibt keiner moralisch völlig sauber, aber dafür sind Fieldings Personen um so glaubwürdiger und tiefer.

2. Daneben ist dies aber auch ein äußerst gelehrter, um nicht zu sagen philosophischer Roman, was Fielding in all der Dramatik geschickt verpackt. Da Fielding offenbar äußerst belesen war und seine alten Griechen und Römer - wie etwa Homer, Vergil, Horaz und Ovid) genau kannte, sind diese Ausführungen auch heute noch weit gehend aktuell und äußerst vergnüglich zu lesen und auch geeignet, das Wissen des Autors staunend zu würdigen. Der Autor ist nicht nur ein großer Kenner der Antike, sondern auch ein großer Psychologe und Dialogschreiber.

Insgesamt ist diese Kombination aus erzählerischem Vermögen und psychologischer und philosophischer Fundiertheit eine ziemlich ungewöhnliche.

3. Der Roman besteht aus 18 "Büchern", von denen jedes wiederum mit einem Einführungskapitel versehen ist, in dem sich der Autor kenntnisreich über das Schreiben auslässt. Der Leser erhält somit auch noch eine kostenlose Theorie und Einführung in die Schriftstellerei, die von seltener Fundiertheit ist.

Einen Punkt muss ich aber abziehen, da es dem weisen Satiriker nicht gelingt, ein halbwegs akzeptables und dem Roman würdiges Ende hinzukriegen. Am Ende schüttet er das Füllhorn des Glücks in einem Maße über seine Protagonisten aus, dass es zwar der Glückseligkeit aller Beteiligten dient, aber dem intellektuell versierten Leser etwas peinlich ist. Ein Autor von den Geistesgaben Fieldings sollte ein etwas raffinierteres Ende hinbekommen haben können.
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