Der Roman des New Yorker Journalisten spielt sich im Milieu der amerikanischen Oberschicht ab. Er handelt von Börsenspekulanten, Medienunternehmern, Fernsehproduzenten, Computerfirmenbesitzern u.ä. Gezielt, manchmal boshaft, nimmt der Autor in seinem sehr breit angelegten Werk das Leben dieser sehr speziellen Klientel unter die Lupe. Und er weiß offenbar ziemlich genau, wovon er da schreibt. Als Leser wundere ich mich allerdings selbst manchmal, wie amerikanisiert ich offenbar schon bin, denn Vieles von dem, was man da liest, kommt einem aus den diversen Filmen und amerikanischen Medien sehr bekannt vor. Trotz dieser unbestreitbaren Nähe zu seinen Objekten, gelingt es dem Autor nicht, wirkliche Tiefe zu gewinnen. Der Roman ist zwar unterhaltsam, die Geschichte gewann für mich aber erst nach ungefähr 500 der über 700 Seiten an Schwung und wurde wenigstends etwas spannend. Dem Autor ist für mein Gefühl kein wirklich großes Werk gelungen, an vielen Stellen bleibt er zu seicht und die Charaktere vermitteln zu wenig Tiefgang und Persönlichkeit. Daher bleibt die Frage offen, ob sich die Investition an Zeit, die es kostet, diesen Wälzer durchzukauen, wirklich lohnt, oder ob es nicht besser wäre, diese Zeit z.B. in die Bibel, Solschenizyn, Tolkien o.ä. zu investieren. Ich tendiere nach der Lektüre eher zu Letzterem und empfehle daher dieses Buch nicht unbedingt weiter.