Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Natürlich 5 Sterne. Aber..., 27. Juli 2008
Endlich der neue Erikson! Wer die anderen Bücher von ihm nicht kennt, kann getrost diese Rezension links liegenlassen und sollte dieses Buch auch nicht kaufen.
Zur Handlung: Wie bei Erikson üblich, besteht dieses Buch aus mehreren Handlungssträngen, die sich am Schluß in einem wirklich erd- und welterschütternden Finale zusammenfinden. Cutter und seine Reisegefährten, inclusive Lady Spite, kommen in die Stadt Darujhistan, wo er versucht, wieder Fuß zu fassen. Er kommt dabei in Kontakt mit den restlichen Bridgeburnern, deren Taverne in Darjhuistan nicht gut läuft und die auf die harte Tour feststellen müssen, daß irgendjemand Attentäter auf sie angesetzt hat. Haben sie noch die Kraft für ein paar weitere Kämpfe in sich? Ebenfalls in der Stadt wird Harrlo, der durch Vergewaltigung gezeugte Sohn von Stonny Menackis geraubt und in eine Mine verkauft. Mappo Runt möchte wieder zu Icarium und bedient sich dabei der Dienste der Trygalle Trade Guild. Zusammen mit Gruntle, der dort angeheuert hat, kommt es zu einer wahren Höllenfahrt durch die unterschiedlichen Warren. In der Stadt Black Corall herrscht Anomander Rake, der Sohn der Dunkelheit. Einige seiner Tiste Andii machen nsich auf eine gefährliche Erkundungsfahrt zum sterbenden Gott. Ebenfalls in der Gegend nacht ein neugeborener Gott seine ersten Erfahrungen, und es ist mehr als fraglich, ob er diese überleben wird. Karsa Orlong trifft auf seiner Reise den mysteriösen Traveller (= Dassem Ulthor). Die Götter sind mal wieder dabei, ihren Pantheon zu begradigen. Ach ja: ein wichtiger Teil der Handlung spielt in einem Schwert. Ein Ochse kommt auch immer wieder vor.
Allein eine Auflistung der handelnden Personen und Ochsen, unter denen sich viele alte Bekannte wiederfinden, würde den Rahmen einer Rezension sprengen. Zum Schluß treffen sich aber alle irgendwie zum Showdown in Darujhistan, wo wichtige Köpfe rollen und die (Götter-)Welt unwiderruflich verändert wird. Man darf wirklich gespannt sein, wie diese Auswirkungen in den nächsten Bänden aufgegriffen werden.
Zum Schreibstil von Herrn Erikson gibt es nicht viel Neues zu sagen, auch wenn Teile der Geschichte wie von einem Erzähler vorgetragen werden. Die Dialoge, aus denen ein Großteil des Buches besteht, funkeln wie eh und je. Hier stehen banales häusliches Ungemach und tiefschürfende philosophische Erkenntnisse eng nebeneinander. Erikson führt Wachpersonal in seinen Motiven und Weltbildern genau so liebevoll aus wie Götter. Die Unterscheidung zwischen gut und böse ist bei Erikson ja eh sehr relativ.
Wie bereits erwähnt ist das Buch eher noch dialoglastiger als die Vorgänger, und es treten eher noch mehr unterschiedliche Personen auf. So braucht es 300 Seiten, bis die Personen überhaupt in Szene gesetzt sind. Das stellt auch einen Fan auf die Probe. Man erfährt aber immer mehr über die Welt und den Pantheon des Malanzanischen Imperiums und kann miterleben, wie sich bekannte und wichtige Charaktäre weiterentwickeln oder auch sterben. Ein bisschen mehr äußere Handlung hätte dem Buch aber nicht geschadet. Trotzdem allemal 5 Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erikson liefert mal wieder hohe Qualität, 18. September 2008
Ein absolutes Muß für Fans, aber wer die anderen Bücher gelesen hat wird dieses ohnehin kaufen, da man bei Erikson einfach nicht enttäuscht wird. Wer die anderen noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst tun!
Es gibt kaum eine Serie in diesem Umfang, bei der man wirklich den Eindruck hat, es stecke ein Plan dahinter, wie es hier der Fall ist. Bei der riesigen Anzahl von Handlungssträngen und Figuren, die Erikson wieder und wieder jongliert, ist es stets faszinierend, wenn diese aufeinandertreffen. Es wird oft sogar über mehrere Bücher darauf hingearbeitet, was teilweise etwas langatmig erscheinen kann. Der Schreibstil und Wortwitz mit dem dies geschieht ist aber einfach klasse und es gibt in jedem Buch zahlreiche Ereignisse, die in manch anderem Buch den Klimax darstellen würden. Langweilig wirds also nur selten und das Ende der Bücher ist immer fulminant.
Auch dieses Buch enttäusch mit seinem Ende nicht, ganz im Gegenteil. Wenn Erikson so weiter macht, frag ich mich was dann in den beiden kommenden, letzten Werken der Serie noch passieren soll um das zu toppen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Perfekte Tiefe, 17. Mai 2009
Sicherlich ist dieses Buch etwas langsamer als die Vorgängerbände in den ersten zwei Dritteln. Aber ist es bei Erikson nicht immer so gewesen? Er baut behutsam Strang für Strang auf, positioniert behutsam seine Schachfiguren und lässt dann alles in einem fulminaten, nicht enden wollenden Finale, von Höhepunkt zu Höhepunkt hasten. Dennoch, auch der Anfang und Mittelteil strotzen immer wieder nur so vor Action und man bekommt immer wieder einen kleinen Hass auf den Autoren, wenn Leute vom Schicksal getroffen werden, die man lieb gewonnen hat. Ja, in Anbetracht der Konvergenz all der mächtigen Personen wirken diese Schicksale von Harllo, Barathol & Chaur, Seerdomin, Murillio winzig, aber sie sind alle liebevoll gezeichnet und erreichen einfach ein Charakter-Niveau, das seinesgleichen in Sachen Fantasy sucht. Nahezu jeder der was weiß ich wievielen Personen findet eine Berechtigung.
Ich bin ein treuer Anhänger von George R.R. Martin und Steven Erikson, aber so langsam muss ich sagen, dass Erikson für meine Begriffe über Martin steht, was die beiden großen Buchreihen betrifft.
Vor allem frage ich mich, wie Erikson es schafft, solch eine Dichte in so kurzer Zeit zu schaffen, wo Martin Jahre für etwas halbgares wie "A Feast for Crows" (was ich dennoch äußerst lesenswert finde) braucht und jetzt schon wieder nur Werbnung für Comics macht.
Mitnichten ist hier irgendeine Seite langweilig oder zäh. Es werden für jede Person Hintergründe aufgebaut und erklärt. Man erfährt massenweise Antworten auf Fragen, die sich in den letzten 7 Bänden aufgebaut haben. Die Großen treffen sich letzten Endes und viele wissen gar nichts voneinander. Mehrere Personen verändern sich, glaubhaft. Es sterben sympathische Charaktere, aber fast alle finden eine Träne beim Leser.
Erikson schafft es, dass der Leser mitleidet, trotz all der Komplexität.
Ich will nichts spoilern, aber wie lange hat man darauf gewartet, dass bestimmte Personen aufeinandertreffen, was dann wohl geschähe. Man sieht die Szenerie vor sich, fühlt sich mittendrin und man würde genauso schweigend zusehen, wie Brood seinen Wagen durch die Straßen Darujhistans zieht.
Man will mehr ... man kann sich gar nicht vorstellen, dass diese Reihe nach weiteren 2 Bänden wirklich komplett ist.
Aber die große Geschichte geht weiter. Ich freue mich auf Ende August und Band 9.
"And the Hammer came down"
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