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Tolkiens Erbe [Taschenbuch]

Erik Simon , Friedel Wahren
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

2001
Mit seinem Epos »Der Herr der Ringe« verhalf J. R. R. Tolkien der Fantasy zu einem beispiellosen Siegeszug. Der Autor des »Buches des Jahrhunderts« inspirierte unzählige Schriftsteller immer wieder aufs Neue. Zwölf Großmeister der Fantasy, Zeitgenossen und Erben Tolkiens, haben zu diesem Buch beigetragen. Es enthält phantastische Abenteuer, magische Märchen und skurrile Geschichten von Lord Dunsany, Stephen R. Donaldson, Michael Moorcock, Ursula K. Le Guin, Terry Pratchett und sieben anderen Kultautoren.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Heyne (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453196228
  • ISBN-13: 978-3453196223
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.322.619 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tolkiens Erbe ist eine absolut empfehlens- und unbedingt lesenwerte Anthologie ausgesuchter Kleinode der Fantasy-Literatur. Die Herausgeber Erik Simon und Friedel Wahren haben ihre Sammlung den Zeitgenossen, Erben und respektlosen Enkeln Tolkiens gewidmet, der mit seinem Epos Der Herr der Ringe das Fantasy-Genre zwar nicht begründet, aber zu ungeahnter Popularität und Massenwirkung geführt hat. Leider wird mit dem Namen Tolkien für viele Fantasy-Romane geworben, die ihrem Vorbild nicht gerecht werden, so dass der Vergleich meist als Warnung dienen sollte. Davon kann bei den hier versammelten Autoren nicht die Rede sein, da sie zu den Besten ihres Faches gehören und die Auswahl für Einsteiger und Kenner der Fantasy-Literatur gleichermaßen zu empfehlen ist.

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt und beginnt mit zwei Zeitgenossen, Lord Dunsany und E.R. Eddison. Für manchen Geschmack vielleicht etwas altmodisch, aber gerade Dunsay ist nicht ohne Einfluss auf Tolkien geblieben. Der zweite und umfangreichste Abschnitt ist den Erben gewidmet, wobei die ausgewählten Autoren nur das Kriterium eint, zeitlich nach Tolkien Fantasy vom Feinsten verfasst zu haben. Dies soll jedoch der Schaden des Lesers nicht sein! Vertreten sind u.a. Stephen R. Donaldson (Thomas Convenant, der Zweifler) und Michael Moorcock (Elric von Melniboné), beides eher Vertreter einer düsteren Fantasy, die für manchen Tolkien-Fan gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall entdeckenswert sind, sowie Jack Vance oder Tanith Lee. Hier geht es um Hexer, einsame Schwertkämpfer, magische Welten, gute und böse Zauberkunst und Drachen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Nur herein ins Reich der Fantasie!

Unter der Überschrift "Tollkühnheiten" sind die parodistischen Elemente der modernen Fantasy versammelt. Qualitativ etwas aus dem Rahmen fällt das Kapitel aus "Der Herr der Augenringe", das zwar äußerst spaßig zu lesen ist, aber literarischen Ansprüchen nicht unbedingt gerecht wird. Da sei Fans dieser Lesart eher Terry Pratchett wärmstens ans Herz gelegt, der mit einem Kapitel aus seinem ersten Scheibenwelt-Roman Die Farben der Magie vertreten ist. Puristen des Genres sollten hier vielleicht lieber weiterblättern -- allen anderen ist Hochgenuss gewiss!

Bei soviel Liebe zum Genre verzeiht man den Herausgebern gern auch die ein oder andere Ungenauigkeit. So sprechen sie in der Vorbemerkung von Elfen, obwohl Tolkien diesen Begriff eindeutig ablehnte, um seine Elben von den kleinen geflügelten Wesen zu unterscheiden. Von Ursula K. LeGuins Erdsee-Saga liegen inzwischen bereits sechs Bände vor, die Erzählung Drachenkind ist auch in Die Archive von Erdsee enthalten. Eine der wenigen Fantasy-Reihen, die sich im Übrigen zurecht mit Tolkien vergleichen darf. Kann man den Autoren da wirklich übel nehmen, dass ihre im Zuge der Peter-Jackson-Verfilmung erschienene Anthologie auf der Tolkien-Welle mitschwimmt? Dieser kleine, aber äußerst werbewirksame Kniff sei ihnen verziehen, denn der Band ist in jedem Regal bestens aufgehoben und seine Leser wert. --Birgit Schwenger

Über den Autor

Erik Simon, Jahrgang 1950, überzeugter Dresdner und Diplomphysiker, hat sein Hobby zum Beruf gemacht und wirdmet sich der phantastischen Literatur als Übersetzer, Lektor und preisgekrönter Autor.

Friedel Wahren, geboren 1941, war nach einem Studium generale Fahnenredakteurin der »Großen Brockhaus Enzyklopädie« und Chefredakteurin der Comic-Zeitschrift »Fix und Foxi«. Danach arbeitete sie zwei Jahrzehnte lang als Lektorin der Reihe »Heyne Fantasy«. Sie gab mehrere Fantasy-Anthologien sowie 36 Ausgaben des »Asimov Magazins« heraus und ist seit 2002 Lektorin der Reihe Piper Fantasy. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

3.0 von 5 Sternen
3.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erbschleicherei 24. Oktober 2007
Format:Taschenbuch
Warum nur musste der Verlag (erst Heyne, jetzt Piper) versuchen, diese Anthologie auf der Tolkien-Welle zu verkaufen? Damit wurde lediglich erreicht, dass der Band Tolkiens Lesern in die Hände fällt, die ihn aufschlagen und enttäuscht feststellen, dass er keine einzige Zeile aus der Feder des Meisters enthält.

Nein, so geht's einfach nicht. Mit einem vernünftigen Titel (ohne das T-Wort) böte diese Anthologie einen gut brauchbaren Überblick für Leser, die sich mit dem Gedanken tragen, in die Fantasy vor, neben und jenseits von Tolkien einzusteigen. Brauchbar, obwohl sämtliche Beiträge bereits in Deutschland erschienen sind (mit Ausnahme von Esther M. Friesners "Grausputz", glaube ich). Viele der Bände, aus denen die Beiträge stammen, sind jedoch momentan vergriffen und höchstens im Antiquariat erhältlich. Wer also kein langjähriger Leser und Sammler von Fantasy ist, dem sei zu diesem Band geraten.

Das Vorwort von Erik Simon und Friedel Wahren, den Herausgebern, ist nicht ganz so überflüssig, wie es die Vorwörter solcher Anthologien normalerweise sind, andererseits aber auch nicht wirklich notwendig. Der Inhalt von "Tolkiens Erbe" ist dreigegliedert, wobei der erste Teil Tolkiens Zeitgenossen, der zweite Teil seinen Erben und der dritte Teil den Tollkühnheiten, also den Parodien, gewidmet ist. Diese Einteilung ist im Grunde ebenso unpassend wie der Titel, aber was soll's.

Es geht los mit Lord Dunsanys "Die Zwingburg so keiner bezwingt denn Sacnoth das Schwert" (jawoll, richtig gelesen!).
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht gerade ein Hit!!! 26. Dezember 2002
Format:Taschenbuch
Ich muss zu geben, dass es ziemlich schwer ist, dieses Buch zu bewerten, da es aus meheren Fantasiegeschichten, von verschiedenen Autoren zusammen gesetzt ist.
Das Buch besteht aus insgesammt 12 Geschichten, es gibt aber nur wenige, die richtig gut sind. Einige Geschichten sind noch nicht mal 10 Seiten lang und wer gerne liest, weiß, dass 10 Seiten lange nicht reichen, um sich zum Beispiel in die Hauptperson des Buches zu versetzen. Zu dem kann man in sowenigen Seiten auch nur schwer eine Handelung aufbauen, die den Leser in seinen Bann zieht.
Natürlich gibt es in dem Buch auch Geschichten, die deutlich länger sind und einige sind auch wirklich gut und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, aber eigentlich ist es eine Schande, das Buch "Tolkiens Erben" zu nennen.
Die Geschichten kommen in keinster Weise den Büchern von Tolkien nahe, einige Geschichten hätte ich beinahe nicht durch gekriegt, weil sie einfach total verwirrend oder zum Einschlafen langweilig waren.

Also meiner Meinung nach, gibt es deutlich bessere fantasie Autoren, die eher mit Tolkien mit halten können.
Trotzdem bekommt das Buch von mir 3 Sterne, weil es, wie schon gesagt, doch einige sehr lesenswerte Geschichten gibt.

Nicht unbedingt ein Muss, aber mal etwas anderes.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wider besseren Wissens.... 19. Februar 2002
Von AKD
Format:Taschenbuch
.... habe ich mir dieses Buch geholt in einem Überschwang der Gefühle, ausgelöst durch Filmstart von "Herr der Ringe". Ich hatte mir erhofft schöne Geschichten aus Mittelerde zu lesen (es sind ja auch einige namenhafte Autoren dabei - Prachett, Moorcock und Le Guin), bin aber enttäuscht worden. Mittelerde und Geschichten darüber sollten nicht angerührt werden. Tolkien ist und bleibt der Einzige der den Zauber dieser Welt entstehen lassen kann. Wie auch bei anderen solchen Büchern (z.B. "Die Rückkehr des weissen Wolfes" über Moorcocks Helden) fällt es auch hier den anderen Autoren schwer sich in diese Welt hineinzuversetzen beim schreiben. Die Geschichten haben zum Teil auch einen sehr gewöhnungsbedrüftigen Stil, wie die der beiden Zeitgenossen (Lord Dunsany und Eddison). Es ist kein Buch, das man als Tolkien-Fan lesen muss. Die Geschichten könnten fast alle auch ähnlich auf anderen Welten stattfinden...
Trotzdem 3 Sterne, da es sich eignet einen Eindruck über den Schreib- und Erzählstil anderer Fantasyautoren zu gewinnen und zu sehen welchen man sich einmal näher anschauen möchte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolkien bleibt unerrreicht 20. Juni 2004
Format:Taschenbuch
Zwölf Geschichten verschiedener Autoren werden in diesem Buch in Zusammenhang zu Tolkiens Werken gebracht. In drei Themenkreisen sind sie zusammengefasst: Fantasy-Geschichten von Zeitgenossen Tolkiens, Autoren, die auf dem eröffneten Weg Tolkiens wandeln, und schliesslich Parodien auf derartige Fantasy-Erzählungen.
Im Gesamten haben die Geschichten mit mittelalterlichen Mythen und Sagen mehr zu tun als mit Tolkiens Werken. Die Autoren verwenden bekannte Gestalten (Drachen, Hexen, Basilisken, Zauberer), während Tolkien neue Wesen erschaffen hat. Am besten hat mir <Tochter der Könige> von Stephen R. Donaldson gefallen. Diese Geschichte besticht nicht nur durch die verstrickte Intrige, die bis zum Ende spannend bleibt. Interessant ist auch die Erzählung aus der Perspektive der Hauptfigur.
Zusammengefasst ist dieses Buch eine leichte - bei manchen Geschichten etwas enttäuschende - Lektüre aus dem Fantasy-Millieu, aber weit entfernt von Tolkiens Qualitäten.
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