| ||||||||||||
Produktinformation
|
Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt und beginnt mit zwei Zeitgenossen, Lord Dunsany und E.R. Eddison. Für manchen Geschmack vielleicht etwas altmodisch, aber gerade Dunsay ist nicht ohne Einfluss auf Tolkien geblieben. Der zweite und umfangreichste Abschnitt ist den Erben gewidmet, wobei die ausgewählten Autoren nur das Kriterium eint, zeitlich nach Tolkien Fantasy vom Feinsten verfasst zu haben. Dies soll jedoch der Schaden des Lesers nicht sein! Vertreten sind u.a. Stephen R. Donaldson (Thomas Convenant, der Zweifler) und Michael Moorcock (Elric von Melniboné), beides eher Vertreter einer düsteren Fantasy, die für manchen Tolkien-Fan gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall entdeckenswert sind, sowie Jack Vance oder Tanith Lee. Hier geht es um Hexer, einsame Schwertkämpfer, magische Welten, gute und böse Zauberkunst und Drachen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Nur herein ins Reich der Fantasie!
Unter der Überschrift "Tollkühnheiten" sind die parodistischen Elemente der modernen Fantasy versammelt. Qualitativ etwas aus dem Rahmen fällt das Kapitel aus "Der Herr der Augenringe", das zwar äußerst spaßig zu lesen ist, aber literarischen Ansprüchen nicht unbedingt gerecht wird. Da sei Fans dieser Lesart eher Terry Pratchett wärmstens ans Herz gelegt, der mit einem Kapitel aus seinem ersten Scheibenwelt-Roman Die Farben der Magie vertreten ist. Puristen des Genres sollten hier vielleicht lieber weiterblättern -- allen anderen ist Hochgenuss gewiss!
Bei soviel Liebe zum Genre verzeiht man den Herausgebern gern auch die ein oder andere Ungenauigkeit. So sprechen sie in der Vorbemerkung von Elfen, obwohl Tolkien diesen Begriff eindeutig ablehnte, um seine Elben von den kleinen geflügelten Wesen zu unterscheiden. Von Ursula K. LeGuins Erdsee-Saga liegen inzwischen bereits sechs Bände vor, die Erzählung Drachenkind ist auch in Die Archive von Erdsee enthalten. Eine der wenigen Fantasy-Reihen, die sich im Übrigen zurecht mit Tolkien vergleichen darf. Kann man den Autoren da wirklich übel nehmen, dass ihre im Zuge der Peter-Jackson-Verfilmung erschienene Anthologie auf der Tolkien-Welle mitschwimmt? Dieser kleine, aber äußerst werbewirksame Kniff sei ihnen verziehen, denn der Band ist in jedem Regal bestens aufgehoben und seine Leser wert. --Birgit Schwenger
Also meiner Meinung nach, gibt es deutlich bessere fantasie Autoren, die eher mit Tolkien mit halten können.
Trotzdem bekommt das Buch von mir 3 Sterne, weil es, wie schon gesagt, doch einige sehr lesenswerte Geschichten gibt.
Nicht unbedingt ein Muss, aber mal etwas anderes.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|