Es sind inzwischen drei bis fünf Tage nach dem großen Erdbeben von Tokyo vergangen und nach einer sehr beschwerlichen Reise haben Jin, Nanako und die zugekommene Rika endlich Shibuya erreicht und hoffen dort auf entsprechende Hilfe. Doch die ganzen Schreckensszenen sind zu viel für Jin und im Fieber bricht er schließlich zusammen. Nanako und Rika bekommen freundliche Unterstützung von einer Gruppe amerikanischer Einwanderer, doch noch wird ihnen nicht bewusst, welche Gefahren eigentlich auf sie lauern. Frauen drohen überall überfallen und vergewaltigt zu werden, religiöse Sekten versuchen die Lage der Verzweifelten für sich zu nutzen und als es schließlich heißt, Japan sei entgültig dem Untergang geweiht, bricht Massenpanik aus und Shibuya verwandelt sich in einen Ort des Grauens. Mord, Raub, Brandstiftung, Vergewaltigung stehen auf der Tagesordnung und eine Gruppe mutiger junger Frauen und eine Bürgerwehr, bestehend aus alteingesessenen Senioren, kämpfen sich durch das Chaos und im Verkaufszentrum 009 kommt es schließlich zum finalen Kampf bevor es endgültig vorbei ist.
Tokyo Inferno ist eine sehr realistisch gestaltete Story mit interessanten Hintergrundinformationen und viele der im Buch beschriebenen Szenen sind sehr gute Beispiele, was alles passieren kann und wie man sich gegen die Gefahren während und nach des Erdbebens am Leben halten kann. Dem Leser stehen also viele hilfreiche Rechercheergebnisse zur Verfügung und ich muss immer wieder staunen, wie einfach man Katastrophen vorbeugen kann (Jetzt nicht das Erdbeben selbst sondern u.a. auch für Frauen oder anfällige Menschen für Sekten). Die Geschichte ist herzergreifend und fesselnd und ich alter Schnell-Leser hatte das Buch in knapp zwei Stunden durch und konnte mich gar nicht mehr davon lösen. Wer schon Teil 1 begeistert war, der wird hier nicht enttäuscht sein und hier findet die Geschichte im zweiten Band ihr Ende. Ein Happy End? Na das will ich mal nicht verraten.