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Together Through Life
 
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Together Through Life

Bob Dylan Audio CD
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eigentlich hatte man erwartet, dass Dylan mit Album Nummer 46 weitermacht in der Richtung die seine letzen beiden Alben Love & Theft und Modern Times vorgaben: Zeitlose, souveräne Blues- und Folk-Songs wie aus der Prä-Rock&Roll-Ära. Ein Bruch ist Together Through Life nun nicht geworden, aber Dylan setzt viele überraschende neue Akzente: Da sind die prägnanten Texmex-Klänge mit dem Akkordeon David Hidalgos von Los Lobos und die ganze Grundstimmung des Albums - man fühlt sich wie auf einer Reise an der mexikanischen Grenze entlang, mit Dylan, Robert Johnson und Tom Waits als Reisepartner. Neu auch, dass die Songs vom Grateful-Dead-Songschreiber Robert Hunter mitverfasst wurden. Und vor allem: Die Songs treffen noch viel stärker ins Herz als auf den letzen beiden Alben - dort wo sich beim Hören auf Modern Times Ehrfurcht und Hochachtung einstellten fließt bei Together Through Life Herzblut.

Ein fantastisches Album - ob Together Through Life nun "das Beste, Schönste und Größte, was der Meister in den letzten dreißig Jahren seinem Publikum ausgeliefert hat" (Süddeutsche Zeitung) ist oder einfach nur ein Werk, das mit Alben wie Oh Mercy und Time Out Of Mind, den großen Dylan-Werken der 80er und 90er, auf einer Stufe steht ist dabei an sich gleichgültig. -- Hanno Güntsch

motor.de

Blues reinsten Quellwassers bestimmte zuletzt das musikalische Oeuvre Bob Dylans. Nach zehn Jahren scheint sich der Anachronist daran abgearbeitet zu haben und vermischt auf seinem neuen Album "Together Through Life" TexMex und Americana. Zeitenwende? Epilog? Oder nur ein cleverer Schachzug?

Zwar schrieb Ex-Beatle Paul McCartney den famosen Song "The Long And Winding Road", einem anderen schien er aber wie auf den Leib geschneidert: Vor knapp zwanzig Jahren versankt Bob Dylan in der Bedeutungslosigkeit und wer ihm die Stange hielt, galt entweder als Ewiggestriger oder taub auf beiden Ohren. Der ehemals begnadete Songwriter verkraftete die Achtziger ebenso wenig wie viele seiner Kollegen und weigerte sich mit Kräften, irgendwelchen Trends zu folgen - egal ob es sich um Aufnahme- oder Gesangstechnik handelte. Stattdessen nahm er zwei dubiose Coveralben auf, die er Anfang der Neunziger unter Ausschluss der Öffentlichkeit herausbrachte.

Doch sowohl "Good As I Been To You" (1992), als auch "World Gone Wrong" (1993) gaben ihm ungeahnte Kreativitätsschübe und selbst heute rätseln eine Reihe Musikwissenschaftler, ob seine Interpretationen uralter amerikanischer Folk-Songs das eigentliche Comeback von His Bobness darstellen. Welches offiziell erst mit "Time Out Of Mind" von 1997 eintrat: Jener düsteren Kontemplation, die in elf erschütternden Tiraden das Gesamtwerk von Kierkegaard und Schopenhauer umfasste. Anschließend widmete sich Dylan dem Blues und wurde zu der Ikone, die selbst Spätgeborene verehren.

Als Anfang des Jahres das Gerücht die Runde machte, "Seine Unantastbarkeit" sei im Studio zu Gange, kursierten in Foren, Blogs und auf diversen Fan-Pages die wildesten Gerüchte: Wird es eine Fortsetzung des 2006 erschienenen "Modern Times"? Präsentiert sich Dylan wieder als Kulturkritiker und prangert die Postmoderne an? Erstaunlicherweise ist "Together Through Life" nichts von alledem, denn schon das Cover - ein Foto von einem über den Highway brausenden Truck mit einem wild knutschenden Pärchen, geschossen vom Magnum-Fotografen Bruce Davidson - verwundert und treibt sämtliche Spekulationen in eine andere Richtung: Glaubt der Schwarzseher wider Willen plötzlich an die Liebe?

Ganz so abwegig ist der Gedanke nicht, denn im Opener heißt es: "I love you pretty baby/ You're the only love I've ever known/ Just as long as you stay with me/ The whole world is my throne". Eine Liebes-Hommage der rohen und desillusionierenden Art, denn kurz vor Schluss revidiert Dylan trocken: "Beyond here lies nothing/ Nothing we can call our own". Und doch bringt dieser Song eine ungewohnte Spielfreude mit sich - Akkordeon, Violinen und gelegentliche Trompeten erschaffen einen ungewohnt ruppigen Sound. Der auch die nachfolgenden Stücke prägt - welche sich allesamt der Liebe, der Verführung und der Erinnerung widmen. Nichts wirklich Neues und trotzdem hätten die wenigsten ein Trinkerlied wie "Shake Shake Mama" vom 67-jährigen Bob Dylan erwartet.

Als wolle er den Fuß nicht vom Gas nehmen, präsentiert sich selbst die herzzerreißende Ballade "I Feel A Change Comin' On" getrieben und rastlos. Völlig überraschend singt Dylan sogar! Zuletzt schien seine Stimme in eine Art Sprechgesang versunken und nun wagt er sich zum ersten Mal seit gefühlten zwei Dekaden zurück zur Melodie. "Some people they tell me/ I've got the blood of the land in my voice", bekräftigt das Stück und lässt den Eindruck entstehen, hier zimmere jemand sein eigenes Denkmal. Eine erneute Fehleinschätzung: "Everybody got all the flowers/ I don't have one single rose".

Ja, es ist Bob Dylan in Reinform, der auf "Together Through Life" zehn Songs entwirft, die genauso aus der Zeit fallen, wie sie großartiger nicht sein könnten. Er muss niemanden mehr etwas beweisen, den Aufrechten Gang haben wir längst verlernt. Ob es jedoch wirklich eine Sommerplatte ist, wie viele Magazine behaupten, wird sich in den kommenden Monaten herausstellen.

Eigentlich egal, denn sein 33tes Studioalbum ist ein philosophisches Meisterwerk: Es katapultiert Dylan - getreu seines antizyklischen Songwritings - in bislang ungeahnte Sphären. Together through life, indeed!

Kurzbeschreibung

Together Through Life ist Bob Dylans 46. Album-Veröffentlichung und der Follow-Up zu „Modern Times”, das sich im Jahre 2006 an die Spitze der US Billboard Charts setzte und in den Vereinigten Staaten mit über einer Million verkaufter Einheiten Platinstatus erreichte. Auch in sieben weiteren Ländern erreichte Modern Times Platz eins der Charts, in 22 Ländern gab es eine Top-5-Platzierung. In Deutschland konnte das Album auf Platz 2 in die Albumcharts einsteigen und erreichte bereits nach kurzer Zeit den Gold-Status

Dylans letzten drei Alben wurden weltweit gefeiert und zählen zu den besten seiner langen Karriere. Time Out Of Mind (1997), Love And Theft (2001) und Modern Times (2006) waren nicht nur kommerziell extrem erfolgreich, sondern erhielten auch hervorragende Kritiken und wurden vielfach ausgezeichnet. So erhielt das US-Platin-Album Time Out Of Mind gleich mehrere Grammy-Awards, darunter „Album des Jahres“. Love And Theft, das ebenfalls die Platingrenze überschritt, erhielt diverse Grammy-Nominierungen und konnte sich in der Kategorie „Best Contemporary Folk Album“ durchsetzen. Modern Times wurde gar zu einem der erfolgreichsten Alben seiner Karriere, verkaufte sich weltweit bis dato mehr als 2,5 Millionen Mal und wurde mit zwei Grammys ausgezeichnet.

kulturnews.de

Schnell geschrieben, schnell eingespielt, schnell veröffentlicht: "Together through Life" war fast so fix im Kasten wie seine Alben in den 60ern. Entsprechend unangestrengt klingt das alles, was der seit Jahren im Traditionsschürfen bewanderte Altmeister Dylan hier abliefert. Dank David Hidalgos sehr perkussiv eingesetztem Akkordeon gewinnt das Ganze viel Texmexflair; mit Mike Campbells genreübergreifender E-Gitarre verschmilzt die Ziehharmonika bisweilen zu einem Reigen, in dem sich Dylans Liebeslieder wie zu Hause fühlen. Lieder über die Liebe ziehen sich seit Jahrzehnten durch Dylans Werk, doch nie wurde dieses Gefühl mit solch existenzieller Bedeutung aufgeladen wie im Spätherbst seiner Karriere. Die Songs von "Together through Life" vermitteln die Liebe geradezu als Sinn des Lebens, als Erfüllung im Hier und Jetzt, die nicht mehr zu warten braucht auf die Schimäre eines Jenseits. Manches romantische Motiv von Dylans aktueller Lyrik lässt sich sogar zurückverfolgen bis in seine Anfänge. Im Song "If you ever go to Houston" fungiert der Ich-Erzähler als Auftraggeber, der einem Reisenden Botschaften mit auf den Weg gibt, und das war schon 1963 so, bei seinem vielleicht schönsten Liebespoem überhaupt, "Girl from the North Country". Damals ließ er eine Jugendliebe wehmütig grüßen, und beim 1973er "If you see her, say hello" wiederholte und variierte er das Muster. Hier aber war das lyrische Ich ein verzweifeltes, das insgeheim hoffte, die Ex zurückzugewinnen. Es ist erhellend, solchen vertikalen Querverbindungen in Dylans Werk auf die Spur zu kommen. Und es ist erhebend, den großen Alten so beschwingt zu erleben wie auf diesem Album. "Shake shake Mama" etwa ist ein Rhythm'n Blues mit brünstiger, fast "Blonde on blonde"-artiger Orgel, die Gitarren schrubben Standardriffs dazu, und der Drummer kloppt die Felle so cool wie Charlie Watts. Ein wenig in die Irre führt uns Dylan auch, wie es sich gehört. Wer zum Beispiel denkt bei einem Songtitel wie "I feel a Change's comin' on" nicht an Obama? Romantische Protestsongnostalgiker, die unverdrossen auf poltische Statements Dylans hoffen, zucken bei einem "Change" natürlich erregt zusammen. Doch auch dieser Song ist ein Liebeslied. "Life is for love", raunzt er, ein Schaben über Schmirgelpapier. Und einmal gluckst er sogar am Ende einer Zeile - gute Laune vom alten Grummelkopf, auch mal was Neues. Und wenn mal Politiker vorkommen wie im flotten Blues "It's all good" ("Big polititians tellin' lies"), dann tut er ihr Fehlverhalten verschmitzt ab: "it's hard to believe/but it's all good" - eine kleine sarkastische Falle für die Politjünger unter seinen Fans. Es gibt auf diesem Album die beschwingtesten Momente seit "New Morning" von 1970 ("This Dream of you", "If you ever go to Houston"), und Dylans zerschredderte Stimme ist sogar noch in der Lage, Melodieverläufe akkurat nachzuvollziehen. Verblüffende Erkenntnisse, die auch dieses Dylan-Album wieder zu etwas Besonderem machen. (mw)

Produktbeschreibungen

1-Beyond Here Lies Nothin' 2-Life Is Hard 3-My Wife's Home Town 4-If You Ever Go To Houston 5-Forgetful Heart 6-Jolene 7-This Dream Of You 8-Shake Shake Mama 9-I Feel A Change Comin'On 10-It's All Good (2009/SONY) 10 tracks (2009/SONY) 10 tracks
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