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Ein fantastisches Album - ob Together Through Life nun "das Beste, Schönste und Größte, was der Meister in den letzten dreißig Jahren seinem Publikum ausgeliefert hat" (Süddeutsche Zeitung) ist oder einfach nur ein Werk, das mit Alben wie Oh Mercy und Time Out Of Mind, den großen Dylan-Werken der 80er und 90er, auf einer Stufe steht ist dabei an sich gleichgültig. -- Hanno Güntsch
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gut, aber diesmal kein Meisterwerk,
Von
Rezension bezieht sich auf: Together Through Life (Audio CD)
Nachdem das Album nun schon eine Weile auf dem Markt ist, denke ich, es auch mehr oder weniger treffend rezensieren zu können. Habe die Erfahrung gemacht, dass Impuls-Rezensionen gleich nach dem ersten oder zweiten Hören selten ihre Gültigkeit verlieren.Aber bevor's zum Album geht, muss ich doch meiner Verwunderung über so manche Kritik Ausdruck verleihen: Man liest öfter etwas wie "kannte Dylan von früher" und "klingt ja heute ganz anders, gefällt mir nicht" o.ä. Natürlich, jedem seine Meinung. Aber wenn jemand Dylan und seine Musik vielleicht seit Jahrzehnten aus den Augen bzw. Ohren verloren hat, dann findet er sicher nur schwer Zugang zu "Together through life". Evtl. erwarten ja manche immer noch einen jungen Sänger, der - nur mit Gitarre und Mundharmonika begleitet - seine Protestsongs zum besten gibt. Wer abgetarkelte Stars oder One-Hit-Wonder hören will, die ihre über 40 Jahre alten Playbacks "singen", der ist wohl in diversen Chart-Shows auf den einschlägigen Sendern besser aufgehoben. Doch zum Album: Ich finde die drei Vorgänger ("Modern Times" 2006, "Love & Theft" 2001 und "Time Out Of Mind" 1997) auch allesamt besser. Gegen diese 5-Sterne-Meisterwerke fällt "Together Through Life" doch ein wenig ab. Während auf ebengenannten jeweils gleich mehrere gandiose Songs zu finden waren ("Workingman's Blues No.2", "Ain't talkin'"; "High Water", "Mississippi"; "Not dark yet", "Love sick" und viele mehr) fehlen mir hier DER oder DIE absoluten Übersongs. Natürlich sind die Lieder schön, das Album insgesamt homogen; besonders überzeugend der Opener "Beyond here lies nothin'", das etwas an "Ain't talkin'" erinnernde "Forgetful heart", mein persönlicher Favourite "This dream of you" und vor allem "I feel a change comin' on", das trotz des "verdächtigen" Titels natürlich kein Aufspringen auf den Zug der Obama-Manie zum Inhalt hat (wäre es bei Neil Young vielleicht gewesen ...). Größter Minuspunks des Albums sind für mich die bluesigen Stücke. Vielleicht vom Opener abgesehen fehlen es "Jolene" und Shake shake Mama" einfach am Drive, um sich mit Songs wie etwa "Lonesome Day Blues" oder messen zu können, was womöglich auch am stets präsentenAkkordeon liegt, der den Songs in meiner Meinung bisweilen den nötigen Biss nimmt. Nichtsdestotrotz gefallen mir auch die beiden recht gut und werden wohl, wie es bei fast allen Dylan-Songs der Fall ist, erst in der Live-Version richtig zur Geltung kommen. Alles in allem aber ein gutes Album. Zwar (für die letzten Jahre untypisch) mal kein Meisterwerk, aber ein gutes Album, dem man ein wenig Zeit zum Reinhören zugestehen sollte. Wenn sich die Rezensionen zu "Together Through Life" irgendwann bei 4 Sternen eingependelt haben, ist das Album absolut treffend bewertet! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Großartiges Album, mäßige Ltd. Edition,
Von
Rezension bezieht sich auf: Together Through Life (Deluxe Edition inkl. Bonus-CD + Bonus-DVD) (Audio CD)
Eines ist bereits jetzt klar: Dieses Album vom Altmeister des Rock n' Roll war die Überraschung des ersten Halbjahres 2009 schlechthin. Kurzerhand entschied sich das Management den ursprünglich im Herbst geplanten Release auf den 24. April vorzuverlegen. Die Tatsache, dass die große Europatournee zu der Zeit im vollen Gange ist, schien ein positiver Begleitfaktor zu sein.Wiedermal schlug Dylan musikalisch eine nahezu komplette Kehrtwende ein: Der Blues und Rock n' Roll des Vorgängers ist gewichen und nun erwarten den Hörer eine geballte Ladung von rauen, ungeschliffenen Country-Lovesongs - größtenteils dominiert von David Hildagos Akkordeon Spiel, das einen irgendwo in ein mexikanisches Wüstenkaff versetzt, wo man mit einem Tequilla in der Hand über die Irrungen und Wirrungen der Liebe nachdenken kann. Insgesamt geht es auf dem Album etwas ruhiger zu, die langsamen Balladen behalten durchgehend die Oberhand, nur hier und da findet sich mal ein standard Shuffle (Wie im Opener "Beyond here lies nothing") oder ein kleiner, treibender Blues ("Jolene"). Textlich bleibt Dylan kritisch wie eh und je: Der erhobene Zeigefinger ist es nicht mehr, doch er wird nicht müde aufzulisten, was in der Welt alles nicht so richtig läuft. Sogar die globale Wirtschaftskrise findet ihren Platz im zynischen "My Wife's Hometown" ("State gone broke, the country's dry/Don't be lookin' at me with that evil eye"). Inspiration fand er zu dem Album, als er für den Filmemacher Olivier Dahan die düstere Ballade "Life is hard" schrieb, kurz darauf nahm er mit seiner aktuellen Tour-Band circa 30 neue Songs auf; und 10 davon präsentiert er in diesem Album. Einen Vergleich zu "Modern Times" zu ziehen wäre nutzlos und auch unangebracht, da es stilistisch zu große Differenzen gibt, niemand hätte so ein Album zu diesem Zeitpunkt erwartet, doch das ist der Grund, warum Bob Dylans Musik auch nach dem 33. Studio Album immer noch ihren Reiz hat. "Togehter through Life ist definitiv eines der besten Alben des gesamten Jahres und zeugt weiterhin von Dylans musikalischer und textlicher Raffinesse. Besonderheiten der Deluxe Edition: Positiv ist anzumerken, dass sie eine DVD mit einem spannenden und aufschlussreichen Interview enthält und eine weitere Folge der berühmten Theme Time Radio Hour mit Bob Dylan, diesmal geht es um "Friends & Neighbors" , also um Freunde und Nachbarn und wie diese unser alltägliches Leben beeinflussen. Die Theme Time Radio Hour wurde schon oft von Bob Dylan moderiert. Es ist eine einstündige Radiosendung die sich immer einem bestimmten Thema widmet, die Songauswahl liegt dabei ganz in der Hand des Moderators. Desweitern beinhaltet der schmucke Pappschuber ein Poster des Covers in ca. 36x36 cm. Zu bemängeln ist, dass es keine B-Sides mit auf die Limited Edition geschafft haben, obwohl Dylan in einem Interview angab, dass bei den Sessions für das Album rund 30 Songs entstanden sein, leider jedoch schien es dem Managemant unangebracht einige der restlichen Songs auf einer Bonus CD zu veröffentlichen. Aber wofür gibt es die Bootleg Serie? Wegen den fehlenden Bonustracks gibt es insgesamt einen Stern abzug. Allerdings reicht auch die normale Version des Albums für jemanden, der nur an der reinen Musik Dylans, und nicht an der Theme Time Radio Hour interessiert ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Album für einen trockenen, heißen Sommer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Together Through Life (Audio CD)
Bob Dylan nimmt seine Zuhörer diesmal mit auf eine Reise durch den tiefen Süden der USA. "Together Through Life" klingt in weiten Teilen wie der Soundtrack zu einem Dokumentarfilm über das Leben an der texanisch - mexikanischen Grenze. Die Stamm - Band, mit der Dylan auch seine Neverending - Tour weiterführt, ist auch hier, wie auf den letzten Alben, vertreten und präsentiert sich als sowohl aufeinander, als auch auf den stets unberechenbaren Meister eingespieltes Team, ergänzt wurde die Band diesmal allerdings durch den Multiinstrumentalisten David Hidalgo, dessen Akkordeon "Together Through Life" ein unvergleichliches Flair und eine Exotik verleiht, die man in Dylans Werk zuletzt auf dem Meisterstück "Desire" gehört hat. Noch ein Vergleich mit "Desire" drängt sich auf: Zum erstem Mal seit dieser Zeit duldet der Meister einen Co - Autor an seiner Seite. Diesmal ist es kein Theaterregisseur, sondern der Grateful - Dead - Lyriker Robert Hunter, mit dem Dylan eine lange Freundschaft und Zusammenarbeit verbindet.Herausgekommen ist dabei kein monolithisches Meisterwerk, wie es "Time Out Of Mind" oder "Modern Times" waren, "Togehter Through Life" stellt man besser in den Kontext der "Basement Tapes" oder des 2001er Albums "Love And Theft" , ein liebevoller Streifzug durch die traditionelle Musik der Vereinigten Staaten, von der Dylan sich immer wieder seine Inspiration holte. Der gute alte Freund Blues steht Pate für viele Stücke dieses schönen Songzyklus. "Beyond Here Lies Nothing" und "My Wife's Hometown" klingen, als hätte ein Muddy Waters sie schon vor 50 Jahren geschrieben und der Meister hätte sie irgendwo in einem verstaubten Ordner wiedergefunden. Meisterhaft gespielt, von Hidalgo veredelt und von Dylans unverwechselbarer Raspelstimme getragen, entfalten sie Songs eine unvergleichliche Atmosphäre. Etwas anders sieht es mit den Blues - Rock - Stücken aus. "Jolene" und "Shake Shake Mama" rocken zwar ganz possierlich, bleiben aber insgesamt zu brav und verhalten. Vielleicht hätte man die Songs erstmal auf der Bühne erproben und dann damit ins Studio gehen sollen. Die stärksten Momente erreicht Dylan auf "Together Through Life", wenn er wieder den Chronisten erschütternder Liebesgeschichten gibt, wie im Lamento "If You Ever Go To Houston" oder in den hier zahlreich vertretenen Balladen ("Life Is Hard", geschrieben auf Bitte des französischen Filmregisseurs Olivier Dahan und laut Dylan Inspiration für das ganze Album, "Forgetful Heart", einmal mehr eine wunderschön wehmütige Nummer über vergangene Liebe, "This Dream Of You" und das wundervolle "I Feel A Change Comin' On"). "Together Through Life" ist eines dieser Alben, aus denen man zunächst nicht so recht schlau wird, als ersten Eindruck wirkt es etwas unfertig und willkürlich. Seinen vollen Reiz entfaltet es erst nach mehrmaligem Hören, am besten in heißen Sommernächten mit angenehmer Gesellschaft. Ausprobieren lohnt sich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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