Stell dir vor: Du bist Gärtner. Unbekannte entführen deine Frau und verlangen 2 Millionen Lösegeld. Du hast das Geld aber nicht. Und um die Forderungen zu untermauern bringen die Entführer einen Passanten um, der sich später als alter Bekannter entpuppt.
Was würdest du tun?
Das weiß wohl keiner von uns und im ersten Moment weiß es auch nicht Mitch Rafferty, der sympathische Held in TODSESZEIT. Für Mitch beginnt nun ein Spießrutenlaufen. Zudem kommt ihm noch ein nerviger Polizist in die Quere, der ihn mit Fragen löchert. Dann wird auch noch Mitchs älterer Bruder in die Sache hineingezogen.
War auch schon irgendwie mal da? Stimmt. Trotzdem, beim Lesen der ersten Hälfte des Buches erkennt man schnell, dass Koontz hier auf Übersinnliches und Unnatürliches verzichtet und mehr auf Spannung, Thrill und unerwartete Wendungen setzt. Und unerwartete Wendungen des Plots gibt es so einige - genauso aber wie völlig vorhersehbare Entwicklungen.
Auch die zweite Hälfte von TODESZEIT liest sich schnell und flüssig, was nicht zuletzt auf kurze Kapitel, gekonnten Schreibstil und einen ständige aufrecht erhaltenen Spannungspegel zurückzuführen ist. Bis hin zum Finale auf den letzten Seiten.
Dean Koontz hat einen ausgewogenen Thriller erschaffen, der beim schmökern keinerlei Langeweile aufkommen lässt. Zwar lässt sich Todeszeit nicht ganz in seine besten und früheren Werke einreihen, aber trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und ich empfehle es an jeden Leser weiter, der gerne spannenden und unterhaltsamen Stoff ohne allzu großen Tiefgang bevorzugt.
Ich gebe voller Überzeugung 3 Punkte.