Im siebten Band von F. Paul Wilsons Krimi-Horror-Mystery-Serie muss Handyman Jack widerstrebend New York verlassen, um seinem Vater beizustehen, der in Florida nach einem Autounfall im Koma liegt. Die näheren Umstände dieses Unfalls sind ziemlich mysteriös, und Jack sieht sich bald gezwungen, seine speziellen Talente einzusetzen. Hilfe erhält er von Anya, der liebenswerten, aber geheimnisvollen Nachbarin seines Vaters, und auch Jacks Vater selbst zeigt sich von einer ungeahnten Seite.
Jack in dieser ungewohnten Umgebung agieren zu sehen, war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Everglades, die hier wirklich als "Todessumpf" porträtiert werden, lassen bald die Straßenschluchten von Manhattan vergessen. Da gibt es Riesenkrokodile, Schildkröten mit mehreren Köpfen und Killerwespen und auch die menschlichen Bewohner sind nicht gerade gastfreundlich. Dann trifft noch ein Hurrikan auf das Gebiet und ein alter Widersacher von Jack taucht auf - Spannung ist also garantiert. Dennoch wirkt "Todessumpf" nach dem genialen letzten Band, "Das Ritual", etwas verhaltener. Das Buch ist wesentlich länger und hätte vielleicht an einigen Stellen etwas verdichtet werden können. Die langen Gespräche zwischen Jack und seinem Vater sind zwar gerade für Fans der Serie interessant, bringen aber die Geschichte nicht wirklich weiter. Die Andersheit greift in diesem Band wieder mehr ins Geschehen ein, Antworten auf die Fragen aus den letzten Bänden gibt es jedoch nicht, dafür Andeutungen, die für die nächsten Bände auf einiges hoffen lassen.
Wer "Todessumpf" liest, sollte vorher zumindest Wilsons "Im Kreis der Verschwörer" und "Todesfrequenz" gelesen haben, da viele Informationen im siebten Band sich auf diese beziehen. Band 1 der Serie, "Die Gruft", ist leider nach wie vor vergriffen und nur sehr schwer zu finden. Als Einstieg ist daher entweder das englische Original, "The Tomb", oder "Der Spezialist", Band 2 auf Deutsch, zu empfehlen.