Inhalt:
Mit einem vermeintlichen Bombenanschlag auf die New York Public Library beginnt eine Reihe von grausamen Bomben- und Mordanschlägen. Detective Michael Bennett muss wohl oder übel seinen mehr als verdienten Urlaub unterbrechen und zurück nach NY, um dort gemeinsam mit der FBI-Agentin Emily Parker nach dem Serienmörder zu fahnden. Lange Zeit tappen die beiden im Dunkeln, bis sich endlich ein Muster erkennen lässt. Dann scheint plötzlich die Familie von Detektive Bennett zum Ziel des Mörders geworden zu sein ...
Einschätzung:
"Todesstunde" ist der vierte Teil rund um den pflichtbewussten Detective Bennett und seine adoptierte Großfamilie, die ihm seine verstorbene Frau hinterlassen hat und wie schon in den ersten Teilen - die jedoch unabhängig voneinander gelesen werden könnten - dreht sich auch hier wieder viel um das Alltagsleben der Familie. Bei zehn adoptierten Kindern, einem Priester als Großvater und dem Kindermädchen Mary ist ja immer einiges los und obwohl ich die Einblicke in eben diese Familiengeschichte immer wieder interessant und auch unterhaltsam finde, bremsen diese Szenen doch sehr die Suche nach dem Serienmörder und somit auch die Spannung, die ich gerade in der ersten Buchhälfte arg vermisst habe.
Wie gewohnt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive des Detectives erzählt, allerdings erhält man auch immer wieder kurze Einblicke in die Denkweise des Mörders, was ihn zu keiner unbekannten Figur macht. Dennoch darf der Leser genauso wie Bennett lange über die Beweggründe und Motive des Mörders rätseln, was wieder für Schwung und Brisanz sorgt. Ab dem letzten Drittel beginnen sich die Ereignisse regelrecht zu überschlagen. Die Story nimmt richtig an Fahrt auf und somit steigt auch die Spannung. Abgerundet wird die Geschichte von saloppen Sprüchen und lockeren Dialogen, die einem des Öfteren ein Schmunzeln bescheren.
Fazit:
"Todesstunde" von James Patterson ist ein solider Thriller, dem es trotz kurzer, knackiger Kapitel gerade anfangs ein wenig an Spannung fehlt. Die zweite Hälfte hingegen zieht das Lesetempo wieder an und man wird für das Durchhaltevermögen belohnt, was "Todesstunde" in Summe zwar zu keinem großartigen, aber dennoch zu einem unterhaltsamen, kurzweiligen Thriller macht. Ich vergebe gute drei von fünf Punkten. (PH)
1.) Totenmesse (engl. Step on a Crack)
2.) Blutstrafe (engl. Run for your Life)
3.) Sühnetag (engl.Worst Case)
4.) Todesstunde (engl. Tick Tock)