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Todesspiele
 
 

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Todesspiele [Audiobook] [Audio CD]

Karen Rose , Nicole Engeln
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (61 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio); Auflage: 2 (27. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785743475
  • ISBN-13: 978-3785743478
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (61 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 70.989 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Karen Rose
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Monica Cassidy ist nervös. Sie hat ein flaues Gefühl im Magen, denn heute soll sie zum ersten Mal jenem Jungen gegenüberstehen, den sie bisher nur virtuell beim Chatten kennen gelernt hat – genauer: kennen gelernt zu haben glaubt. In den vielen Gesprächen im Internet hat Monica das Gefühl, dem Richtigen begegnet zu sein – demjenigen Menschen, der sie liebt und deshalb entjungfern soll. Dann läuft sie kurz vor dem Treffen einem Mann über den Weg, der sich als Polizist ausgibt und ihr zu verstehen gibt, dass sie einem Verbrecher aufgesessen ist. Nur, dass der Polizist selbst der Böse ist. Und dass sie vom virtuellen Chatroom in einen wahren Alptraum gerät...

Dies ist der Moment, wo der Fall der Monica Cassidy zu einem Fall für Staatsanwältin Susannah Vartanian und Special Agent Luke Papadopoulos wird. Bei einer Polizeirazzia finden beide in einem Bunker fünf tote Mädchen, die auf bestialische Art und Weise vergewaltigt und getötet worden sind. Ein Brandzeichen auf den Körpern der Toten bringt Vartanian, die für den Fall in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist, in ihre eigene Vergangenheit – und in die dunkle Vergangenheit ihrer Familie – zurück. Denn auch sie ist dereinst vergewaltigt worden. Und sie muss nun merken, dass die Erinnerung an das, was sie für abgeschlossen hielt, sie wieder gänzlich und bis zur Ohnmacht gefangen nimmt.

Todesspiele von Karen Rose ist ein raffinierter Thriller – gerade auch deshalb, weil er die Grenze zwischen Opfer und Ermittlerin auf eine Atem beraubende Art und Weise verwischt. Dadurch, dass die Hauptperson gezwungen ist, auch in ihrem eigenen Fall zu ermitteln, steigt die Spannung fast ins Uferlose. Auch wegen seiner detaillierten Beschreibungen ist Todesspiele nichts für schwache Nerven. Wer sich aber auf das Buch einlässt, wird mit stundenlangem Gruseln belohnt. -- Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die Fortsetzung des Bestsellers »Todesbräute« In einem Bunker stößt die Polizei auf fünf bestialisch zugerichtete Mädchenleichen. Von ihren Peinigern keine Spur. Zwei Mädchen haben schwerverletzt überlebt. Ihre Aussagen führen die Ermittler auf die Spur eines international operierenden Mädchenhändlerrings. Ein dramatischer Wettlauf beginnt, als Agent Papadopoulos und die smarte Staatsanwältin Susannah Vartanian die Ermittlungen aufnehmen. Beide haben ihre ureigenen Motive, die skrupellosen Killer zu stoppen. Doch als Susannah eine überraschende Entdeckung macht, gerät sie selbst in Lebensgefahr ┤

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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen lesenswerter Abschluss der Vartanian-Triologie, 12. März 2010
Von 
Sonnenblume - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Todesspiele: Thriller (Broschiert)
Mit "Todesspiele" kauft man den Abschlussroman der Vartanian-Triologie. Nachdem ich ja mit dem zweiten Teil so meine Probleme hatte, hat mir dieser Teil wieder gut gefallen.... wenn man das bei dem Thema so sagen kann.

Zeitlich hängt sich dieser Teil nahtlos in den zweiten Teil ein, d.h. anfangs glaubt man, diesen Teil schon gelesen zu haben, nur aus der Sicht eines anderen.... musste deshalb auch kurz (in "Todesbräute")nachschauen :-) ... nach dieser Einleitung geht es aber mit der Geschichte um Luke und Susannah weiter.

Zum Inhalt möchte ich nur schreiben, dass die Jagd nach den Mädchenhändlern weitergeht und sehr spannend die Aufdeckung des "Drahtziehers" und der Komplizen betrieben wird. Auch erfährt man mehr über Susannahs Vergangenheit und Lukes Arbeit, wobei das manchmal sehr bedrückend war... Die Ermittlungen werden durch den "großen Unbekannten" erschwert.... was die Spannung bis zum Ende hält...

Den Rest sollte man selber rausfinden...

Trotz der bedrückenden Themen Mädchenhandel, Kinderpornographie und Vergewaltigung ist es Karen Rose durch das Auftreten von Lukes Familie gelungen, ein wenig Herz und Freundlichkeit einzubauen... diese familiären Momente sind auch für den Leser "Aufbauhilfe"... ich musste das Buch dennoch einige Male aus der Hand legen, weil es manchmal sehr schwer war, die ganze Geschichte mitzuerleben.

Auch die Annäherung von Luke und Susannah mitzuerleben, die beide ihr "Päckchen" zu tragen haben, hat die Geschichte abgerundet.

Man "trifft" einige Bekannte wieder, Neue kommen hinzu.... diese sind gut gezeichnet, bringen neue Informationen und runden den Roman ab.

Für mich ein gelungener, spannender Abschluss der Triologie. Wer die ersten beiden Romane gelesen hat, wird an diesem eh nicht vorbeikommen.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Spannender Abschluss der Vartanian Reihe; ein echter Pageturner!, 28. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Todesspiele: Thriller (Broschiert)
Der Tipp, der der Polizei zugespielt wird, kommt leider für fünf junge Frauen, die einem skrupellosen und grausamen Mädchenring in die Hände gefallen sind zu spät.

Sie werden vom Ermittlerteam erschossen und in einem verwahrlosten schlechten Zustand aufgefunden, während sich einige Mitglieder des Ringes mit weiteren Mädchen auf der Flucht befinden.

Alls Luke Papadopoulos mit der Schwester von Daniel Vartanian, Susannah, am Tatort eintrifft, finden sie ein schwer verletztes Mädchen, das für tot gehalten und daher zurückgelassen wurde, auf.

Endlich scheint es so, als ob Luke und seine Kollegen in dem Fall Fortschritte machen können, denn nun haben sie eine Augenzeugin, die eventuell diverse Namen von Köpfen des Mädchenhändlerringes kennt.

Doch kaum ist die junge Frau auf der Intensivstation, droht ihr schon Gefahr!

Der Boss des Ringes besitzt Kontakte zur Polizei und will unbedingt verhindern, dass das Mädchen redet.

Währenddessen stellt Luke fest, dass er sich zu Susannah hingezogen fühlt. Zwar umgibt sie nach wie vor eine unterkühlte Aura, dennoch spürt Luke, dass sie innerlich alles andere als reserviert ist und schwer mit ihren seelischen Narben zu kämpfen hat.

Auch Luke zahlt einen hohen Preis für seinen Job und in gewisser Weise kann er Susannahs seelische Pein sehr gut verstehen.

Während Susannah und Luke um jeden Preis Licht ins Dunkel des Falles bringen wollen, scheint es, als ob der Drahtzieher der Mädchenringes mit ihnen Katz und Maus spielt. Immer ist er einen Schritt voraus und Leichen pflastern seinen Weg.

Wird es der Polizei, Luke und Susannah gelingen, den Kopf der Bande ausfindig zu machen und zu stellen?

Der Abschluss der Reihe handelt nun über Daniels Vartanians Schwester Susannah und diesmal geht Karen Rose besonders auf ihre innere Gefühls-und Gedankenwelt ein, so dass man sie als Leser nun viel besser kennenlernen und Mitgefühl für

sie aufbringen kann.

Die Autorin setzt die sich entwickelnde Liebesgeschichte behutsam um und geht dabei sehr sensibel zu Werke, was in diesem Fall unabdingbar war, da Susannah in ihrer Vergangenheit sehr viele schlimme Dinge erleben musste und es ihr verständlicherweise dadurch schwer fällt Vertrauen zu einem Mann aufzubauen.

Luke ist eine sehr starke männliche Hauptfigur und der perfekte Partner für Susannah, der verständnisvoll ist, aber auch eine dunkle Seite in sich versteckt hält und ebenfalls Hilfe benötigt, seine Qualen zu überwinden.

Doch die Liebesgeschichte entwickelt sich zunächst am Rande, denn "Todesspiele" führt die Vorgeschichte der Vorgängerbände "Todesschrei" und "Todesbräute"

stetig und sehr komplex weiter.

Allerdings wirft Karen Rose ihren Lesern immer nur "kleine Häppchen" hin und so bleibt die entscheidende Frage bzw. das Rätsel, wer der Drahtzieher des Mädchenhändlerringes ist, fast bis zum Schluss gewahrt.

Zwar ist die Thematik des Roman schwierig und es werden meiner Meinung nach im Laufe der Story einfach eine Spur zu viele Menschen getötet, dennoch ist es der Autorin gelungen, den Spannungsbogen konstant aufrecht zu erhalten und besonders die Recherche der Polizei sehr realitätsnah und interessant zu vermitteln.

Eine Warnung möchte ich jedoch an die Leser aussprechen, die die beiden Vorgängerbände noch nicht kennen sollten.

Um einen Einstieg in "Todesspiele" erhalten zu können, ist es unablässig, dass man die Vorgeschichten kennt, da die Story zu komplex ist und ihre Anfänge bereits in diesen Bänden erzählt wurden.

"Todesspiele" baut praktisch darauf auf.

Sehr gelungen finde ich die Umschlag und Covergestaltung von "Todesspiele". Ein echtes optisches Schmuckstück, dass sich ganz toll im Regal macht!

Fazit: Spannender Abschluss der Vartanian Reihe; ein echter Pageturner! (NG) Eine Rezension von Happy End Bücher.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Unfaßbar grausam - in mehrfacher Hinsicht!, 28. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Todesspiele: Thriller (Broschiert)
So blutrot das Cover des Buches - so blutig geht es auch im dritten Band der sog. "Vartanian-Saga" zur Sache. Karen Rose entführt den Leser von Beginn des Buches an in eine "Dunkelwelt", in der Kinderhandel und Kinderprostitution verbunden mit extremen Gewaltexzessen den Ton wie den den Takt für die folgenden immerhin 610 Seiten angeben. Gerne würde ich den Plot dieses Thrillers hier etwas genauer widergeben, jedoch ist dies angesichts der verwirrenden Komplexität (s.u.) nur in einer absoluten gekürzten Fassung möglich:

Worum geht es also? Im Anschluss an einen anscheinend im vorhergehenden Band "Todesbräute" geschilderten Mordfall betreten zu Beginn des Buches die beiden Hauptfiguren, Agent Luke Papdopoulos und die Staatsanwältin Susannah Vartanian, die Bühne und begeben sich auf die Suche nach verschwundenen jungen Mädchen in die "Dunkelwelt" des Kinderhandels und der Kinderprostitution. Zusammen mit einem fitten Ermittlungsteam verfolgen sie die in den Kinderhandel verstrickten finsteren Gestalten, decken zahlreiche Komplotte, Erpressungen und weitere dunkle und böse Taten auf, dabei immer wieder behindert durch unbekannte Informanten, die den "finsteren Gestalten" in die Hände spielen und die Ermittlungen so erschweren.

Auch an Leichen mangelt es nicht, so darf man "getrost" davon ausgehen, alle 20-30 Seiten eine weitere Leiche vorzufinden, deren Tod das Ermittlungsteam kurz schockiert, bevor sie ihre "tapfere Suche" nach den vermissten Mädchen wieder aufnehmen und dabei zugleich auch das "Knäuel" der zahlreichen Beziehungen zwischen Tätern - Opfern - Ermittlern nach und nach entwirren. Am Schluss dürfen alle aufatmen, die entführten Kinder ebenso wie das heroische Ermittlerduo Vartanian und Papdopoulos, die sich endlich glücklich in den Armen liegen, nachdem sie mit vereinter Kraft die beiden Hauptbösewichte enttarnt und überwältigt haben.

Man möge mir diese zugegebenermaßen etwas süffisante Zusammenfassung dieses "Thrillers" verzeihen, aber nachdem ich die ersten 150 und die letzten 200 Seiten nur noch mit verdrehten Augen und/oder Kopfschütteln sowie zunehmendem Ärger lesen konnte, ging es leider nicht anders. Die Gründe für meine seltsamen Äußerungen sind dabei vielfältig, zwei möchte ich hier besonders nennen:

Zunächst: Da ich die ersten beiden Bände der "Vartanian-Saga" nicht gelesen habe, habe ich von Beginn des Buches an das Vergnügen, von der Autorin in ein "Meer der Namen" geworfen zu werden, aus dem es zunächst kaum ein Entkommen gibt. Karen Rose schafft es, nicht allein neue Entführungs- und Mordfälle zu schildern, sie rekurriert gleichzeitig anscheinend auch auf Morde, die in einem anderen Band die Hauptrolle spielten, und die mit den neuen Morden im Band "Todesspiele" verbunden sind. So besteht das erste "Vergnügen" im Buch darin, sich Namen über Namen merken zu müssen, bis einem der Kopf schwirrt. Kostprobe gefällig? Nun, es werden zu Beginn 13 Mädchen entführt, einige davon werden von 4 Personen getötet, der Rest verschleppt. Einige der Bösen haben natürlich auch noch nette Decknamen, die mit später eingeführten Personen identisch sind, die dann auch noch alle irgendwie miteinander verwandt-verschwägert-verschwippschwägert sind... Hinter diesen vier gibt es den ominösen Hintermann, der mit bis zu 5 Informanten arbeitet. Dazu kommt der im anderen Band geschilderte Mordfall, der mit den hier geschilderten Taten eng verbunden ist, so dass wir auch noch 13 weitere Frauen sowie 7 "böse Buben" kennen lernen "dürfen". Das so entstandene "Personenwirrwar" sowie die zahlreichen Mordfälle werden dann von einem 8köpfigen Ermittlerteam versucht zu entwirren, wobei dann noch weitere Personen hinzukommen, die usw. usw....

Knapp gesagt: Karen Rose will mit diesem "Personenkosmos" einfach zu viel und mutet so dem Leser gleich zu Beginn viel zu viel zu. So unterlässt sie es, den Leser, der die beiden anderen Bände nicht kennt, wenigstens kurz in die Hauptfiguren, deren Vorgeschichte und deren Verbindungen untereinander einzuführen. Wie solch eine Einführung - und zwar in jedem Band neu! - möglich ist, ohne dass es langweilig wird, zeigt z.B. Cody MacFadyen in seinen Romamen um die Agentin Smoky Barrett. Hier hätte Karen Rose eine Menge lernen können!

Hat man dann endlich das "Meer der Namen" durchschwommen und sich mit Müh und Not ein wenig Überblick verschafft, beginnt das Kopfschütteln erneut. Der Grund hierfür liegt in der Verbindung zweier m.E. nicht "kompatiblen" Themen: von Kinderhandel und -prostitution mit einer schwülstigen und unglaubwürdigen Lovestory: Karen Rose wagt sich mit ihrem Band an ein sehr heißes Eisen heran - Kinderhandel und Kinderprostitution. Ein Thema, das nun wirklich niemanden kalt lässt und das diejenigen, die in diese "Dunkelwelt" geraten, sei es als Opfer, sei es als Ermittler, psychisch wie physisch bis an die äußersten Grenzen stark belastet, wenn nicht gar zerbricht. Dies weiß auch Karen Rose, wenn sie z.B. sehr eindrücklich schildert, wie Agent Papadopoulos gefundene Festplatten mit Kinderpornographie auf der Suche nach Hinweisen durchsehen lässt. Mehr als einmal "bricht ihm das Herz" während der Agent sich diese Bilder ansieht. Und immer wieder versucht er einen Weg, um mit diesen Bildern und mit dem Erlebten umzugehen, so wie seine Kollegen es ebenfalls tun.

Auf diesem Hintergrund wirkt es daher mehr als platt, wenn Karen Rose nun auf die seltsame, eher schon abstruse Idee verfällt, parallel zu den "bluttriefenden Ermittlungen" - ich habe die Leichen irgendwann gar nicht mehr gezählt - eine Lovestory zwischen der Staatsanwältin Vartanian und Agent Papadopoulos zu entwicklen, die sich weit unterhalb jedes Bollywood-Films bewegt. Anders ausgedrückt: Wie glaubhabt ist es, dass jemand, der gerade aus einem Keller kommt, in dem mehrere junge Mädchen ermordert worden sind und in dem er u.a. seinen besten Kumpel lebensgefährlich angeschossen vorgefunden hat, ein paar Minuten später ins Auto hüpft und fasziniert und verliebt die "junge und tapfere Staatsanwältin" betrachtet, die gerade kurz zuvor ein entflohenes junges, missbrauchtes wie gefoltertes Mädchen in den Armen hielt, aber nun beim ersten Anblick des tapferen Recken kaum noch atmen kann und sich sogleich zu dem edelmütigen Mann hingezogen fühlt. Ach wie schön ist Bollywood!

Leider geht es auf diesem Niveau weiter und man ist als Leser immer wieder erstaunt, wie die schlimmsten Gräueltaten, seien es Foltermorde oder Exekutionen, seien es Missbrauch oder Mordversuche, unser unter ständigem Dauerstress und Schlafentzug stehendem "Heldenpaar" entsetzen und schockieren, bevor sie sich dann nur wenige Minuten später wieder in ihr verliebtes Umeinanderwerben versenken und sich nach sexueller Erfüllung verzehren, um dann endlich - natürlich nach einem lockeren 36-Stunden-Tag, an dem die Staatsanwälten nebenbei fast ermordert worden wäre - gemeinsam ins Bett zu fallen! Man ist beeindruckt... Dass unsere Heldin Susannah Vartanian selbst nicht allein eine traumatische Kindheit erlebte, sondern in der Vergangenheit gleich zweimal vergewaltigt wurde, ist auch hier kein Problem. All diese schrecklichen Erlebnisse werden bei zärtlichem Liebesgeflüster besprochen und lösen sich sanft in Luft auf - wer braucht schon Psychiater oder gar eine Psychotherapie?

Langer Rede, kurzer Sinn: Karen Rose fertigt den Leser mit Klischees ab, die angesichts der gewählten Themen Kinderhandel und Kinderprostitution umso mehr ins Auge fallen und verärgern. Die Love-Story ist derartig unglaubwürdig, dass sie, sorry, jedem Groschen-Liebesroman vom Hauptbahnhof Konkurrenz macht und hat in diesem Thriller absolut gar nichts zu suchen. Hätte sich die Autorin einfach nur der Story gewidmet, wäre sicherlich ein spannender Thriller herausgekommen, denn immer dann, wenn sie die sülzige Love-Story einmal beiseite lässt, wird das Buch richtig spannend.

Vielleicht gibt es ja Leser, die solch eine Love-Story als wohltuenden Kontrast zu den geschilderten Untaten, Morden und Gewaltexzessen empfinden, sozusagen als Ausgleich zu all dem Schlimmen, dem Karen Rose uns in dieser "Dunkelwelt" hier begegnen lässt. Für mich ist diese Love-Story mehr als deplatziert und unangemessen sowie angesichts dessen, was im Buch geschildert wird, absolut unglaubwürdig. Da Karen Rose es also nicht lassen kann, die Spannung, die immer dann entsteht, wenn die beiden Turteltäubchen sich einmal auf den Fall und nicht auf sich konzentrieren, durch diese unsägliche Romanze ständig zu unterbrechen, sind hier m.E. 2 Sterne mehr als gerechtfertigt.
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