Zugegeben bin ich an das Buch mit leichten Vorurteilen gegangen, da ich bereits Black Monday gelesen habe und nicht wirklich überzeugt davon war. So fühlte ich mich dann auch bestätigt, als bis zur Mitte des Buches überhaupt keine Spannung aufkam. Der schlussendliche Held des Romans latscht jahrelang durch New York - und das ist sein Plan - um den Mörder seiner Frau über den Weg zu laufen. Naja, bei so einer Kleinstadt wie NY ist das ja nicht so unwahrscheinlich. Ich war schon kurz davor aufzugeben - was äußerst selten vorkommt - als dann etwa ab Seite 200 doch noch Fahrt aufgenommen wird und bis zum Ende das Buch doch noch ein Pageturner wird.
Die Handlung sowie die Hauptperson des Romans haben mich auch nicht sonderlich angesprochen. Wenn ich etwas über soziale Brennpunkte in Südamerika oder anderswo lesen will, kaufe ich mir andere Literatur. Von einem Krimi erwarte ich, dass ich von Anfang bis Ende von der Spannung gefesselt werde. Aber für den rasanten zweiten Teil gibt es dann doch noch drei Sterne.