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Das zu Recht viel gelobte zweiteilige Dokudrama von Heinrich Breloer, (Wehner Die unerzählte Geschichte, Die Staatskanzlei), verwebt Spielszenen, Interviews und Archivmaterialien zu einer einzigartigen Studie über die dunkelsten Wochen der westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Das Springen zwischen Inszeniertem und Dokumentarischem wirkt niemals angestrengt oder irritierend, sondern verifiziert und bereichert das Vorgestellte. Breloer erzeugt so eine Spannung und bedrückende Nähe, die mit einem Spielfilm nur schwer zu erreichen wäre. Tatsächlich kommt bei der fast dreistündigen Tragödie niemals Langeweile auf.
Während der erste Teil die Entführung Schleyers nachzeichnet, konzentriert sich der zweite Teil auf die Entführung der Lufthansamaschine "Landshut nach Mogadischu. Die Naivität und Brutalität der Terroristen erschrecken ebenso wie die Skrupellosigkeit des staatlichen Krisenstabs. Die unkontrollierbare Gewaltspirale des Krieges überrennt alle Beteiligten. Schnell wird eine Einordnung nach Gut und Böse, richtig und falsch, auch für den Zuschauer unmöglich. Todesspiel stellt sich gegen die gefährliche Illusion, Gerechtigkeit sei mit Waffengewalt zu erzwingen. --Peter Kuhn
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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anspruchvoller Geschichtsunterricht,
Von
Rezension bezieht sich auf: Todesspiel (DVD)
Was diesen Beitrag auszeichnet ist: diese Dokumentation wird so umgesetzt, dass sie den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Das ganze wird mit Spielszenen unterlegt, in denen es den Schauspielern gelingt, die Sachverhalte authentisch und mit einer schauspielerisch exzellenten Leistung zu vermitteln. Die Darsteller der damals Beteiligten, allen voran Manfred Zapatka als Helmut Schmidt gehen über die schauspielerische Extraklase hinaus: sie leben ihre Rollen. Eine einzigartige Leistung, was deutsche Produktionen anbelangt.Heinrich Breloers Film wurde mit Fernsehpreisen überhäuft und das zu recht. Wer sich für die deutsche Geschichte und vor allem für diese Thematik interessiert, wird hier aller bestens bedient. Ein Zeitdokument, dass seines gleichen sucht. Weiterhin zu empfehlen wäre der Film Stammheim, bisher nur auf VHS erschienen. Dieser bietet die Ergänzung zu diesem deutschen Geschichtsbeitrag. Leider kann ich nicht mehr als 5 Punkte geben, sonst wäre dieser Beitrag es jederzeit wert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
perfektes doku drama,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Todesspiel (DVD)
hervorragend recherchiertes doku drama von einem meister seines faches.heinrich breloer inszeniert dieses fernsehspiel mit einer ihn stets auszeichnenden liebe zum detail. mit einem top-ensemble an hauptdarstellern (u.a. sebastian koch, hans brenner, susanne schaefer)und den zu wort kommenden zeitzeugen (u.a. helmut schmidt, schleyers witwe, staatsekretär a.d. wischnewski, peter jürgen book) nähert er sich der thematik des sogenannten "deutschen herbstes" 1977. 20 jahre später werden die entscheidenen szenen, möglichst detailgetreu, nachgestellt und von den unmittelbar beteiligten, aus ihrer jeweiligen oder damaligen sichtweise kommentiert. ein lehrstück, jüngere deutsche zeitgeschichte betreffend, aus dem man weitaus mehr inhalte über die motive und hintergründe aller beteiligten erfährt, als aus jüngeren beiträgen zu diesem thema ( wie z.b baader), die häufig zu einseitig und oberflächlich an das thema herangehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klare 5 Sterne,
Von
Rezension bezieht sich auf: Todesspiel (DVD)
Sicher eines der absolut besten "Dokutainments".Hervorragende Recherche paart sich hier mit hochspannender Umsetzung. Es ist geradezu unheimlich, wie ähnlich einige der Schauspieler ihren Vorbildern sind. Auch die Auswahl der eingeschobenen Interviews ist sehr gelungen. Hochinteressant, zu sehen, wie sich Peter-Jürgen Boock im direkten Vergleich mit den Angehörigen der Schleyer-Familie als ganz armseliges Würstchen entpuppt oder bei welchen Fragen der sonst absolut kühl-souveräne Helmut Schmidt erst nach langem Schweigen antwortet. Absolute Empfehlung an alle, die sich für diesen Abschnitt der deutschen Geschichte interessieren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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