"Todesschwur" hat mir außerordentlich gut gefallen. Zwei Wochen später hatte ich es vergessen.
Und das ist eben das Dilemma: Patterson schreibt gradlinig und kompromisslos, er scheut auch nicht davor zurück, Personen zu opfern, die eigentlich in der (vor allem amerikanischen) Literatur tabu sind. Wie seine Hauptfigur Pelliante geht Patterson seinen Weg, unbeirrbar, knallhart. Die Mafia vergisst nie, Mütter vergessen noch viel weniger: ein großartiges Spannungsfeld. Insofern ein sehr guter, sehr aufregender Thriller, der uns von New York über Tel Aviv nach Feuerland führt.
Aber all das reicht eben auch nicht aus, um einen Meilenstein der Thriller-Literatur zu erschaffen. Wer das nicht erwartet, sondern "nur" einen echten, gut erzählten Page-Turner sucht, wird mit "Todesschwur" bestens bedient.