Sechzehn Geschichten, sechzehn kurze Szenarien, in denen Mordpläne gedeihen, sich entwickeln, ausgeführt werden. Jede Geschichte enthält ihr eigenes Glatteis, auf das der Leser geführt wird, und in jeder entwickelt Deaver eine ebenso schnelle wie perfide Spannung. Verbrechen werden geplant in Hinterhöfen, an Schminktischen und in Psychiaterpraxen; Mord kommt in den besten Familien vor, in einsamen Hütten auf dem Land ebenso wie in millionenteuren Großstadt-Apartements.
Jede einzelne Erzählung für sich ist ein tolles Werk an Kurzweil, Erzählweise und überraschendem Moment. Weil aber Deaver seinem Schema treu bleibt, wird man, wenn man die Geschichten hintereinander liest, ziemlich schnell hinter das Schema kommen und die Pointe vorweg erraten. Was aber ein Problem der meisten Krimi-Kurzgeschichtenbände ein und desselben Autors ist und weder den Geschichten noch Deaver angelastet werden kann.