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Todesmelodien
 
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Todesmelodien

Andreas Dorau Audio CD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (17. Juni 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Staatsakt (rough trade)
  • ASIN: B004YFIZMC
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.319 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Größenwahn 4:25EUR 0,77
Anhören  2. Edelstein 3:07EUR 0,77
Anhören  3. Stimmen in der Nacht 4:41EUR 0,77
Anhören  4. Neid 3:17EUR 0,77
Anhören  5. Single 3:57EUR 0,77
Anhören  6. Es tut so weh 3:22EUR 0,77
Anhören  7. Inkonsequent 3:34EUR 0,77
Anhören  8. Ausruhen 3:50EUR 0,77
Anhören  9. Und dann 3:27EUR 0,77
Anhören10. Schwarz Rot Gold 4:41EUR 0,77
Anhören11. Es war hell 3:22EUR 0,77
Anhören12. Gehen (Baby Baby) 3:41EUR 0,77


Produktbeschreibungen

motor.de

Hinterfotzig eingängige Hits als Protokoll des Unbehagens. Es ist der Tanz auf dem ganz dünnen Eis. „Entspannen und sich des Lebens freuen“, ist eine Textzeile, die man von einem Andreas Dorau fast erwarten könnte, der auch dreißig Jahre nach seinem (aus heutiger Sicht nicht eben von ihm geliebten) Debüt als NDW-Hype ja vor allem Songs abliefert, mit denen man erstmal gutlaunige Unbeschwertheit verbindet und die sich nie von ihrer zwingenden Oldschool-Tanzbodenhaftigkeit befreien wollten. Aber „Ausruhen“ verbreitet mehr noch als die anderen Tracks eine nicht mehr nur unterschwellige Bedrohlichkeit mit seinem stumpf pluckernden Beat, dem radikal reduzierten melodischen Fragmentarismus und einer Stimme, die man noch nie so brüchig gehört hat beim auch ansonsten ja eher nicht wirklich als Ausnahmesänger bekannten Andreas Dorau. Es geht ums Altern, um den Verlust von Kontrolle über das eigene Leben, ums Sterben letztendlich. Andreas Dorau – „Größenwahn“ „Todesmelodien“ heißt dieses Album völlig zu Recht, es ist ein erstaunlicher Parcours zwischen der oberflächlich besehen leichtfüßig anmutenden Dorau-Klangästhetik und einem darunter lauernden tief sitzendem Zweifel an dieser Welt. Dorau war schon immer eine Art Philosoph des Detail-Unbehagens, das die Dinge des Alltags im Makro-Modus betrachtet und doch den Blick eröffnet auf ein größeres Ganzes, in dem nicht viel übrigbleibt, als sich irgendwie einzurichten. Er ist ein genauer Beobachter all der kleinen faulen Kompromisse des Lebens, der immerwährenden Erosion der eigenen Ansprüche, des Versagens von großspurig angelegten Lebensentwürfen, des unaufhaltsamen Versiegens von Lebenszeit und einem Restglückspotenzial, das mit den Jahren zunehmend schneller durch die Finger zu rinnen scheint. Zwölf hinterfotzige Hits sind das trotzdem, fernab von allem, was man als irgendwie aktuelle Hörgewohnheit verorten könnte. Es sind die typischen NDW-Simplizismen, mit denen Dorau einen unversehens immer noch ein Stück weiter hinausführt, bis das Eis gefährlich dünn wird und man die Düsterkeit unter den Füßen schon sehen kann. Es ist eine illusionistische Meisterleistung, nur wer genau hinschaut, kann erkennen, dass die süßen Mädchenchor-Sirenen von einer Inga Humpe gesungen werden, oder dass mit Andi Thoma von Mouse On Mars ein ausgewiesener Klangkünstler produziert hat. „Hier geht es nicht um Liebe, hier geht es nur um Schmerz“, singt er denn auch zu einer Melodie, die man nur als schunkel-herzig bezeichnen kann. Eine lustige Tuba und eine Hawaii-Gitarre machen aus dem bitterbösen „Neid“ eine niedliche kleine Rumpelnummer. Das grandiose Finale „Gehen (Baby Baby)“ ist dann schließlich noch einmal eine im Sinne der eingangs des Album betrachteten „Größenwahn“-Tragik eines Phil Spector unwiderstehlich breitwandige Goldrand-Eloge mit allen Schikanen der Eingängigkeit. Die vielleicht schönste Hymne des Scheiterns, die ein deutscher Popmusiker je auf Platte gebracht hat.

Kurzbeschreibung

Der König der Leichtigkeit ist zurück! Endlich ist es so weit: Andreas Dorau meldet sich mit seinem brandneuen Studioalbum auf dem Berliner Staatsakt Label zurück!

"Todesmelodien" heisst das neue Werk und beschäftigt sich auf die typsich unbeschwerte Dorau-Art mit dem wohl schwersten Thema des Lebens: Dem Tod. In luftigem Electropop (produziert von Andi Thoma / Mouse On Mars) singt Dorau von der Vergänglichkeit wie andere über Kaugummi! Meisterlich! Diesem Mann spriesst Pop einfach aus allen Poren! Als Gäste zum 30. Bühnenjubiläum sind auf "Todesmelodien" zu hören: Inga Humpe, Carsten"Erobique" Meyer und Francoise Catus (Stereo Total).


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Er ist nicht wie die Anderen, 20. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Todesmelodien (Audio CD)
Andreas Dorau ist bestimmt einer der originellsten Deutschen Künstler. Das beweist er auch hier wieder mit Todesmelodien.
Total abseits jeglichen Kommerz und Chartsplatzierungen findet hier ein kleines Meisterwerk statt.

Das Dumme daran ist, dass man als Fan natürlich Todesmelodien automatisch mit dem Vorgänger von 2005 vergleicht.
Dabei schneidet dann Todesmelodien nicht ganz so gut ab wie Ich bin der Eine von uns Beiden. Deshalb eigentlich "nur" 4 Sterne, aber eben doch nicht und ich vergebe 5*, denn für sich genommen ist dieses Album eben ein Hochgenuss.

Mein Vorrezensient sprach von Komplettismus. Herrlich. Auch ich leide daran und würde wahrscheinlich auch zugreifen, wenn Dorau 45 Minuten lang gähnen würde auf einer CD. Die würde dann aber nur noch 3 Sterne erhalten :)

Todesmelodien ist etwas für Leute, die Absonderlichen Sound gepaart mit Minimal-Elektro und einem kräftigen Schuss Schlager nicht scheuen. Kommen die zum Teil mehr als schrägen Texte dazu.
Wie gesagt, das Vorgängeralbum war etwas besser. Du Dusel, es war doch nur ein Fusel, wird mir ewig im Gedächtnis haften, unter anderem.

Die Songs auf diesem Album sind zumeist wieder sehr eingängig und haften sich nach mehrmaligem Hören ins Gedächtnis ein und sind alle sehr gut bis auf:
Ausruhen: Da braucht es schon Masochismus, damit man diesen Song beim Wiederholten Hören nicht skipt oder aus der Playliste streicht. Konträr zum Text, der eigentlich Entspannung, Lebensfreude und Ausruhen verspricht, würde man nach Anhören dieses Songs wohl lieber eher zur Axt greifen und schnellstens ein Opfer finden.

Mein Lieblingssong momentan ist wohl Stimmen in der Nacht: Ein halbdunkles Zimmer, braunes Gebälk, an der Wand die Tapete, die Dir so gefällt (Textauszug).
Dorau versteht es, banalste Begebenheiten und langweiligste Dinge verbal interessant und originell zu beschreiben. Und das auch noch mit eingängigen Melodien.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Andreas Dorau? Kenn ich nicht. - Solltest Du aber!, 12. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Todesmelodien (Audio CD)
Wie schön, dass Andreas Dorau ein neues Album gemacht hat! Und wie gut es geworden ist! Es ist wirklich jammerschade, dass das deutsche Durchschnittsohr, weichgespült von der immergleichen Reißbrettkacke die auf Bayern/Hessen/SWR/ETC 3 dudelt, diesen bemerkenswerten Künstler seit Jahren überhört, und gnadenlos in den Regalen der Plattenläden liegen lässt. Ist es der Frust darüber, der Herrn Dorau bewogen hat, sein Album "Todesmelodien" zu nennen? Denn wer sich unter "Todesmelodien" ein düsteres, getragenes Album in Moll vorstellt, der irrt gewaltig. Sicher, bei nahezu allen Songs dieses Albums hängt thematisch irgendwie eine gewisse Verdrießlichkeit mit im Raum, die durch die Melodien allerdings schnell aufgelöst wird. Es kann sich wirklich niemand so charmant über Größenwahn, Neid, Trennung oder menschliche Inkonsequenz auslassen wie Herr Dorau, ohne dabei zu nerven (außer vielleicht auf dem Titel "Ausruhen", da hätte er vielleicht mal einen Schluck Wasser vor der Aufnahme trinken sollen). Der dorau'sche Sound hat sich auf "Todesmelodien" ein wenig verändert: weniger housig und elektronisch und keine Samples wie auf den Vorgängern, dafür etwas mehr "live"Sound mit Klavier, Schlagzeug, Gitarre... das mag dem Dorau-Fan im ersten Moment missfallen, klingt aber echt gut, und ist natürlich trotzdem Dorau: hier eine überraschende Harmonie, da eine etwas schief intonierte Melodie bei der man nicht das Gefühl hat, sie schon tausendmal vorher gehört zu haben, dann wieder fast schon banaler Tralala-Pop auf grooviger Bassline, ein paar Synthie-Sounds gibt es ja trotz allem noch, und auf einmal ertappt man seine Finger dabei, wie sie bei "Größenwahn" von alleine angefangen haben, mitzuschnippen. Kurz gesagt: Wer Andreas Dorau nicht kennt, hat was verpasst.

Anspieltipps: Größenwahn, Stimmen in der Nacht, Es war hell
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Bekenne mich schuldig, 26. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Todesmelodien (Audio CD)
Andreas Dorau begleitet mich seit 1981, als Fred vom Jupiter landete. Und seitdem
habe ich mir fast jedes Album von ihm gekauft, es ist wirklich eine Sucht. Der Typ
ist seit Jahrzehnten so konsequent "daneben", das es Spaß macht. Er hat es drauf
seine schräge Stimme und seine noch schrägeren Texte immer wieder in tolle, zeitlose
Popsounds zu verpacken.
Anspieltipp von mir: Edelstein, Und dann
Was ich besonders mag, unabhängig vom aktuellen Album:
Das Mädchen auf dem Foto (70 Minuten Musik unbekannter Herkunft)
Kleines Stubenmädchen
Nordsee
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