In diesem mittlerweile 12. Krimi um die Frankfurter Kommissarin Julia Durant wird die amerikanische Studentin Jennifer Mason brutal ermordet in ihrer WG aufgefunden.
Julia Durant ist nach ihrer Entführung gerade wieder im Dienst und wird mit dem Fall beauftragt.Ihr Partner Frank Hellmer hat mittlerweile eine neue Partnerin und so fühlt sich Julia immer irgendwie nur als '5. Rad am Wagen', irgendwie nicht mehr gebraucht.
Nach einem Cut geht es zwei Jahre später weiter. Aufgrund einer Krankheit des Dezernatsleiters hat Julia Durant kommissarisch vorerst seinen Posten übernommen. Langsam kehrt sie wieder vollends zurück ins K11 und auch das Verhältnis zu Hellmer bessert sich merklich.
Es geschieht ein zweiter Mord und ihren Mitarbeitern fällt eine Gemeinsamkeit zu dem an Jennifer Mason auf. Dann überschlagen sich die Ereignisse...
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Ich habe unwillkürlich irgendwie immer auf den Zeitpunkt gewartet, wann bemerkbar ist, an welcher Stelle Daniel Holbe das Manuskript übernommen und weitergeschrieben hat. Als großer Andreas-Franz-Fan habe ich zugegebenermaßen ein wenig geargwöhnt, ob es ihm überhaupt gelingen würde, den Thriller im Stil Franz' zuende zu führen. Ich denke, mit diesen Gedanken stand ich auch nicht ganz alleine da...
Die Idee vom Verlag, als Daniel Holbe sein Manuskript einreichte, ihn zu fragen, ob er den Roman beenden möchte, war eine wirklich gute, denn Holbe ist nicht nur bekennender Franz-Fan, sondern schreibt auch ähnlich wie er, so dass mir als Leser absolut nicht aufgefallen ist, ab wann er übernommen hat; ob er nur das Ende verfasst hat, ab dem Mittelteil oder gar nur noch kleine Dinge dazu geschrieben hat.
Ich finde, das spricht eindeutig für ihn. Zumal er es als große Ehre bezeichnet hat, das Werk dieses großartigen Autors vollenden zu dürfen. Als Fan hatte ich mir eben diesen Respekt auch gewünscht. Schön, dass Daniel Holbe das ebenso sieht ! Das spiegelt sich auch am Ende wieder, als er der Witwe von Andreas Franz für ihre Mithilfe/ihr Lektorat dankt.
Die Spannung wird konstant gehalten, der Leser erfährt Einiges über die Hintergründe der einzelnen Charaktere, die sehr gut beobachtet und 'skizziert' sind, ohne von der spannenden Handlung abzulenken, wie man es von Andreas Franz auch immer gewohnt war.
Das Ende wartet noch mit Überraschungen auf. Solche Wendungen mag ich persönlich sehr gern, das macht für mich den Reiz eines guten Thrillers aus, diese Undurchschaubarkeit.
Insofern kann ich nur sagen: egal ab wann Sie mitgeschrieben bzw. weitergeschrieben haben, Herr Holbe, Chapeau ! Ich würde ein Buch von Ihnen auch kaufen !
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P.S. Ich habe jetzt - Tage nach dem Posten meiner obigen Rezension - gelesen, dass im März 2013 "Tödlicher Absturz" erscheint. Wieder mit Andreas Franz als Hauptautor, aber auch wieder unter Mitwirkung von Daniel Holbe. Ich bin sehr gespannt !