"Todeskette" von Colin Forbes ist ein grandios schlechtes Buch.
Es wirkt lieblos geschrieben, wichtige Details werden in wenigen Sätzen behandelt.
Die Verfolgung eines Opfers durch einen Mörder beschreiben die meisten Autoren seitenfüllend und spannend, hier ist es eine halbe Seite nüchterner Beschreibung, Spannung kann gar nicht erst aufkommen.
Die Hauptfiguren, Mitglieder des SIS (MI6), benehmen sich wie gewöhnliche Kriminelle, werfen Leichen in Schluchten oder verstecken Sie unter Hecken.
Die Charaktere werden grob angerissen, aber nicht wirklich ausführlich beschrieben. Zudem wechseln bei allen Figuren im Buch immer wieder Stimmung, Fähigkeiten und Einstellung.
Daher fällt es schwer, sich einzufühlen, eine Spannung aufzubauen und ein eigenes Interesse an der Geschichte zu entwickeln.
Es ist mir seit Jahren nicht mehr passiert, dass ich ein Buch vorzeitig aus der Hand gelegt habe - bei diesem war es aber der Fall.
Die Story ist einfach nur lächerlich - von vorne bis hinten.