Der Protagonist ist ein sog. Cleaner, einer, der die Reste eines Verbrechens einschl. einer Leiche "freiberuflich" und ohne Spuren beseitigen soll.
Also ein Gangster. Allein dieser Umstand sollte ihn eigentlich für uns Leser nicht sonderlich sympathisch machen. Und der wird nun zum Helden eines Thrillers.
Es geht eigentlich relativ "harmlos" und nachvollziehbar los, fast wie in einem normalen Krimi. Auch, daß er plausible Gründe hat, den Hintergrund seines aktuellen Auftrags auszuforschen - natürlich auf eigene Rechnung incl. des Honorars für seine Helfer. Dafür, was er dann so alles an Recourssen aufwendet, muß er eine ganz schöne Rücklage haben.
Jedenfalls wird die Story immer diffuser und unglaubwürdiger - fast wie bei James Bond. Spannend geschrieben ist sie trotzdem und das ist alleine der Grund, warum es mich zeitweise wie ein Sog gepackt hat - ich kam fast mit dem Lesen nicht mit, so schnell ist die Story in der zweiten Hälfte geschrieben. Gut, ich konnte mich endlich vom Sog befreien und wieder Luft holen und mir sagen: warum tust Du Dir so etwas an? Könntest Du Deine Zeit nicht mit etwas Sinnvollerem verbringen? ZB mit richtiger Literatur? Deshalb weg damit - werde schon jemanden finden, der solche Bücher mag.