"Todeshunger" ist der zweite Teil der geplanten Hasser-Trilogie von David Moody.
Danny McCoyne ist zum Hasser geworden und wandert nun durch das verwüstete England auf der Suche nach seiner Tochter. Den Menschen auf beiden Seiten, Unveränderte wie Hasser, geht es immer schlechter, die Lebensmittel werden knapp, eine medizinische Versorgung gibt es praktisch nicht mehr. Wer wird diesen Krieg gewinnen, Hasser oder Unveränderte. Findet Danny seine Tochter, lebt sie überhaupt noch? Und warum sind gerade Kinder wie Ellis so wichtig geworden?
Mir hat auch der zweite Teil der Hasser-Trilogie sehr gut gefallen, auch wenn dieser blutiger, grausamer und brutaler ist als der Vorgänger. Dennoch geht Moody auch in diesem Buch vor allem auf die Gefühle der Menschen nach einer solchen Katastrophe ein. Hungersnot, Epidemien und die pure Frage nach der eigenen Existenz quälen die Menschen ohne Aussicht auf Besserung. Wie Danny an einer Stelle sinngemäß sagte: "Warum soll ich diese Unveränderten töten? Sie sind doch schon längst tot." Lediglich zum Ende hin frage ich mich, ob die geschilderten Vorgänge logisch sind bzw. möglich. Ich möchte hier jedoch nicht spoilern und sagen, warum ich mich das frage. Deswegen habe ich jedenfalls einen Stern abgezogen.
Das Buch ist schnell zu lesen, hauptsächlich in der Ich-Perspektive geschrieben (die Sicht von Danny), es gibt aber auch einige auch optisch veränderte Kapitel aus der dritten Person Sicht (der Unveränderte Mark). Die Kapitel selbst sind meistens kurz und man verschlingt dieses Buch förmlich.
Ich hoffe, dass der Goldmann-Verlag auch den dritten Teil herausbringen wird (nach Anfrage steht dies zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht fest), da ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Das Buch endet aber nicht mit einem direkten Cliffhanger, dies muss man also nicht befürchten.
Auf jeden Fall ein Lesegenuss für alle Freunde von Endzeit-Romanen. Generell sollte man sich als Fan dieses Genres den Namen David Moody gut merken.