auch, wenn diese Krimis viel sachlicher und weniger mythisch geschrieben sind, stehen ebenfalls drei skurile, aber sehr sympathische Ermittler im Mittelpunkt. In "Todesgracht" fließt erfreulicher Weise nicht 1 Tropfen Blut, was mir bei der momentanen Inflation der Serienmörder besonders gut gefallen hat. Natürlich kommt dadurch auch nicht so eine nervenzerrende Spannung auf.
Aber der Autor hat 20 Jahre bei der Kripo gearbeitet und so nachvollziehbar ist dann auch die Ermittlungsarbeit, die hier im Vordergrund steht. Sehr interessant und unaufgeregt das ganze.
Besonders gefallen haben mir die 3 grundsympathischen Ermittler-Charaktere, die natürlich nicht ohne Ecken und Kanten sind, aber eben auch nicht so kaputt wie bei Rankin oder Nesboe.
Das nüchterne und knappe Erzählen hat mir ebenfalls gut gefallen, nichts wird hier so ausgebreitet wie bei den ganzen skandinavischen Krimi-Autoren (Ausnahme: Mats Wahl). Leider ist das Lesevergnügen deswegen schon nach wenigen Stunden wieder vorbei.
Einziger Wermutstropfen bei "Todesgracht" sind 1-2 Zufälle zu viel, so dass am Ende alles doch etwas sehr gut ist.
Beide Martin-Boks-Krimis müssen nicht zwingend in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.