Lokal-Krimis sind wahrscheinlich einer der grossen Belletristik Wachstumsmaerkte und 'Todesgarten' versucht sich als Berlin-Krimi. Das Ambiente wirkt aber ueber grosse Teile etwas touristisch-oberflaechig-Tiergarten, Potsdamer Platz, Currybuden, Ostbahnhof und ein Club fuer die Schwullesbische Szene. Im Mordfall an einem Barkeeper im Tiergarten waehrend einer Drogenrazzia in 'seinem' Club wird ordentlich ermittelt was zwar zu einem realtiv realistischen Szenario fuehrt aber wenig spektakulaere Szenen fuer erfahrene Krimi-Leser zu bieten hat. Drogen, Beziehungsgeflechte, alte, offene Rechnungen. In dieses Geflecht werden dann zwei Polizisten eingefuehrt die persoenlich in den Fall involviert sind und vorallem dadaurch auffallen, dass sie serienweise Dienstvergehen begehen. Die Charaktere werden nicht detailliert genug beschrieben, als das man ihnen das totale und sofortige Ueberbordwerfen von professionellen Standards abnimmt. Gluecklicherweise ist der Taeter am Ende in einer anderen Ecke zu suchen, so dass die beiden Polizisten unbemerkt davon kommen werden. Alles in allem leichte, harmlose Krimiunterhaltung die den Berlin-Faktor nicht stark genug in Szene setzt. So bleibt ein fast ausstauschbarer, moderner Grossstadtkrimi ohne Ecken und Kanten.