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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Oktober 2013
Inhalt:
Frauen werden entführ und bestialisch misshandelt. Der Täter sucht den Kontakt zu jeweils einer dem Opfer nahestehenden Person. Löst diese Person innerhalb von 48 Stunden ein Rätsel, das den Grund und/oder den Namen der Entführung/Entführten enthält, wird das Opfer freigelassen. Andernfalls wird der Entführer es töten. KK Sabine Nemez vom Münchner KDD wird auf grausame Weise in den Fall involviert. Das erste der Polizei bekannte Opfer ist ihre Mutter. Zudem wird auch noch ihr Vater als Tatverdächtiger in U-Haft genommen. Gegen die ausdrückliche Anweisung ihres Vorgesetzten verbeißt sie sich in den Fall. Als der sehr merkwürdige niederländische BKA-Profiler Maarten S. Sneijder in ihr Revier eindringt, nimmt die Geschichte einen rasanten Verlauf. Sneijder scheint zwar ein arrogantes Ar......h zu sein, aber immerhin ein geniales. Er bindet Sabine in seine Ermittlungen ein. Gemeinsam begeben sich die beiden über München-Dresden-Köln und Wien auf die Jagd nach dem Täter.

Schreibstil:
Gruber versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. einmal angefangen, fällt es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Beschreibung der Personen ist manchmal ein wenig zu eng an den Fall gebunden. Mehr Tiefe bei der Darstellung der Persönlichkeiten hätte dem Roman sicher gut getan. Dennoch versteht der Autor es, beim Leser Empathie für die Protagonisten zu wecken. Manchmal blitzt ein wenig (typisch österreichischer?) schwarzer Humor auf. Meistens jedoch bleibt Gruber ernst und sachlich in seiner Schreibweise.

Fazit:
Ein wirklich gelungener Roman. Wir haben nicht sehr viele deutschsprachige Krimi-Autorinnen von internationalem Format. Gruber darf man jedoch bedenkenlos dieses Format attestieren. Besonders positiv ist sein fundiertes Fachwissen (Beteiligung von ExpertInnen?) im Bereich der Psychiatrie und der Psychologie insbesondere auch unter forensischen Aspekten. Ein wenig mehr persönliches Profil seiner Personen und der Roman wäre ein wirklich einmaliges Erlebnis gewesen. Aber auch so reicht er weit über das hinaus, was man als "Alltagskost" aus der Krimi-Küche kennt. Daran ändert auch die Tatsache, dass der/dem LeserIn schon recht bald die Identität des Täters kenn, nichst. Im Gegenteil. Es ist sehr spannend, zu beobachten, wie die Ermittler den Wissensvorsprung der LeserInnen einholen. Maarten S. Sneijder hat das Zeug zum Kult-Ermittler. Auf ihn sollte Gruber auch in Zukunft nicht verzichten. Er und Sabine Nemez wären ein kongeniales Team
11 Kommentar43 von 49 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juni 2014
Ich bekam diesen Roman empfohlen als "Pflichtlektüre für Thriller- und Krimifans" und muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch hat alles, was man sich wünschen kann: eine Handlung die einen sofort in ihren Bann zieht, tolle, sehr ausgereifte (wenn auch manchmal ein bisschen überzeichnete) Charaktere und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.
Die Idee hinter der Geschichte ist absolut genial und - meiner Meinung als Vielleserin nach - auch durchaus innovativ, ich habe noch nichts vergleichbares gelesen. Die Handlung ist so verschachtelt und parallel geschalten dass man sich zunächst nach dem "warum" fragen muss, doch die finale Auflösung ist außerordentlich gut gelungen - logisch und in sich völlig stimmig. Ein actiongeladener Showdown bildet den krönenden Abschluss für dieses unglaubliche Buch.
Der Appetit wurde geweckt, ich kann es kaum erwarten, mehr zu lesen!
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am 13. August 2013
Man nehme ein Kinderbuch, ein Gedicht, welches schon seit Generationen kursiert, einen Vanilletee trinkenden Niederländer, eine nach höherem strebende Polizistin, sowie nicht zuletzt einen Killer, der es nicht an Einfallsreichtum bei seinen Morden fehlen läßt. Fertig ist ein gelungener Thriller.

Mein erstes Buch von Andreas Gruber, aber zum Glück hat er ja noch mehrere zu Papier gebracht. In Todesfrist zieht der Prolog den Leser gleich in die Geschichte. Und wie! Andreas Gruber versteht es, eine Geschichte zu erzählen, die glaubwürdig und nachvollziehbar ist. Die Charaktere sind ausreichend beschrieben und man folgt ihnen gerne auf ihren Wegen durch München, nach Dresden oder zum Schluß nach Wien. Gerade Maarten Sneijder hat es mir angetan. Seine mit Witz gepaarte Arroganz machen ihn zum idealen Protagonisten für die Geschichte.

Immer wieder kreuzen sich die Handlungsstränge, teils in Rückblicken, ehe sie sich auflösen und im Finale zusammenfließen. Der flüssige Erzählstil rundet das Ganze ab. Fazit: Empfehlenswert
0Kommentar24 von 29 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eine Frau wird in einem Kellergewölbe bei lebendigem Leib einbetoniert, eine weitere Frau tot in einer Münchner Kirche gefunden: Sie ertrank an schwarzer Tinte. Die Münchner Kommissarin Sabine Nemez vom Kriminaldauerdienst wird ungewollt in den Fall des Serienmörders hineingezogen. Dieser entführt seine Opfer und hinterlässt bei einem Angehörigen per Telefon folgende makabre Nachricht: „Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.“ Zusammen mit dem BKA-Profiler Maarten S. Sneijder versucht Sabine, den Serienmörder zu fassen, doch die Zeit drängt, denn dieser erhöht sein Tempo und hat bereits die nächste Frau in seiner Gewalt. Bald entdecken sie, dass der Täter nach einem alten Kinderbuch mordet: Dem Struwwelpeter-Buch und es sind noch einige Geschichten übrig …

Schon allein der Prolog ist äußerst beklemmend angelegt. Man erlebt, wie der Serienmörder eine Frau lebendig einbetoniert, nur ihr Kopf schaut heraus und mithilfe von Infusionsschläuchen wird sie mit dem Nötigsten versorgt. Man spürt regelrecht die Panik der Krankenschwester, als ihr bewusst wird, dass sie möglicherweise über Monate in diesem Betonblock überleben könnte und ist gleichzeitig entsetzt über das kaltblütige, emotionslose Verhalten des Mörders.

Danach geht Andreas Gruber zur eigentlichen Geschichte über und erzählt diese in unterschiedlichen Handlungssträngen, welche anfangs kaum Berührungspunkte aufweisen und auch stellenweise in schnellen Wechseln erzählt werden. Einige Verbindungen kann man früh erraten, andere ergeben sich erst im Verlauf der Story, doch wie schlussendlich alles miteinander verknüpft ist und warum der Mörder ausgerechnet diese Frauen entführt, darüber lässt einen Andreas Gruber sehr lange im Unklaren. Näher möchte ich auf die Story nicht eingehen, da ich ansonsten zu viel von der komplexen Geschichte erzählen und dies die Spannung mindern würde. Soviel sei aber noch verraten, dass die Erzählstränge nicht nur in München, sondern auch noch in Köln, Dresden und Wien spielen und der Autor am Schluss des Thrillers keine Fragen mehr offen lässt.

Geschickt und äußerst intelligent baut Andreas Gruber seinen Psychothriller auf, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Von Anfang an ist die Spannung auf extrem hohen Niveau und hält sich mühelos bis zum Ende, steigert sich zumeist im Verlauf noch und flacht niemals ab. Der Thriller ist wirklich Nervenkitzel pur. Und auch, wenn man schnell eine Vermutung zur Identität des Täters erhält, überrascht der Autor einen selbst hier noch, baut überraschende Wendungen in die komplexe Story ein und nimmt sich gleichzeitig genug Zeit, auf das Gefühlsleben seiner einzelnen Protagonisten einzugehen. Sein Schreibstil ist jederzeit als äußerst flüssig, einnehmend und sehr fesselnd zu beschreiben.

Und auch seine Protagonisten sind sehr vielschichtig angelegt, agieren jederzeit überzeugend, dürfen Fehler machen, haben Ecken und Kanten, überraschen in ihrem Verhalten und nehmen schnell Konturen an. Besonders gelungen ist Andreas Gruber der Charakter des Profilers Maarten S. Sneijder. Der Niederländer, der für das Wiesbadener BKA arbeitet, wird mit dem Fall betraut und ermittelt bald zusammen mit der sympathischen Sabine an dem Fall. Snyder ist ein absolutes Ekelpaket: arrogant bis zum geht nicht mehr, rücksichts- und respektlos, gerne auch beleidigend. Marihuana hilft ihm beim Denken, während Zimmerpflanzen ihn dabei behindern, also werden sie kurzerhand entsorgt, Informationen verlangt er in drei klaren Sätzen, er leidet fast ständig unter extremen Kopfschmerzen und trinkt literweise Vanilletee. Aber Snyder ist auch ein brillanter Kopf, der schon bald von der doch recht unkonventionellen Ermittlungsarbeit von Sabine beeindruckt ist, sie sogar schützt und Sabine bald an seinen Ermittlungen beteiligt. Aber obwohl Andreas Gruber den Profiler als Unsympath hoch zehn darstellt, spürt man doch nach einiger Zeit, dass Snyder durchaus auch anders kann.

Fazit: Ein sehr vielschichtiger, extrem spannender Psychothriller, der mit einer hervorragend durchdachten Story und wunderbaren Charakteren von der ersten Seite an absolut überzeugt.
22 Kommentare63 von 80 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. April 2013
Gleich nach Lisa Becker, besonders in DER VAMPIR VON BERLIN, ist Sabine Nemez meine liebste deutsche Kommissarin. In Todesfrist ist die Idee, dass ein Buch als Anleitung für den Mörder dient, nicht besonders neu, aber sehr beklemmend dargestellt. Was mir besonders gut gefällt: Viele verschiedene Schauplätze in ganz Deutschland und auch Wien werden besucht – ein deutsch-österreichischer Thriller auf höchstem Niveau!
0Kommentar121 von 156 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. August 2015
Super spannend bis zum Schluss. Allen Thriller Fans zum empfehlen. Freue mich auf mehr von Andreas Gruner und hoffe auf mehr von ihm
0Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 15. März 2014
Der Prolog war eine gute Einführung, denn er geizte nicht mit Gänsehautfeeling der makaberen Art und mir wurde kalt. Schon hier bekomme ich einen Vorgeschmack, wie krank und psycho der Täter ist. Diese Szene wurde durch das Opfer erzählt, was ich persönlich als besonders schlimm empfinde. Und durch die Stimme von Doris Wolters, die sich dieser grausamen Situation so angepasst hat, wurde es noch eine Spur beklemmender. Ich musste heftig schlucken und ich denke nicht, dass es mir beim Lesen genau so ergangen wäre. Doris Wolters hat den Prolog perfekt in Szene gesetzt. Ich bin begeistert von ihrer Art zu lesen. Sie verändert ihre Stimme immer nur um eine kleine Nuance und die Wirkung ist enorm. Das zieht sich durch das ganze Hörbuch. Eine Stimme, der ich immer weiter zuhören könnte!

Die Story wird in zwei Strängen erzählt. Der Entführer nimmt mit Helen Berger Kontakt auf und spielt mit ihr ein gemeines Spiel, denn der Einsatz ist das Leben seines entführten Opfers. Hier wird die Grausamkeit des Spiels so deutlich. Bei der Kontaktaufnahme verstellt er seine Stimme und das wurde von Doris Wolters perfekt vorgetragen. Beim Lesen hätte es mich bestimmt nicht so gegruselt wie beim Hören.

Der andere Strang ist Sabine Nemez und dem genialen Maarten S. Sneijder gewidmet. Seine Interpretation durch Doris Wolters war einfach brillant. Sie gibt ihm eine leicht näselnde Stimme mit dem typisch niederländischen Dialekt. Auf diese Stellen habe ich mich besonders gefreut und ich war ziemlich schnell ein Fan von diesem sympathischen Ekelpaket. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und stösst seine Mitmenschen reihenweise durch seine direkte Art vor den Kopf. Seine von ihm gewählte Partnerin Sabine Nemez nennt er liebevoll Eichkätzchen, was ihr anfangs gar nicht gefallen hat. Zwischendurch muss er immer mal wieder einen Joint rauchen gegen seine Clusterkopfschmerzen und das macht er mit einer Selbstverständlichkeit, über die ich mich einfach nur amüsieren konnte.

Sneijder und Nemez bilden ein stimmiges Team und kommen dem Täter immer näher. Der Spannungsbogen ist straff gespannt und hielt sich bis zum Ende. Dort sah ich dann auch den Prolog mit ganz anderen Augen, was mir eine weitere Gänsehaut bescherte. Der Plot ist gut erdacht, nicht vorhersehbar und sehr spannend erzählt. Das I-Tüpfelchen ist für mich Doris Wolters, die mit ihrer Stimme jede Szene perfekt interpretiert!
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TOP 500 REZENSENTam 30. Oktober 2012
Andreas Gruber verwendete für seinen Thriller altbekannte Zutaten. Eine junge Ermittlerin, die privat ein paar Probleme hatte und die durch die Ermordung ihrer Mutter in den Fall persönlich involviert war, wurde sie von den Ermittlungen in diesem Fall abgezogen. Zuerst ermittelte sie auf eigene Faust, dann an der Seite des BKA-Analytikers. Man sollte meinen, den Leser erwartet einen der üblichen 08/15 Thriller, aber weit gefehlt. Der Autor hat seinen Thriller äußerst intelligent konstruiert. Anleihen nahm er bei einem Kinderbuch, anhand dessen er die Taten förmlich inszenierte. Die Opfer waren in Köln, Dresden, Leipzig, München und Wien zu Hause und immer bekam eine ihm nahestehende Person eine Art Hinweis, verbunden mit einem Rätsel und einer Frist von 48 Stunden. Konsequent wurde der Spannungsbogen aufgebaut und durchgehend bis zum Ende hin gehalten, die äußerst brutalen und wohl durchdachten Morde sind dafür nur ein Mittel zum Zweck. Daneben wurde durch die dauernden Geplänkel um den etwas sonderbaren Fallanalytiker Sneijder eine gewisse Lockerheit in seine Story gebracht, die den Leser immer wieder durchatmen lassen und andererseits die Neugier auf die weiteren Ermittlungen steigerte. Neben dem Handlungsstrang um die eigentlichen Taten existierte parallel ein weiterer, der den Leser in die Praxis einer Psychotherapeutin führte. Beide Stränge werden im Laufe der Handlung geschickt miteinander verwoben.

"Todesfrist" ist sehr flüssig zu lesen, ständig verspürte ich den Drang, mehr wissen zu wollen. Die Idee des Autors, das Kinderbuch als Mordvorlage zu nehmen, fand ich ebenso unkonventionell wie originell. Nicht zuletzt trugen die Personen, die dem Alltag entschlüpft zu sein schienen, zu dem sehr gelungen Thriller bei.

Wer gern Thriller mit gut ausgetüftelten Morden liest, sich von grausamen, perfiden und blutigen Taten nicht abschrecken lässt und genügend Zeit für 400 Seiten Spannung hat - den aus der Hand konnte ich das Buch nicht legen - wird mit "Todesfrist" sehr gut beraten sein. Ich bewerte es mit 5 Sternen.
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am 22. März 2015
Dank der Büchereulen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Dort wurde eine Leserunde zur Fortsetzung „Todesfrist“ angeboten und obwohl man keine Bücher gewinnen konnte, hatten sich sehr viele Eulen zu dieser Leserunde angemeldet. Die vielen positiven Stimmen im Rezensionsthread zu „Todesfrist“ taten dann ihr Übriges und so landete das Buch auf meinem eBook-Reader.

Dass der Thriller sehr spannend ist, hatte ich schon in den Rezensionen gelesen. Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich das Buch an den elementarsten Lebensnotwendigkeiten hindern könnte. Die Handlung war so fesselnd, dass ich mich nur widerwillig von meinem eBook-Reader trennte. Immer wieder wollte ich das aktuelle Kapitel noch zu Ende lesen, bevor ich ins Bett musste oder eine neue Wasserflasche brauchte, weil der Durst doch langsam zu extrem wurde. Aufgrund der kurzen Kapitel dachte ich immer wieder: das Kapitel kannst du ja noch schnell lesen und danach machst du dann … Irgendwie kann ich froh sein, dass ich das Buch schnell durchgelesen habe. Denn so haben mein Körper und meine Arbeitsleistung im Berufsalltag nicht allzu sehr gelitten.

Jede Idee steht und fällt mit den Protagonisten, die sie umsetzen. Sabine Nemez, die Ermittlerin vom Münchener Kriminaldauerdienst, war mir sofort sympathisch. Ihr Wunsch den Mörder ihrer Mutter zu finden, lässt sie Grenzen überschreiten und niemand kann sie von den eigenen Ermittlungen abhalten. Das fand ich sehr bewundernswert. Beim zweiten Ermittler verhielt es sich mit meiner Sympathie etwas anders. Maarten S. Sneijder konnte ich zu Beginn absolut nicht leiden. Ich hielt ihn für einen arroganten Kerl, der auf niemanden Rücksicht nimmt. Erst gegen Ende des Buches konnte ich mich mit ihm arrangieren. Die Polizisten Nemez und Sneijder sind zwar ein zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftiges aber dennoch gutes Team, von dem ich gerne mehr lesen möchte. Zum Glück gibt es zwischen den beiden keine romantischen Verwicklungen, so dass die Zusammenarbeit immer professionell bleibt und keine verletzten Gefühle die Ermittlungsarbeit behindern. Denn dies finde ich immer ziemlich nervig.

Wer sich dazu entschließt „Todesfrist“ zu lesen, bekommt einen soliden Thriller, der sehr spannend geschrieben ist. Durch die kurzen Kapitel und die vielen mit einander verwobenen Handlungsstränge, die sich aus verschiedenen Zeitebenen und Handlungsorte bestehen, bleibt die Spannung konstant auf einem hohen Niveau. Dazu tragen noch zusätzlich die vielen überraschenden Wendungen bei. Obwohl sich vieles miteinander verstrickt, schafft es Andreas Gruber am Ende alle Handlungsstränge so zusammenzuführen, dass sich alles auflöst und keine Fragen mehr offen bleiben. Was nicht unerwähnt bleiben sollte, sind die Morde und Tatorte, die in diesem Roman zu finden sind. Bei einem Thriller benötigen diese eigentlich keine separate Erwähnung, dennoch möchte ich für die Personen mit einem schwachen Magen darauf hinweisen, dass Andreas Gruber die Morde und Tatorte sehr detailliert beschreibt. Mir macht dies nichts aus, aber ich kenne Personen, die zwar Thriller lesen, aber mit solchen genauen Beschreibungen ihre Probleme haben.

Mein Fazit:
Ich kann mich den vielen positiven Stimmen nur anschließen und dieses Buch jedem Thrillerfan wärmstens ans Herz legen. Es gehört zu meinen Lesehighlights von 2015 und bekommt 5 Sterne.
0Kommentar3 von 4 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Sabine Nemez ist die jüngste Kommissarin vom Münchner Kriminaldauerdienst. Liebend gern würde sie sich zur Profilerin ausbilden lassen und stellt jedes Jahr einen Antrag ans BKA, bis jetzt ohne Erfolg.
Eines Abends, sie will gerade zur Nachtschicht, trifft sie auf ihren Vater, der auf sie wartet. Er erzählt ihr verzweifelt, dass er von jemandem angerufen wurde, der ihm eine Frage stellte, die er lösen soll. Wenn ihm das innerhalb von 48 h nicht gelingt, stirbt seine Exfrau. Die Zeit ist abgelaufen und er weiß sich keinen Rat mehr.
Als sich Sabine bei ihrer Dienststelle meldet, erfährt sie, dass eine Frauenleiche gefunden wurde. Sie ahnt schreckliches, was sich auch bewahrheitet. Ihre Mutter wurde ermordet, auf grausamste Weise wurde sie mit 2 l Tinte regelrecht ertränkt.
Als sie sich mit Hilfe eines Freundes in die Systemdatenbank Daedalos einloggt, bleibt das nicht unbemerkt.
Maarten S. Sneijder, Profiler aus Wiesbaden, nimmt sich des Falles an und reißt alles an sich. Sabine würde ihm gern zur Seite stehen, aber der zynische und schroffe Kollege verzichtet.
Als sie feststellt, dass der Mord an ihrer Mutter nach dem Buch des Struwwelpeters ausgeübt wurde, wird Sneijder hellhörig und nimmt die Hilfe der jungen Kommissarin an, denn es gab schon andere Morde, die, wie Sneijder nun feststellen muss, ebenfalls nach dem bekannten Kinderbuch begangen wurden.
Die Jagd nach einem wahnsinnigen Mörder beginnt, denn noch sind nicht alle Geschichten aus dem Buch grausame Wahrheit geworden. Der Kampf gegen die Zeit beginnt...

Wow, kann ich nur sagen. Andreas Gruber läuft zur Höchstform auf.

Gleich zu Beginn des Buches wird der Leser in die Geschichte hineinkatapultiert.
Eins der Opfer wird entführt und man nimmt teil an dem Schrecken und der Angst des Opfers, kann die Verzweiflung förmlich spüren.
Weitere grauenvolle Morde passieren. Die Toten werden in München, Dresden und Leipzig gefunden, immer in einem Dom.
Alle verbindet die Tatsache, dass der Entführer und spätere Mörder eine Kontaktperson anruft, die ihm innerhalb von 48 h eine Frage beantworten muss. Schafft sie es nicht, stirbt das entführte Opfer.
Die clevere Kommissarin Sabine Nemez erkennt den Zusammenhang zwischen den Morden und dem Kinderbuch vom Struwwelpeter. Alle Morde basieren auf dieses Buch, sei es nach Art des Suppenkaspers, des Hans Guck in die Luft oder vom Zappelphillip. Immer wird eine der Geschichte dazu missbraucht, die Todesart festzulegen.
Recht bald ist klar, wer der Mörder ist.

Die Handlung verläuft in 3 Strängen.
Einerseits ermitteln Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder und gehen allen Hinweisen und Vermutungen nach und versuchen den Fall zu lösen und den Mörder zu finden.
Ein anderer Strang sind Rückblenden, an denen der Leser an Therapiestunden bei der Psychologin Dr. Rose Harmann teilnimmt , die der Mörder nach Gerichtsauflagen absolvieren muss.
Im 3. Strang ist Dr. Helena Berger, ebenfalls Psychologin eine von den Kontaktpersonen, die angerufen wird, um innerhalb von 48 h das Rätsel zu lösen. Sie, die ehemals Profilerin bei der Polizei war, versucht ihr Glück und gerät selbst ins Visier des Mörders.
Diese 3 Stränge bilden eine Einheit und so nach und nach lichtet sich das Rätsel um den Mörder und seiner Opfer.

Andreas Gruber ist mit diesem Thriller ein weiteres Meisterwerk gelungen.
Gut durchdacht und genauestens durch den Autor recherchiert, erlebt der Leser ein Wechselbad der Gefühle.
Die Morde sind in ihrer grauenvollen Art einzigartig. Die Idee, das Buch des Struwwelpeters, das an sich schon grausam ist, für die Morde heranzuziehen, ist erschreckend gut umgesetzt.
Die Ermittlungsmethoden der beiden Beamten sind eindeutig und lassen sich gut nachvollziehen.
Die Auswahl des Mörders, sich für Helena Berger zu entscheiden, finde ich absolut gelungen.

Die Protagonisten Sabine und Helena sind sehr gut gezeichnet und wirken sehr sympathisch. Selbst Maarten, der anfänglich fast wie das Ekel Alfred erscheint, hat so einige Züge, die ihn mit der Zeit menschlich scheinen lassen. Trotzdem bleibt er in seiner brummigen Art einzigartig.
Mit der Psychologin Rose konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, sie wirkte von Beginn an als zu perfekt.

Andreas Gruber jagt den Leser von Beginn an durch die Geschichte, von Mord zu Mord, ohne ihm die Zeit zu lassen, zwischendurch Luft zu holen. Man hat keine Chance, das Buch aus der Hand zu legen, man hat förmlich Angst, es geht weiter, ohne dass man dabei ist.
Geschickt verwebt er die 3 Handlungsstränge zu einem ganzen, das mit einem gewaltigen Knall endet.

Für mich war es wieder eine Offenbarung, Andreas Gruber zu lesen. Inzwischen bin ich süchtig nach ihm, einem Autor, dessen Bücher man nicht mehr aus der Hand legen kann.
Ein Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann und werde.
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