Hier nun Kommissar Sten Walls dritter Fall aus der Feder von Björn Hellberg.
Und nach dem für mich doch etwas enttäuschenden zweiten Falls "Mauerblümchen" ist die erhoffte Steigerung durchaus zu verzeichnen.
Die Charaktere sind präzise gezeichnet, die Story ist interessant und der Handlungsaufbau durchaus gelungen - allein der Plot schwächelt doch etwas.
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*Schilder informierten darüber, daß die 'Gottesboten' bis auf weiteres geschlossen waren, ohne den Grund dafür anzugeben.
Natürlich hatte sich trotzdem das übliche Hyänenrudel versammelt, angelockt von der scharfen Witterung von Blut und Gerüchten. Ein paar Neugierige spielten sich ungeniert auf, standen breitbeinig vor der Haustür, zeigten auf dieses und jenes und wussten alles besser. Andere zogen aus taktischen Gründen ein eher unauffälliges Verhalten vor. Abwartend hielten sie sich im Hintergrund und murmelten hinter vorgehaltener Hand ihre Theorien...*
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Zum Inhalt: Agne Bravander, Pastor der religiösen Gemeinschaft "Die Gottesboten", wird ermordet aufgefunden - die Tatwaffe: ein roter Stiletto, spitz und tödlich.
Kaum haben die Ermittlungen begonnen, wird das hübsche Sektenmitglied Mia Alvin in ihrer Badewanne ertränkt aufgefunden. Und Fragen kommen auf: Wie hielt sie es mit der ehelichen Treue?
An Verdächtigen mangelt es Kommissar Sten Wall beileibe nicht, denn die religiöse Sekte hat sich durch ihre strengen Regeln und Gesetze viele Feinde gemacht. Dennoch tappt der Kommissar lange im Dunkeln.
Und dann verschwindet auch noch ein Kollege von ihm ...
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Fazit: Ein beeindruckendes sowie beklemmendes Sittengemälde einer religiösen Vereinigung und deren Menschen.
P.S.: Das Buchcover finde ich unpassend und nichtssagend.
Meine differenzierte Wertung: 3,5 Sterne.
Beste Grüße - Reinhard Busse