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5.0 von 5 Sternen
Es gibt ihn doch, den perfekten Mord, 6. März 2006
Nämlich den, der nicht als Mord erkannt wird. Und das scheint gar nicht mal so selten zu sein, wenn man diesem Buch Glauben schenkt. Ich habe beim Lesen so einiges gefunden, das getrost als Aha-Erlebnis durchgehen kann - beispielsweise den Fall des leichenbeschauenden Arztes, der einen natürlichen Tod bescheinigt, obwohl er die Leiche gar nicht in Gänze gesehen hat oder die Falschheit der in vielen Fernsehkrimis beschriebenen typischen Kennzeichen beispielsweise eines Selbstmordes durch Erhängen. Jede Variante einer möglichen Gewalteinwirkung wird unter Hinzuziehung mehrerer Beispiele aus der Ermittlungspraxis detailliert beschrieben und nachvollzogen, ob es sich um Mord, Selbstmord, Unfall oder natürlichen Tod handelt. Außerdem erklärt der Autor Leichenerscheinungen, anhand derer der Todeszeitpunkt sicher ermittelt werden kann bzw. Zeichen, durch die man sich nicht verwirren lassen sollte. Das Ganze wird nüchtern und sachlich beschrieben einschließlich der möglichen Fehler, die der Ermittelnde bei der Leichenschau machen kann. Der Autor hält sich dabei nicht für allwissend. Für einen Polizisten sicherlich nur Basismaterial, aber für den interessierten Laien sehr aufschlußreich. Vorsicht: enthält einige herbe Fotos!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Todesermittlung - Ein Buch der Spitzenreiter, 26. Dezember 2004
Mätzlers Buch ist nicht nur für den Kriminalbeamten sondern auch für die Beamten der Schutzpolizei wärmstens zu empfehlen. Die Tatortarbeit ist meistens von den "Schandis" auf der Straße begonnen und wird von Kripo, Spurensicherung etc übernommen. Der erste Eindruck am Tatort ist häufig von enormer Wichtigkeit für die Ermittler.
Das Buch gibt anhand zahlreicher Fallbeispiele und Bilder (unzensierte Tatortfotos auch von Leichen etc.) Informationen über Vorgehensweise und AUfklärung der Fälle. Alle Fälle sind "echte" Tatorte und im Buch wird sehr gut beschrieben, wie die einzelnen Täter überführt werden, bzw. welche Fehler durch einzelne Beamte gemacht wurden.
EIn Buch, aus dem JEDER Polizist, der an einen Tatort kommen könnte, profitieren kann!! EIn MUSS im Bücherregal!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ganz ordentliches Standardwerk, leider leicht veraltet., 18. Mai 2010
Vorab sollte ich erwähnen, daß ich nicht die aktuelle Ausgabe, sondern die 2003 erschienene Auflage gelesen haben. Ob die von mir später genannten Mängel in der Neuauflage von 2009 behoben wurde vermag ich somit nicht zu beurteilen.
Grundsätzlich handelt es sich hier um ein informatives und fundiertes Sachbuch, mit wertvollen Hinweisen und Tipps für da Verhalten am Leichenfundort und die Beurteilung der verschiedenen Leichenerscheinungen bzw. der Fundsituation.
Allerdings geht mir das Buch um wirklich hilfreich für polizeiliche Arbeit zu sein viel zu wenig in die Tiefe der Materie. Immer wieder hatte ich eher das Gefühl ein für den Laien geschriebenes Werk in den Händen zu halten, das zwar durchaus Unterhaltungswert besitzt, aber auf mein vorhandenes Grundwissen wenig Rücksicht nimmt.
Zu jedem Kapitel gibt es immer eine kurze allgemein gehaltene Einleitung und Hinweise woran welche Todesart zu erkennen ist und im Anschluß werden Fallbeispiele aufgezählt, die teilweise aufgrund ihrer Kuriosität sehr interessant sind, zwischenzeitlich aber auch mal zu einem herzhaften Gähnen veranlassen, weil sie sich wiederholen.
Leider ist das Buch nur sehr schlecht bebildert und gerade an den Stellen, wo ich mir Bilder gewünscht hätte, fehlen sie, um dann an anderer Stelle aufzutauchen, an der ich mir dann dachte, gut, auf dem Bild erkennt man jetzt eigentlich nicht sooo viel, das hätte man sich auch sparen können.
Mein größter Kritikpunkt ist aber der, daß das Buch so offensichtlich veraltet ist und überholte Ansichten vertritt, bzw. auf neue Möglichkeiten der Identifizierung und Ermittlungstechnik schlichtweg nicht eingeht.
Während die Isotopenanalyse mit keinem Wort erwähnt wird, werden Ermittlungmethoden vorgestellt, die ich so in ihrer Anwendung für sehr fragwürdig bzw. wenig erfolgsversprechend halte. (z.B. Sichtbankverfahren zur Identifikation mittels Projektion eines Fotos (zu Lebzeiten aufgenommen) auf den Schädel des Toten)
Auch das Identifikationsverfahren mittels DNA wird immer nur am Rande erwähnt und nicht in der Gänze mit den Möglichkeiten erkannt, die es mittlerweile bietet. (hier hoffe ich, daß die aktuelle Auflage da detaillierter ist.)
Trotz meiner Kritikpunkte fand ich das Buch aber gerade wegen der vielen (wenn auch manchmal etwas langatmigen) Fallbeispiele durchaus interessant und hilfreich, wenn ich auch den Preis für wenig angemessen halte und es wesentlich bessere Werke mittlerweile auf diesem Gebiet gibt. ( z.B. Todesermittlung von Grassberger und Schmid)
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