Einfach besser...
Vielen Musikern wird heute nachgesagt, dass sie nur noch ihre eigenen Hits oder die (US-)Charts kopieren und alle gleich klingen.
Andere gehen in genau die entgegengesetzte Richtung, rutschen mit neuen Produktionen in den experimentellen Bereich ab und werden unhörbar.
Und manche werden einfach besser:
Junkie XL's neues Werk geht eindeutig mehr denn je in den Pop-Bereich, und doch auch zu den eigenen Wurzeln (u.a. Gitarre) zurück, schafft neues und bleibt sich selbst treu. Auch wenn einzelne Produktionen des Holländers Tom Holkenberg bereits die Charts in vielen Ländern anführten und Zusammenarbeiten mit namhaften Musikern aus Pop, Elektro und House schon die Regel sind, blieb er doch hierzulande dem Durchschnittsradiohörer eher unbekannt. Bleibt zu wünschen, dass sich das nun ändert.
Musikalisch ist die Scheibe schwierig zuzuordnen: Irgendwo zwischen Underworld, Moby und Coldplay, viel Gitarre, viel Synthies und eine Menge elektronische Beats,
viel Pop, viel Elektro, Techno, Rock...
...viel von fast allem - und doch nicht zu viel. Das und die etwas brüchig-melancholische Stimme von Sänger Nathan Mader ergeben ein ehrliches Gesamtbild von dem, was Holkenberg in etwa als "aktuelle Bestandsaufnahme" bezeichnet.
Reinhören: "Youthful", "Today", "Mushroom" und "Honey".