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Tod am heiligen Berg. [Broschiert]

Tony Hillerman
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Broschiert, 1998 --  

Kurzbeschreibung

1998
Die Schatten der Vergangenheit holen die vermögende Witwe Elisa Breedlove in Form eines menschlichen Gerippes ein. Ihr Mann Hal galt nach einer Bergtour am heiligen Ship Rock in New Mexico als spurlos verschwunden und wird nun eindeutig identifiziert. Als auf den Führer, der Hal auf seiner letzten Tour begleitet hat, ein Attentat verübt wird, ist klar, daß es sich um keinen Unfall, sondern ein Kapitalverbrechen handelt. Der pensionierte Navajo-Cop Joe Leaphorn und sein alter Kollege Jim Chee graten in ein makabres Familiendrama.

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Produktinformation

  • Broschiert: 269 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499432927
  • ISBN-13: 978-3499432927
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 522.182 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Tony Hillerman wurde 1925 als Sohn eines Farmers in Oklahoma geboren und besuchte acht Jahre lang als Tagesschüler ein Internat für Indianer. Neben seinen Tätigkeiten als Journalist und Dozent an der University of New Mexico begann er Ende der sechziger Jahre Kriminalromane zu schreiben. Für seine Ethnothriller um die Navajo-Cops Jim Chee und Joe leaphorn erhielt er von der Vereinigung der amerikanischen Krimi-Autoren den Edgar Allan Poe Award und den Grandmaster Award. Hillermans Romane wurden in siebzehn Sprachen übersetzt. Der sechsfache Vater lebt mit seiner Frau in Albuquerque, New Mexico.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Krimikost und schillernde Übersetzerperlen 22. Februar 2005
Von weiser111
Format:Broschiert
"Tod am heiligen Berg" ist nicht nur etwas für Krimifans, sondern auch ein Leckerbissen für die Sammler von Übersetzer-Stilblüten - letzteren bietet er sogar fast noch mehr.
Doch der Reihe nach: Bergsteiger entdecken auf dem Ship Rock, einem der heiligen Berge der Navajos, an unzugänglicher Stelle ein Skelett. Der Tote ist bald identifiziert; es handelt sich um Hal Breedlove, einen Extrembergsteiger, der vor elf Jahren vermisst gemeldet wurde. Damit könnte die Akte eigentlich geschlossen werden, und der frischgebackene Lieutenant Jim Chee könnte sich wieder den überhand nehmenden Viehdiebstählen widmen.
Aber nun wird der frischgebackene Pensionär Joe Leaphorn misstrauisch; kurz nach Identifizierung des Toten wird ein alter Indianer angeschossen und schwer verletzt, der einer der letzten war, die Breedlove lebend gesehen haben. Leaphorn hat noch nie an Zufälle geglaubt, und dieser Vermissten-Fall kam ihm schon seltsam vor, als er ihn vor elf Jahren bearbeitete. Er tut sich mit Chee zusammen, um Licht ins Dunkel zu bringen, und - welch seltsamer "Zufall" - er wird vom Bruder des Toten als Privatdetektiv engagiert, um die Todesumstände zu recherchieren. Es geht um viel Geld, genauer gesagt um Vorkommen an Molybdän auf der Ranch, die nun Breedloves Witwe gehört. Bald darauf wird ein weiterer potentieller Zeuge erschossen, und Chee kommt nur knapp mit dem Leben davon. Leaphorn ermittelt gewohnt gründlich und scharfsinnig, und am Ende unterscheidet er streng zwischen Recht und Gerechtigkeit...
Soweit die Handlung des Krimis; wie bei Hillerman nicht anders zu erwarten, ein sauber gestrickter, spannender Plot. Auch hier macht Hillerman die Navajo-Kultur nicht zum folkloristischen Versatzstück, aber sie spielt auch keine große Rolle in diesem Krimi - ganz im Gegensatz zu früheren Bänden. Ein wenig viel Raum nimmt Chees Beziehungsknatsch mit seiner Freundin ein, aber dafür entschädigt wieder mal Leaphorn, ein altes Schlitzohr und ein Menschenkenner der Extraklasse.

Und nun einige Hinweise für die Sammler von Stilblüten:
Zwar glänzte der Übersetzer Klaus Fröba schon in früheren Bänden durch manchen Ausrutscher, etwa wenn er beharrlich Pappeln zu "Baumwollbäumen" oder "Baumwollgehölz" degradiert, oder wenn er überall dort, wo Pinnwände hängen, "Nagelbretter" hängen lässt, usw. In "Tod am heiligen Berg" aber übertrifft er sich selbst; seine Übersetzung ist eine einzige Blumenwiese. Bemerkenswert sind seine wortschöpferischen Fähigkeiten, wenn er womöglich nicht weiß, was "Molybdän" bedeutet, und hinter dem englischen Äquivalent ein Adjektiv unbekannter Bedeutung vermutet. Es wimmelt also in diesem Buch von molybdänen Funden, Vorkommen und Schürfprojekten, doch geht Fröbas Kreativität in Sachen Wortschöpfung noch weiter - ein Eigenbrödler ist nicht etwa wunderlich oder sonderbar, sondern - "sonderlich". Beides liest man mehrmals; es handelt sich hier nicht um einmalige Ausrutscher. Ein interessanter Vorgang stellt in dieser Übersetzung sogar das Wählen einer Telefonnummer dar - eine Nummer wird nicht gewählt oder zur Not auch noch eingegeben, sondern "eingetastet" (einen Moment lang war ich schon besorgt, der gute alte Leaphorn wäre Knall auf Fall erblindet). Dass das englische "slow motion" mit "Zeitlupe" übersetzt wird, ist auch noch nicht bis zum Übersetzer durchgedrungen, und dass ein älterer Navajo ein runzliges, faltiges Gesicht als ein "Gesicht mit vielen Fältchen und Runen [!]" beschreibt, wundert einen da schon genauso wenig wie die Tatsache, dass der Ship Rock schnell mal auf die zehnfache Höhe gebracht und sich nicht 500 Meter über die Hochebene erhebt, sondern 5000...
Wahrlich, da wird einem sonderlich und molybdän ums Herz!
Wenn also jemand noch einen Beweis dafür braucht, wie wichtig sorgfältige Übersetzungen und gewissenhafte Lektoren sind, dann greife er zu diesem Buch.

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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein Ethnothriller vom Feinsten 23. Juni 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Das Ländereck Arizona - New Mexico - Colorado - Utah ist wieder Schauplatz eines Verbrechens, das Tony Hillermans Erfolgsduo, die Navajopolizisten Jim Chee und Joe Leaphorn, auf ihre unnachahmliche Art lösen wollen. Schon einmal hatte Joe Leaphorn in diesem Fall ermittelt. Jetzt, elf Jahre später, stört der Tote Leaphorns wohlverdienten Ruhestand. Und Jim Chee ist wenig begeistert, daß sein ehemaliger Chef wieder aktiv ist und ihn in seine Ermittlungen einspannt. Doch dann wird auch er auf höchst unliebsame Weise in den Fall verwickelt.

Wieder einmal gelingt es Tony Hillerman, dem Leser das scheinbar ruhige Leben im Navajo-Reservat zu schildern. Ein Fall scheint kein Fall zu sein, bis ein überraschendes Ereignis den Leser genauso aufrüttelt, wie die Hauptfiguren. Und während man die Ermittlungsmethoden von Jim Chee und Joe Leaphorn verfolgt, lernt man nebenbei viel über eine uns fremde Kultur kennen. Tony Hillermans Romane sind immer ungewöhnlich und sie sind immer gut!

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender und unterhaltsamer Ethno-Krimi 1. Februar 2010
Format:Broschiert
Kletterer finden in luftiger Höhe ein Skelett am Ship Rock, und der pensionierte Ermittler Joe Leaphorn glaubt, dass es sich dabei um den 11 Jahre lang vermissten Erben Hal Breedlove handelt. Dessen Witwe trat das Erbe an, und sie und ihr Bruder bewirtschaften seither eine große Ranch. Doch die Breedlove-Familie glaubt an falsches Spiel und setzt Leaphorn als Detektiv darauf an, einen Mord an Hal nachzuweisen. Zugleich muss sich der zum Acting Lieutenant beförderte Jim Chee mit raffinierten Rinderdieben und einer eigensinnigen jungen Polizistin auseinandersetzen...

Die Handlung ist spannend und clever aufgebaut und überrascht durch nette Wendungen. Jim Chees schwierige Beziehung zur schönen Janet Pete spiegelt den stets vorhandenen Konflikt zwischen der Navajo-Kultur und dem amerikanischen Way-of-Life auf bittersüße Weise wider. Und wie immer bekommen Exzentriker liebevoll Airtime vom Autor wie etwa der bereits verstorbene Vater von Lucy Sam, der sich durch sein Tagebuch so wunderbar in die Handlung einbringen darf.

5 Sterne für einen rundum gelungenen Roman.
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