Rhys Bowens Serie um den Dorfpolizisten Evan Evans umfasst im Englischen bereits 7 Bände, mit "Tod eines Tenors" liegt nun endlich der erste übersetzte Band (chronologisch der dritte der Serie) vor.
Zur Zeit des Eisteddfod, des traditionellen Sänger- und Bardenwettstreits, erhält der Männerchor des Städtchens Llanfair unerwartete Verstärkung: der erfolgreiche Opernsänger Ifor Llewellyn, der seinen Urlaub vor Ort verbringt, sagt seine Unterstützung zu. Doch zur letzten Probe erscheint der berühmte Mann nicht und wird kurz danach tot aufgefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, stellt sich schnell als Mord heraus, und der erste Verdacht fällt auf die Familie des Sängers.
Mit Evans hat die Serie einen Protagonisten, den der Leser schnell ins Herz schließt, unkompliziert und gewitzt kommt er sowohl mit mediensüchtigen Vorgesetzten als auch mit aufgebrachten Dorfbewohnern klar. Mit den Frauen in seinem Leben hat er allerdings noch so seine Probleme ... Als Polizeikrimi greift "Tod eines Tenors" zwar auf einige altbekannte Versatzstücke zurück, überrascht aber andererseits auch mit einem spannungsgeladenen Ende. Dazu gibt es viele Informationen über englisch-walisische Befindlichkeiten und nicht zuletzt eine Aussprachehilfe für Walisisch.
Es steht zu hoffen, dass bald auch die anderen Ermittlungen von Evan Evans auf Deutsch erscheinen werden.