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Tod eines Handlungsreisenden: Gewisse Privatgespräche in zwei Akten und einem Requiem. (Theater, Film, Funk, Fernsehen)
 
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Tod eines Handlungsreisenden: Gewisse Privatgespräche in zwei Akten und einem Requiem. (Theater, Film, Funk, Fernsehen) [Taschenbuch]

Arthur Miller , Volker Schlöndorff , Florian Hopf
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Tod eines Handlungsreisenden: Gewisse Privatgespräche in zwei Akten und einem Requiem. (Theater, Film, Funk, Fernsehen) + Königs Erläuterungen und Materialien, Bd.142, Tod eines Handlungsreisenden: Death of a Salesman + Death of a Salesman: (Fremdsprachentexte): Certain Private Conversations in Two Acts and a Requiem
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Viel und nichts hat sich geändert in der amerikanischen Wirklichkeit, seit der 'Handlungsreisende' zum ersten Mal seine Musterkoffer auf die Bühne schleppte. Entlassen würde er heute wohl früher als mit 63, Biff wäre auch mit 32 noch arbeitslos, wenn er den Wettkampf mit seinem Nächsten ablehnt, ein Haus abzuzahlen dauert länger als 25 Jahre, und mit 40 Dollar die Woche käme keiner mehr über die Runde. Und doch gibt es den amerikanischen Traum noch, den Traum, dass jeder es zur Nummer Eins bringen kann. Obwohl wir ihn durchschauen, verhalten wir uns noch danach." Volker Schlöndorff

Kurzbeschreibung

Tod eines Handlungsreisenden, uraufgeführt am 10.2.1949 in New York, erlebt eine Renaissance. Die erfolgreiche Inszenierung des Stücks 1984 am Broadway mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle diente Volker Schlöndorff als Grundlage für seine Verfilmung.
Das Scheitern des Handelsvertreters Willy Loman an einem inhumanen Wirtschaftssystem sowie an seiner persönlichen Lebenslüge steht heute für das Scheitern einer Gesellschaftsordnung. Die Orientierungslosigkeit einer ganzen Kultur, die ihres Glaubens an einen ewigen Fortschritt beraubt ist und der es verwehrt bleibt, an Traditionen und Lebensmodelle früherer Zeiten anzuknüpfen, spiegelt sich im Schicksal Willy Lomans und seiner Familie. Die Absurdität des Selbstmordes von Loman, der den Schein eines Glücks zu retten versucht, und ein einziges Mal zu sich selbst findet, indem er sich auslöscht, ist zu verstehen als Appell an den einzelnen und die Gesellschaft, sinnvolle Wertordnungen und humane Lebensformen zu entwickeln.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Goodby, Arthur! 10. März 2005
Von F. Martin
Format:Taschenbuch
Die ganze Welt ist eine Bühne. Und wer das Gegenteil behauptet, der weiß nicht, was gespielt wird. Arthur Miller hat davon gewusst. Jetzt ist er tot. Gestorben am 10. Februar 2005 in Roxbury im US-Staat Connecticut. Willy Lomann bleibt hier. Auch wenn dieser seit 1949 zigmal auf der Theaterbühne seinem Leben ein freiwilliges Ende setzen musste. Schade auch um ihn. Aber er bleibt unsterblich. Und damit Arthur Miller. Sein 1949 mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Theaterstück „Tod eines Handlungsreisenden" habe ich am Todestag des US-Dramatikers nochmals gelesen. Erzählt wird die Geschichte von Willy Loman, der sich mit seinem fanatischen Glauben an den amerikanischen Kapitalismus letztlich selbst zerstört. Die eigene Existenzauslöschung am Ende des Stückes soll wenigstens der Familie einen naturgemäß bescheidenen Anteil am „American way of life" (freilich im besten Sinne) ermöglichen. Willy Lomann scheitere auch am amerikanischen Traum mit seinen Chancen und seinen Grausamkeiten, hat Miller gesagt. Damit bleibt dieses Stück tatsächlich bis heute und auch außerhalb der USA beunruhigend aktuell. Scheitern kann man überall. Auch davon hat Arthur Miller gewusst. Sah er doch die politische Weltbühne in seinen letzen Lebensjahren wenig euphorisch und gar die US-amerikanische Politik spätestens nach der Bestätigung von George W. Bush in seinem Amt mit großer persönlicher Verbitterung. In dem hervorragenden Nachruf „Sein Herz schlug links" (Zeit 08/2005) notierte die langjährige Bekannte des US-Dramatikers Barbara Ungeheuer die Aussage Millers „Wenn ich nicht mehr schreiben könnte, würde ich verrückt". Er ist nicht verrückt geworden. Und vielleicht spielt dort, wo er jetzt ist (und schreibt), das größte Theater überhaupt? Wünschen wir es ihm. Und begnügen wir uns (was bleibt uns auch übrig?) mit der hervorragenden Lektüre des „Tod eines Handlungsreisenden". Oder wir gehen gleich ins Theater. Dafür funkeln prahlerisch fünf Sterne am Firmament (siehe oben). Mach's gut, Arthur!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
„Death of a Salesman" (englischer Originaltitel) von Arthur Miller ist eines der herausragendsten Dramen des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte handelt von dem 63-jährigen Willy Loman, einem Handlungsreisenden, der durch private (Streit mit seinem erfolglosen Sohn Biff) und berufliche Misserfolge immer tiefer in sein Verderben schlittert. Willys Problem liegt darin, dass er die bittere Realität verdrängt und stattdessen seinen übertriebenen eigenen Projektionen glaubt. So hält er sich für einen erfolgreichen Unternehmer, obwohl er nur noch auf Provision arbeitet und Schulden hat. Willys Tagträume werden in dem Stück immer wieder in die reale Handlung eingeschoben, um für die Handlung relevante Ereignisse der Vergangenheit zu erzählen.
Das Ergebnis ist ein packendes und unverfälschtes Stück über die Gefahren eines hemmungslosen Kapitalismus und seiner mangelnden Menschlichkeit, der Menschen wie Willy letztlich zum Opfer fallen.
Die Geschichte wurde 1985 vom deutschen Erfolgsregisseur Volker Schlöndorff mit Dustin Hoffmann und John Malkovich in den Hauptrollen verfilmt. Schlöndorff ist auch der Übersetzer der deutschen Ausgabe mit dem Titel „Tod eines Handlungsreisenden". Dabei ist ihm die Übertragung in die deutsche Sprache über weite strecken sehr gut gelungen. Er bemüht sich, die Alltagssprache des Originals möglichst unverfälscht und sprachgetreu zu übertragen und dabei nahe an der Vorlage zu bleiben. Ein sehr gutes Nachwort von Schlöndorff über die Entstehung und Botschaft des Dramas schließt das Buch ab.
Letztlich ziehe ich die englische Ausgabe der deutschen allerdings vor, da Arthur Millers Original einen besonderen Sprachstil besitzt, welcher einen großen Teil der Atmosphäre ausmacht und sich nicht hundertprozentig übersetzen lässt. Wem die anspruchsvolle englische Ausgabe zu schwierig ist, dem sei dieses Buch allerdings uneingeschränkt empfohlen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Arthur Millers "Der Tod eines Handlungsreisenden" ist ein schweres und tragisches Stück. Es handelt von dem einem Handlungsreisenden, dem es nicht gelingt sich auf die neuen Umstände nach dem Krieg einzustellen und damit seinem wirtschaftlichen Ruin zu entgehen. Dazu kommen noch private Probleme mit seinen Söhnen und das altbekannte Problem, nicht das Gesicht zu verlieren. Der Protagonist driftet dabei immer wieder in Traumwelten ab, die ihn in die "glorreiche" Vergangenheit zurückversetzen, in der alles noch "gut" war. Arthur Millers Theaterstück hat damit auch ein heute noch aktuelles Thema zum Kern: wie gehen wir mit Veränderungen um und wie entgehen wir der vermeintlichen Nutzlosigkeit. Das Stück läuft am Ende auf den Tod des Protagonisten heraus (was ja bei diesem Titel auch kein Wunder ist), denn er wird mit den Veränderungen nicht fertig. Aber der Leser oder Zuschauer kann daraus lernen. Mich hat das Buch sehr in den Bann gezogen, denn überaus glaubhaft stellt Miller den Niedergang dar. Das berührt und macht einen sehr nachdenklich. Übrigens auch sehr gut mit Dustin Hoffman verfilmt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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