Lange nicht mehr so enttäuscht ein Buch weggelegt.
Michael Flocker schreibt mit Tod durch Powerpoint ein "Überlebenshandbuch fürs Büro"(Untertitel). Die 220 Seiten sollen wohl eine Mischung aus Satire und Ratgeber sein, aber auf allen Seiten trieft es nur so vor Missgunst, üblen Kollegen, extremer Sinnlosigkeit und fiesen Vorgesetzten. (Oder hab ich den Witz nicht kapiert??)
Der Titel ließ mich hoffen, auf eine gute Powerpoint-Kritik zu treffen, aber leider gab es so gut wie nichts über's Präsentieren. Woimmer man als Leser das Buch auch aufschlägt, findet sich ein Grundthema: Arbeit macht eigentlich keinen Spaß, die Arbeit ist langweilig und nur wenn man Kollegen hinter ihrem Rücken ärgert, kann man noch (Schaden-)Freude empfinden.
Michael Flocker versucht alles und jeden in Schubladen zu packen, um irgendwo dort einen Witz zu finden. Alleine: es gibt ihn nicht. Der "Schnorrer", der "Kichervogel", das "Fragezeichen", der "Vollfieslingchef", der "Märtyrer-Chef"... Dazu gibt es Listen: "10 Anzeichen, dass Sie ein Workaholic sind" und dergleichen mehr.
Halbwegs ernst gemeinte Tipps wechseln sich so unvermindert mit kruder Satire ab, dass ich mittendrin auch die Tipps nicht mehr ernst nehmen konnte.
Ach ja - Irgendwo im Buch hab ich zwei Seiten gefunden, die ich bei Lesen witzig fand, wo ich schmunzeln musste. Aber ich kann mich ans Thema nicht mehr erinnern! War es "Kollegen ärgern"? Oder ein Meeting durch Guerilla-Aktionen "auflockern"? Egal....