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Tod in den Anden: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Mario Vargas Llosa , Elke Wehr
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. Oktober 1997 suhrkamp taschenbuch (Buch 2774)
Auf ihrem Polizeiposten hoch oben in den Anden sitzen Korporal Lituma und sein junger Helfer Tomas wie in einer Falle. Unter ständiger Bedrohung durch Terrorkommandos und grausame Naturgewalten, sollen sie das mysteriöse Verschwinden dreier Menschen aufklären. Überall schlägt ihnen Mißtrauen entgegen, unheimliche Geschichten dringen an ihr Ohr. Hätte Tomas nicht die Erinnerung an seine abenteuerliche Liebesgeschichte mit Mercedes, von der er Lituma Nacht für Nacht erzählt, die beiden müßten schier verzweifeln in dieser feindseligen Bergwelt. Mit diesem Roman führt Mario Vargas Llosa mitten hinein in die lateinamerikanische Wirklichkeit, die er als extreme Existenzform des Menschen begreift.

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Tod in den Anden: Roman (suhrkamp taschenbuch) + Das böse Mädchen + Das Fest des Ziegenbocks: Roman (suhrkamp taschenbuch)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 13 (27. Oktober 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518408437
  • ISBN-13: 978-3518392744
  • ASIN: 3518392743
  • Originaltitel: Lituma en los Andes
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,1 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.249 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Der Tod in den Anden ist ein strenges und lehrhaftes Buch, seine Sprache und Erzählweise sind so klar, hart und rätselhaft wie die Landschaft, in der er spielt.« (Gustav Seibt Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Über den Autor

Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Bereits während seines Studiums schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen, ehe 1963 sein erster Roman Die Stadt und die Hunde erschien. Der peruanische Romanautor und Essayist ist stets als politischer Autor aufgetreten und ist damit auch weit über die Grenzen Perus hinaus sehr erfolgreich. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Das grüne Haus, Das Fest des Ziegenbocks, Tante Julia und der Schreibkünstler und Das böse Mädchen.
Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard, Princeton und Oxford. 1990 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático (FREDEMO) bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag in der Stichwahl. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück.
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er 1996 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2010 den Nobelpreis für Literatur. Heute lebt Mario Vargas Llosa in Madrid und Lima.

 

 


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grauenhaft eindrucksvoll und von karger Schönheit 4. Februar 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der strafversetzte Korporal und sein träumender Gehilfe vegetieren auf einem Außenposten im peruanischen Hochgebirge, abgestellt, das hoffnungslose Bauprojekt einer überflüssigen Passstraße zu bewachen. Die kargen Steilhänge, der graue Himmel, die ärmlichen Baracken der Arbeiter, der eisige Wind und die einsamen Nächte bilden den Hintergund für das Rätsel um drei auf mysteriöse Weise verschwundene Arbeiter. Erdrutsche, aufgelassene Minenstollen, Aberglauben, Alkoholsucht und Hexerei, menschenfressende Berggeister und Aufständische vom "Leuchtenden Pfad", die nicht von dieser Welt scheinen, sind die Koloratur. Die Erinnerung an die einst und immer noch Geliebte des einen hält beide Verbannten am Leben. Des Rätsels Lösung ist so grausig, dass alles nur ein Alptraum gewesen sein könnte. Der "Tod in den Anden" - ein weiteres Meisterwerk des großen peruanischen Erzählers. Vargas Llosa versteht es einmal mehr, das ungläubige Staunen des aufgeklärten und vermeintlich zivilisierten Städters mit den abergläubischen Gewissheiten der Menschen vom Rande der Welt zu konfrontieren. Die Sprache, mit der er die ebenso grauenhaften wie eindrucksvollen Bilder des Romans beschwört ist von so karger Schönheit wie das Land, das er beschreibt. Brillant ist wie immer sein unverwechselbarer Stil, mit dem er Dialoge und Geschichten in der Geschichte übergangslos ineinander verwebt. Ein wunderbares Buch, aber nichts für schwache Nerven.
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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kunstvoll komponiertes und fesselndes Buch 23. Mai 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Mario Vargas Llosa beschreibt vordergründig das trostlose Leben in einem Bergdorf in den Anden, das als Stützpunkt für den Bau einer Straße dient. Der Gegensatz zwischen der Hauptfigur, Korporal Lituma, der aus der Küstenregion in die Berge versetzt worden ist, und den einheimischen Arbeitern symbolisiert die Zerrissenheit eines Landes zwischen Tradition und Moderne. Die ständige Bedrohung der Siedlung durch die Terroristen vom Leuchtenden Pfad, Naturgewalten sowie das mysteriöse Verschwinden dreier Bewohner schafft eine klaustrophobische Atmosphäre, die sich im Verlaufe des Buches immer stärker verdichtet. Erst als Lituma auch als "zivilisierter" Mensch lernt, die Natur der Anden, deren Bewohner und (Aber)Glauben zu akzeptieren, kommt er einer schrecklichen Wahrheit auf die Spur, allerdings erst zu einem Zeitpunkt, als diese für ihn schon keine Bedeutung mehr hat. Die Komposition des Buches ist einzigartig, durch das geschickte Verweben von Erzählsträngen werden die Gegensätze des Landes, Sehnsüchte und Realität, Vergangenheit und Gegenwart direkt gegenübergestellt und damit akzentuiert. Das Buch beinhaltet eine Fülle von Erzählsträngen, die aber niemals nebensächlich sind sondern das einzige Ziel haben, ein Ereignis, das isoliert betrachtet nicht zu verstehen wäre, begreifbar zu machen. Ein Buch das den Leser tief in eine fremde Kultur eintauchen läßt und bis zum Ende fesselt, auch wenn es keine leicht verdauliche Kost darstellt.
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einspruch! 6. Januar 2006
Von D. Maraun
Format:Taschenbuch
Schade, dass politische Korrektheit zu solchen Rezensionen wie der vorigen verleitet, das mehr oder weniger naheliegende Theorien gestrickt werden muessen, um etwas im Nachhinein zu erklaeren, was vielleicht nicht zu erklaeren ist - oder keiner Erklaerung bedarf.

Vargas Llosa schreibt ein spannendes Buch, einen Kriminalroman, der aber nicht einfach Kriminalroman ist, sondern auch eine Milieustudie der einfachen Arbeiter und Bauern in den Andenprovinzen Perus, eine Aufarbeitung der Jahre von Gewalt und Gegengewalt zur Zeit des Sendero Luminoso. Aber vor allem ist dieses Buch auch ein ganz allgemeiner Beitrag zum Thema Terrorismus und der Frage, wie irrsinnig Menschen agieren koennen, die sich einer fundamentalen Ideologie angeschlossen haben.

Ein paar Worte zur Milieustudie: Ich weiss nicht, wie genau mein Vorredner Peru wirklich kennt. Ich will nicht behaupten, dass ich das Andenhochland von Peru und seinen Nachbarstaaten nach 2 1/2 Monaten Reise auch in entlegene Winkel, in die sonst keine Touristen kommen kenne. Aber als ich mit Bus, LKW und Collectivo durch die Berge von Ancash und Junin, Ayacucho und Andahuaylas gereist bin, konnte ich mir durchaus vorstellen, wie dieses Bergvolk, skeptisch gegenueber dem Kuestenland und v.a. Lima mit seiner Arroganz und Verachtung alles indianischen, wie diese einfachen Menschen, denen oft selbst elementare Bildung vorenthalten wird, sich in einer solchen Katastrophe, wie sie durch die willkuerliche Gewalt des Leuchtenden Pfades und die Gegengewalt des Staates ueber sie hineingebrochen ist, verschliessen zu einer verschworenen, ja unheimlichen Gemeinschaft, wie Vargas Llosa sie darstellt.
Hier will ich noch erwaehnen, dass die Meinung des Autors nicht uebereinstimmen muss mit der seiner Protagonisten. Das Buch ist geschrieben aus der Perspektive eines Kuestenbewohners, mit all seinen abfaelligen Vorurteilen, wie sie leider nun einmal Fakt sind in Peru. Das dann als Revanche fuer eine verlorene Wahl zu deuten, halte ich fuer eine recht masslose Unterstellung - und selbst wenn sie wahr waere, wuerde sie die Qualitaet des Buches nicht schmaelern.

Nun vielleicht noch ein paar Worte zu meiner eingangs erwaehnten BEmerkung, das Buch sei eine Studie des Terrorismus, noch lange vor 9.11.
In wenigen exemplarischen Szenen gelingt es Vargas Llosa meisterhaft, die absurde Selbstgerechtigkeit aller gewalttaetigen Ideologen zu umreissen. Da werden die linken Rucksacktouristen gesteinigt, die Umweltschuetzerin, die sich fuer die Rechte der Indios einsetzt und in gewisser Weise mit den Ideen der Terroristen sympathisiert. Alles was irgendwie suspekt ist, weil es nicht der Ideologie entspricht, wird verdammt und zerstoert und der Leser bleibt fassungslos erschuettert. Ich halte diese Darstellung fuer sehr realistisch, weiss ich doch aus Diskussionen nach dem 11. September, wie verfuehrerisch die Selbstgerechtigkeit ist, wie gerne auch intelligente Menschen den Tod unschuldiger als Opfer in einem gerechten Kampf instrumentalisieren und missbrauchen. Dieses zu illustrieren gelingt Vargas Llosa wunderbar...

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Vor 6 Monaten von Norbert veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen sollte man lesen
Es ist nicht so einfach mit diesem Llosa. Vielleicht muss man noch mehr von ihm lesen, um mit seinem Stil zu erzählen warm zu werden; vielleicht darf man nicht Canetti und... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von laconstance veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Llosas Liebe zu Peru in Form eines Krimis
Will man dieses Werk des Nobelpreisträgers würdigen, gilt es mehrere Aspekte zu beleuchten:

1. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Schelli veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Aus den Tiefen der Anden
Lituma und sein junger Polizeigehilfe Tomsito wurden in die Anden nach Naccos gesandt, um das rätselhafte Verschwinden dreier Männer aufzuklären. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2011 von Esther
4.0 von 5 Sternen Gesellschaftskrimi in den Anden
Diese Roman ist eine lose Fortsetzung von "Wer hat Palomino Molero umgebracht?" Aber nur insofern, als daß der junge Korporal nun strafversetzt in den Anden tätig ist... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2011 von Rover
5.0 von 5 Sternen Zurecht Nobellpreisträger
Dieses Buch läßt viele Fragen offen, macht aber ganz klar,
warum Südamerika so geheimnisvoll und faszinierend für Europäer ist.
Veröffentlicht am 8. Januar 2011 von AendiBaendi
5.0 von 5 Sternen Ein naturmagisches Werk
Der Titel lässt einen jener Krimis vermuten, wie sie tausendfach auf dem Markt sind. Das wäre aber für einen Nobelpreisträger zu wenig, und diesen zweifelhaften... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. November 2010 von Germanist
5.0 von 5 Sternen Huayco, Huánuco, Huancas, Huancayo
Inhalt:
Drei Menschen sind in den peruanischen Anden spurlos verschwunden: der stumme Pedro Tinoco, der Albino Casimiro Huarcaya und Demetrio Chanca, der Vorarbeiter der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2010 von sabatayn76
5.0 von 5 Sternen faszinierendes buch vom meister!
nach einigen großartigen geschichten von llosa (lob der stiefmutter, geheime aufzeichnungen,...) hat mich der südamerikanische autor wieder einmal 100% überzeugt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2008 von esc
5.0 von 5 Sternen Mythos & Gegenwart
Ein gewaltiges, vielschichtiges & virtuoses Buch. Gespielt wird mit der Handlungs- und Zeitstruktur, Erzählform und die Rückgriffe auf die Urmythen der Menscheit sind... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2008 von fodorlina
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