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Tod beim Tee [Taschenbuch]

Laura Childs , Sabine Maier-Längsfeld
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442453739
  • ISBN-13: 978-3442453733
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 541.407 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Laura Childs war zwanzig Jahre lang erfolgreich in der Werbe- und Marketingbranche tätig, bevor sie anfing, Kriminalromane zu schreiben. Als Teeliebhaberin hat sie Reisen nach China, Japan und Indonesien unternommen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden lebt sie in Charleston, South Carolina.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Eine Teegarnitur aus Knochenporzellan auf einem Knie balancierend lehnte Theodosia Browning sich von dem Durcheinander auf ihrem antiken Holztisch zurück und trank einen wohlverdienten Schluck Lung Ching. Sie genoss die smaragdgrüne Farbe des Tees und seine köstliche Süße und strich geistesabwesend eine Locke ihrer naturkrausen, kastanienbraunen Haarpracht zurück, die ihr Gesicht einrahmte und sie aussehen ließ wie die Mischung aus einem Gemälde von Raphael und einer freundlichen Meduse.
Immer mit der Ruhe, sagte sie sich.
An diesem herrlichen Oktobernachmittag - die Temperatur in Charleston lag bei etwa 24 Grad, und die Hintertür stand weit offen, um das laue Lüftchen einzufangen, das vom nahe gelegenen Cooper River herüberwehte - schien der Indigo Tea Shop das Epizentrum diverser kleiner Krisen zu sein, deren Auswirkungen treffsicher in Theodosias Schoß landeten.
Ihr Frachtführer, der den Umgang mit rotem Klebeband normalerweise ebenso meisterlich verstand wie empfindliche Sendungen aus fernen Kontinenten durch den Zoll zu bugsieren, hatte soeben mit katastrophalen Nachrichten aufgewartet. Drei Kisten Silver Tips von der Makaibari-Teeplantage in Indien waren ohne viel Federlesens auf einem Dock in New Jersey abgeladen und dem strömenden Regen überlassen worden.
Dann war da die Sache mit der Website.
Theodosia lenkte den Blick auf die bunten Konzepttafeln, die auf dem Fußboden verstreut lagen. Obwohl sie in Sachen Marketing und Design auf den Fachverstand der Todd & Lambeau Design Group zählen konnte, eine der führenden Web-Design-Agenturen in Charleston, erwies sich die Einführung eines virtuellen Teeladens als Großunternehmung. Die Platzierung von Tüten, Schachteln und Dosen mit exotischen Teesorten und Teezubehör erforderte mehr als reinen Cyber-Sachverstand; es war eine langwierige Aufgabe, insbesondere was Zeit und Geld anbelangte.
Und als wäre das nicht alles schon genug, war Drayton Conneley, ihr Assistent und ihre rechte Hand, in letzter Minute zu einer Teeprobe gerufen worden. In diesem Augenblick war Drayton vorne im Laden und beglückte ein halbes Dutzend Damen mit seinem Charme. Was bedeutete, dass die letzten Vorbereitungen für die Lamplighter-Tour heute Abend noch immer nicht abgeschlossen waren.
Gewöhnlich schwelgte Theodosia in der Oase der Ruhe, die ihr kleiner Teeladen darstellte. Eingebettet zwischen Robillard Booksellers und dem Kartenantiquariat in der Altstadt von Charleston, South Carolina, war der Indigo Tea Shop ein Teil des romantischen Pastellgobelins aus Südstaaten- und Föderationsarchitektur, viktorianischen Stadthäusern, Innenhöfen und altmodischen Geschäften.
Im Innern dieses kleinen Juwels, eines ehemaligen Kutschhauses, zischten und blubberten kupferne Teekessel, und auf hölzernen Gestellen kühlte frisch bereitetes Gebäck aus, während sich die Stammgäste um einen der heiß begehrten Sitzplätze an den knarzenden Nussholztischen balgten. Durch bleigefasste Fenster und flatternden Baumwollstoff, der die kräftige Sonne South Carolinas mildern sollte, fiel gefiltertes Licht auf hölzerne Dielen, freiliegende Balken und Ziegelwände. Vom Boden bis zur Decke erstreckte sich ein Labyrinth aus winzigen Fächern, gefüllt mit Töpfen, die bis zum Rand gefüllt waren mit schwarzen, grünen und weißen Tees, mit Black Powders in Nussbraun und Ocker und ganzen Blättern, die blassgrün schimmerten. Und was für ein unwiderstehliches Spektrum an Aromen sich hier bot! Würziger Gunpowder, grüner Tee aus Südchina, leicht fermentierter ceylonesischer Garden-Tee, mit köstlichen Früchten aromatisierter Nilgiri-Tee von den Blauen Bergen Indiens.
Das Klingeln des Telefons riss Theodosia aus ihren Betrachtungen.
»Delaine auf der Zwei«, rief Haley. Sie kam aus der Küche geschossen und blieb neben Theodosia stehen.
Haley Parker war Theodosias junge Verkäuferin und darüber hinaus eine außerordentlich talentierte Bäckerin. Sie arbeitete tagsüber im Teeladen und besuchte einige Male die Woche Abendkurse am College. Im Augenblick war Kommunikationswissenschaft Haleys Hauptfach, doch sie hatte in den vergangenen drei Jahren zwischen Soziologie, Philosophie und Frauenforschung gependelt.
Theodosia warf ihr einen hoffnungsvollen Blick zu. »Könntest du mit ihr sprechen?«
»Delaine hat ganz speziell nach dir gefragt«, sagte Haley, und ihre braunen Augen blitzten belustigt.
»Himmel, hilf!«, murmelte Theodosia und griff nach dem Hörer.
»Merkur ist rückläufig«, fügte Haley theatralisch flüsternd hinzu. »Die nächsten Tage werden reichlich unruhig werden.«
Theodosia holte tief Luft. »Delaine! Wie schön, dass du anrufst.«
Delaine Dish war die Besitzerin von Cotton Duck, einer Damenboutique mit lässig eleganter Kleidung aus Baumwolle, Seide und Leinen. Außerdem war Delaine die Klatschtante der Nachbarschaft.
»Sag nicht, dass dir dieser Mann nicht aufgefallen ist, Hughes Barron meine ich«, ertönte Delaines schrille Stimme.
»Doch, ist er nicht, Delaine.« Theodosia erhob sich und streckte in Erwartung einer längeren Belagerung ihren steifen Rücken.
»Nun, er hat ein Angebot für den Peregrine-Bau gemacht.«
Der Peregrine-Bau stand drei Häuser vom Indigo Tea Shop entfernt auf der Church Street. Es handelte sich um einen reich verzierten Kalksteinbau, der zur Jahrhundertwende als Opernhaus gedient hatte und jetzt in den ersten beiden Etagen einige Geschäfte und Büros beherbergte.
»Meine Liebe«, fuhr Delaine fort, »du bist eine kluge Geschäftsfrau. Du kennst dich aus mit komplizierten Sachverhalten wie Flächennutzungsplänen und gewerblicher Nutzung.«
»Worauf willst du hinaus, Delaine?«, fragte Theodosia, unbeeindruckt von Delaines Schmeichelei.
»Auf den Denkmalschutz. Gott weiß, welche Bausünden ein Immobilienhändler von Barrons Ruf an einem Gebäude wie diesem zu begehen im Stande ist.« Delaine sprach das Wort »Immobilienhändler« mit einem solchen Abscheu aus, als spreche sie über Kuhmist.
»Ich sag dir was, Delaine ...« Theodosia unterdrückte ein Kichern. »Ich werde mit Drayton sprechen. Er ist ...«
»... ein hohes Tier im Denkmalschutzverein!«, fiel Delaine ihr ins Wort. »Natürlich, der gute alte Drayton! Ich wüsste niemanden mit einem besseren Draht zu dieser ganzen Geschichte!«
»Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.«
»Theo, du bist ein Schatz!«
»Bye, Delaine.« Theodosia legte auf und trug das Teegeschirr in die Küche. Der Raum wurde beherrscht von einem überdimensional großen Backofen, dem der köstliche Duft frisch gebackener Plätzchen entströmte.
»Wenn du Delaine einstellen würdest, könntest du dir den Auftritt im Internet sparen«, sagte Haley. Sie öffnete die Ofentüre, warf einen kurzen Blick hinein und machte wieder zu.
»Delaine ist schon eine besondere Marke«, stimmte Theodosia zu, »aber sie verleiht der Nachbarschaft unbestritten ein gewisses Flair von Leidenschaftlichkeit.« Theodosia hob die Plastikabdeckung von einem Tablett mit kleinen Preiselbeerküchlein. »Die sehen himmlisch aus.«
»Danke. Hoffentlich reicht das für heute Abend. Oh ... einen Augenblick noch, dann kannst du unseren Gästen eine frische Fuhre Butterkekse mit hinausnehmen.«
»Wie läuft es?« Theodosia deutete mit dem Kopf zum Ladenraum.
»Drayton ist ganz der übliche Connaisseur.«
»Dein Wortschatz erweitert sich in rasender Geschwindigkeit, Haley.«
»Danke. Ich habe einen Kurs mit dem Titel »Rhetorische Kompetenz« belegt.«
»Hervorragend«, sagte Theodosia. »Er bringt dich hoffentlich deinem Abschluss ein Schrittchen näher, oder?«
Haley streifte sich den Ofenhandschuh über und verlagerte das Gewicht ihres schmalen, geschmeidigen Körpers von einem Bein auf das andere. »Eigentlich denke ich gerade darüber nach, ein Jahr Pause einzulegen, damit ich mich zur Abwechslung mal auf etwas Praktisches konzentrieren kann.«
»Aha.« Theodosia spähte durch die dunkelgrünen Samtvorhänge, die den Durchgang vom Verkaufsbereich zur Küche und ihrem kleinen Büro verhängten....

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal was Neues in Sachen Krimi 23. Juli 2003
Format:Taschenbuch
Schon im letzten Jahr habe ich den Titel in der Vorschau von Goldmann gesehen und wollte ihn unbedingt haben. Sofort nach Erscheinen habe ich ihn mir dann auch gekauft und bin auch heute noch total begeistert. Endlich mal wieder ein echt(-er), guter Landhauskrimi. Sehr empfehlenswert bei schlechtem Wetter und dazu eine Tasse Tee!!!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Teefans 13. Februar 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Noch ansprechender als der deutsche Titel ist der englische: Death by Darjeeling. Und so dreht sich alles um die kleine Teestube von Theodosia und ihre Angstellten. Es gilt einen Tod aufzuklären, der ein ungutes Licht auf die Teestube wirft. Man lernt einiges über Tee und bekommt Lust, einige neue Sorten auszuprobieren. Dazu werden immer süße Leckereien serviert, die einem den Mund wässrig machen.Der Krimi ist nicht besonders aufregend, aber es ist eine nette Lektüre für kalte ungemütliche Winterabende, leicht zu lesen, mit Personen, die durchaus authentisch wirken. Und zum Schluss fragt man sich, ob es weitere Folgen geben wird. Ich freue mich schon auf die nächste.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit einer Kanne Tee auf die Couch kuscheln und lesen 8. Oktober 2003
Von B. Obert
Format:Taschenbuch
Liebenswerte und glaubwürdige Charaktere; eine spannende Mordgeschichte und viele Infos rund um
das Thema Tee.
Die Gelassenheit der amerikanischen Südstaaten kommt als Stimmung gut rüber und verbindet sich harmonisch mit der eigentlich eher "englischen" Gelassenheit der Teetrinker.
So wie diesen Teeladen stelle ich mir mein "Stammlokal" vor.
Ein Krimi so richtig zum Sonntagnachmittag-auf der Couch-Schmökern. Natürlich mit einer guten Kanne Tee.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung beim Tee 28. Januar 2004
Format:Taschenbuch
Ich finde die Stimmung die Laura Childs in --Tod beim Tee--auf die Buchseiten zaubert, einfach wunderbar.
Und überhaubt unübertroffen finde ich Theodosia die Besitzerin des kleinen Teeladens----die nicht nur alles über Tee weis , sondern noch eine tolle Amateurdedektivin ist. Vieleicht die neue Miss Marple?
Also Tee aufbrühen Beine hoch und loßgelesen
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine nette Sonntagnachmittagslektüre 14. Januar 2003
Format:Taschenbuch
Man möchte zu gerne Gast sein in diesem schönen Teeladen oder noch besser, mit der Inhaberin befreundet sein. Und nebenbei lernt man einiges über Tee, aber auch über die Stadt Charleston. Bei der Mördersuche werden einige Verdächtige ins Rennen geschickt, die für krimierprobte Leser kein großes Problem sein sollten.
Ich habe mich gut unterhalten und hoffe auf eine Fortsetzung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial für ein Erstlungswerk! 14. Juni 2007
Format:Taschenbuch
Ich habe diesen Band zusammen mit dem 2. Band erstanden und beide nun im Urlaub gelesen =) Vorangig für mich war, dass sich mal eine Krimiserie nicht in England (was ich ansonsten immer liebe!) und noch dazu in Charleston, einer meiner Lieblings-Südstaaten-Städte abspielt.

Das Buch hab mich von der ersten Seite an gefesselt u. es stört meiner Meinung nach überhaupt nicht, dass in diesem Buch näheres über Teetraditonen und Tee im allgemeinen sowie die Stadtgeschichte von Charleston ebenfalls immer wieder beschrieben wird. Da ich selbst schon in Charleston war, ist es für mich wie eine "Nachlese" zu dieser Stadt u. es ist schön, wenn die Hauptakteurin - Theodosia - durch die Stadt spaziert!

Trotz allem handelt es sich um einen sehr spannenden Krimi, zumal lange Zeit nicht ersichtlich ist, wer denn nun den Mord begangen hat u. somit war ich bis zur letzten Seite an dieses Buch gefesselt ;-) Meine Empfehlung: 1A !!!!
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