Peter Tremayne versteht es einmal mehr eine Kriminalgeschichte in das historische Millieu des Frühmittelalters zu platzieren. Es ist immerwieder faszinierend, wie er es schafft, scheinbar nicht zusammenhängende Handlungsstränge am Ende in der Lösung des Falles in einander zu verweben. Die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend (auch wenn man glaubt, den Mörder bereits ab Mitte des Buches zu kennen - Irrtum). Die Art, wie Tremayne seine Geschichten aufbaut, ist einfach grandios! Keine Leerläufe und wenn man glaubt, daß alles klar ist, passiert wieder etwas Unerwartetes. Schade ist nur, daß die Figur des Bruder Eadulfs immer mehr in den Hintergrund rückt und eigentlich nur noch eine Nebenrolle darstellt. Und auch Schwester Fidelma war schon einmal stärker gezeichnet.
Deswegen für alle, die die Vorgängerromane kennen ein Stern Abzug im Vergleich zu den anderen Büchern.
Für alle "Neueinsteiger" würde ich dennoch 5 Sterne geben, weil auch dieses Buch von Peter Tremayne locker mit vergleichbaren Werken von Alys Clare oder Ellis Peters mithalten und den Leser begeistern kann.