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Ein Mädchen sprang heraus. Sie trug keinen Hut und ein Kleid, das - nur für Uneingeweihte - äußerst schlicht aussah. Sie hatte goldblondes Haar und regelmäßige, hochmütige Züge. Ihre Figur war makellos. So ein Mädchen sah man in Malton-under-Wode selten. Mit schnellen, entschlossenen Schritten verschwand sie Im Postamt.
»Das ist sie!« wiederholte Mr. Burnaby, dann fuhr er in leisem, ehrfurchtsvollem Ton fort: »Sie hat Millionen ! Der Umbau allein kostet sie Tausende, ein Schwimmbecken läßt sie sich anlegen und einen Garten mit Fontänen und Terrassen, das halbe Haus soll abgerissen und umgebaut werden, mit einem Ballsaal . . .«. »Sie wird Geld unter die Leute bringen«, sagte der Freund des Wirtes, ein magerer, schäbig aussehender Mann, in einem mürrischen, neidischen Tonfall.
Mr. Bumaby nickte. »ja, für Malton-under-Wode ist es eine großartige Sache. Ganz großartig.« »Ein kleiner Unterschied zu Sir George.« »Die Pferde waren sein Unglück«, sagte Mr. Burnaby verständnisvoll. »Nichts als Pech hat er gehabt.« »Wieviel hat er denn für den Kasten bekommen?« »Runde sechzigtausend, habe ich gehört.«
Der Magere pfiff durch die Zähne.
»Und es heißt«, fuhr Mr. Burnaby auftrumpfend fort, »daß sie die gleiche Summe noch einmal hinblättern muß, bis alles fertig ist.« »Verrückt!« sagte der Magere. »Und woher hat sie das Geld?« »Aus Amerika anscheinend. Ihre Mutter war die einzige Tochter eines Millionärs. Wie im Film, was?«
Das Mädchen trat aus dem Postamt und stieg wieder in den Wagen ein. Der Magere folgte ihr mit den Augen. »Irgendwie find ich's ungerecht«, murmelte er. »Ich meine, so auszusehen wie sie, und einen Haufen Geld zu haben. Das ist zuviel des Guten. Wenn ein Mädchen so reich ist wie sie, braucht sie nicht auch noch schön zu sein. Sie hat einfach alles! Ich finde das ungerecht ... « -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Als die Situation eskaliert, geschieht es plötzlich... Während sich alles auf den angeschossenen Ehemann konzentriert, wird dessen Gattin in ihrer Kabine ermordet. Schnell wird klar, dass letztlich alle Anwesenden etwas mit der Ermordeten zu tun hatten.
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›Tod auf dem Nil‹ gehört zu den interessantesten Bücher von Agatha Christie, und glänzt durch die Vielzahl der aufgezeigten Mord-Theorien. Für jede in den Mord verwickelte Person, wird der Tatverlauf rekonstruiert und mögliche Motive aufgezeigt - doch wer war der wirkliche Mörder? Ein Roman der von Anfang bis zum Schluss fesselt...
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