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Tod auf Kredit
 
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Tod auf Kredit [Broschiert]

Louis-Ferdinand Celine
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499155974
  • ISBN-13: 978-3499155970
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 915.236 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Weltberühmt und geächtet, fristete der große französische Schriftsteller und Faschist Louis-Ferdinand Céline seine letzten Lebensjahre als Armenarzt in einem Pariser Vorort. Mit seiner ätzenden Deutschland-Trilogie über das letzte Kriegsjahr 1944/45 hatte er noch einmal Furore gemacht: 'Von einem Schloß zum andern', 'Norden' und 'Rigodon'. Wie immer zeigte sich Céline auch in seinem Roman 'Tod auf Kredit' vom Tod besessen, nichts zählt neben der Tatsache, daß eines Tages alle verrecken müssen. Das erklärt seinen Ekel und seine Verzweiflung, seinen Haß. In einer faszinierenden Sprache - bald trockene, bissige, harte, mit Argot versetzte Sprachprosa, bald nahe am Gedicht hinströmend als dunkle Moll-Melodie - wird in diesem Roman über einen Armenarzt in der Klinik einer Pariser Vorstadt so viel ins Bewußtsein gehoben, artikuliert, beleuchtet, erhellt, daß er keiner Rechtfertigung bedarf.

Über den Autor

Louis-Ferdinand Celine, geboren 1894 in Courbevoie, gestorben 1961 in Meudon.
Nach seiner Entlassung aus der Armee war er 1916/1917 als Verwalter auf einer Plantage in Schwarzafrika tätitg. Wieder zurück in Frankreich studierte er Medizin und arbeitete als Arzt für den Völkerbund. 1927 verließ er den Völkerbund und ließ sich als Armenarzt in Clichy bei Paris nieder. 1932 erschien sein berühmter erster Roman "Reise ans Ende der Nacht". Ab 1937 entzweite sich das intellektuelle Paris mit ihm, weil er neben seinen Romanen antisemitische Pamphlete verfasste.

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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch Celines, 23. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tod auf Kredit (Broschiert)
Ferdinand erlebt um die Jahrhundertwende "fast eine Kindheit" in einer stickigen Pariser Passage, wo die kranke Mutter ein kleines Mode-Geschäft führt, das mehr schlecht als recht läuft. Der Vater ist ein kleiner, cholerischer Versicherungsangestellter, der die Schikanen seines Vorgesetzten ertragen muß, um die Familie zu ernähren, dabei ist er ein Schöngeist, der viel lieber Maler geworden oder zur See gefahren wäre. Er ist ein Aufschneider, seinen Sohn hält er für einen Versager.

Ferdinands Einstieg in das Berufsleben ist dann auch tatsächlich voller Mißerfolge, seine Mutter läßt ihn ihre Enttäuschung spüren, der Vater hat nichts anderes erwartet. Lediglich in seinem Onkel hat Ferdinand einen Fürsprecher: Er gibt Geld, um ihn nach England zu schicken. Dort soll er wenigstens eine Fremdsprache lernen und sich bessern. Doch durch die bedrückenden Verhältnisse zuhause, die ewige Schreierei und Szenen der Eltern, bei denen es meistens um ihn, Ferdinand, geht, ist er schon völlig "verkorkst", das heißt verunsichert und in sich gekehrt. Er kehrt heim, ohne ein Wort Englisch gelernt zu haben. Als Ferdinand nach einem schlimmen Streit mit seinem Vater diesen beinahe umbringt, ist er völlig untendurch.

Sein Onkel verschafft ihm eine Stelle als Faktotum bei dem exzentrischen Erfinder Courtial de Pereires, es ist Ferdinands letzte Chance...

Was Ferdinand mit Courtial und dessen Frau erlebt, nimmt die zweite Hälfte des Buches ein und gehört zum Besten, was ich überhaupt jemals gelesen habe. Es ist besser als die komplette "Reise ans Ende der Nacht".

Parallelen sind vorhanden zu Salingers "Fänger im Roggen" oder Bukowskis Autobiographie "Fast eine Kindheit..." aber ich halte es für 10mal stärker. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Celine wie immer vom Tod besessen, 26. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Tod auf Kredit (Broschiert)
Der grandiose französische Schriftsteller und Faschist Louis-Ferdinand Céline bekannt hierzulande durch seine Berichte über das letzte Kriegsjahr 1944/45 wie immer auch in diesem Roman vom Tod besessen, nichts zählt bei ihm mehr als dass wir eines Tages alle sterben müssen. Daher Ekel, Verzweiflung und Haß? In einer faszinierenden Sprache - bald trockene, bissige, harte, Sprachprosa, bald nahe am Gedicht hinströmend als dunkle Moll-Melodie - wird in diesem Roman über einen Armenarzt in der Klinik einer Pariser Vorstadt viel ins Bewußtsein gehoben, artikuliert, beleuchtet, erhellt was wir gerne vergessen. Aus meiner Sicht ein wichtiges Buch. Leider zu wenig bekannt.
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