Für die Spanier war der Roman die gelungenste englischsprachige Darstellung der Corrida überhaupt. Sie ist Dokument und Bekenntnis zugleich. Mit großer Sachkenntnis analysiert Hemingway Zeremoniell und Ritual der Kämpfe zwischen Torero und Stier. Die Aufzucht der Kampfstiere, die Technik der Matadoren, die Aufgaben der Picadores und Banderillos, das Spiel mit capa und muleta all das schildert Hemingway präzise und eindringlich. Leidenschaftlich berührt ist er von der tänzerischen Dramaturgie der Corrida, dieser ritualisierten Kunst des Toreros, auf dem schmalen Grat zwischen Leben und Tod zu balancieren. 81 Bilder, die Hemingway selbst kommentiert hat, zeigen den Stierkampf in diesen dramatischen Momenten.
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Produktbeschreibungen
Über den Autor
Am 21. Juli 1899 als Sohn eines Arztes in Oak Park/Illinois geboren, verließ vorzeitig die High School und wurde Reporter bei einer Lokalzeitung in Kansas City. 1921 lernte er in Chicago den Dichter Sherwood Anderson kennen, der sein literarischer Lehrmeister wurde. Nachdem er in den 1920er Jahren überwiegend in Paris, später in Florida und auf Kuba lebte, nahm er auf Seiten der Republikaner am Spanischen Bürgerkrieg teil. Kriegsberichterstatter im Zweiten Weltkrieg. Seine Reportagen, Kurzgeschichten und Romane verarbeiten meist eigene Erfahrungen und Ereignisse seiner Zeit. Von einem maskulinen Standpunkt aus sucht er Bewährung in der Konfrontation mit Formen der Gewalt und des Todes. Die nüchterne, emotionslose Sprache besitzt eine durch Symbole und Metaphern erkennbare Tiefendimension. 1954 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Hemingway schied nach schwerer Krankheit am 2. Juli 1961 freiwillig aus dem Leben.
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Wer den Hintergrund des Buches nicht kennt und den Inhalt nur grob überfliegt, dem wird sich schnell ein falsches Bild ergeben.
Natürlich widmet sich Hemingway in diesem "Fachbuch" dem spanischen Stierkampf, mehr noch wird jedoch klar, dass es für ihn mehr ist als das bloße Spektakel. Es ist die tiefe Liebe zu einem Land und seinen Menschen, die Hemingway hier an den Leser weitergibt. Der Stierkampf, als etwas urspanisches ist ihm dabei so vertraut und geliebt, dass er anhand seiner das ganze Land schildert. Von dem einzigartigen Himmel über Madrid bis zu den gründen Hügeln um Pamplona beschreibt Hemingway ein Land und seine Menschen.
Man hat das Gefühl dort zu sein, man schmeckt den Staub auf den Strassen, spürt die Hitze der Nacht und die Kühle des Morgens. Fast wie die Eigenschaften einer geliebten Frau schildert er ländliche Eigenarten und Gegebenheiten.
Nie habe ich eine schönere Liebeserklärung an ein Land gelesen. Neben all dem erklärt Hemingway als ein wirklicher " Afficionado" den spanischen Stierkampf und seine Geschichte. Ein wirklich großartiges Buch.
Welches Wissen hinter dem Stierkampf steckt ist unglaublich. Nie hätte ich das geglaubt. Aber auch ein Hemingway währe ohne das Hintergrundwissen mehrerer spanischer Kenner aufgeschmissen gewesen. Sehr lesenswert.
Im bis 1492 auch äusserst sephardischen Spanien ist die Corrida ein grausames Ritual um Götter und Götzen zu huldigen. Das die Einflüsse der kretischen Minos Kultur allerdings ihre Huldigung durch den Stierkampf in Spanien fand ist geographisch ziemlich verwunderlich. Der Göttervater Zeus näherte sich der Europa in Form eines Stieres schwängerte sie und herraus kam Minos. Pasiphaë seine Gattin ward eine Sodomistin, die sich auch von einem Stier schwänger ließ da, Minos einen Pakt mit Poseidon nicht eingehalten hatte. Die morphogenetischen Felder dieser "Geschichten" finden in der Corrida Ihren Ausdruck. Der Stier als Ausdruck ungebeugter Potenz wird hier ritualisiert vernichtet. Wenig sehr sehr wenig schreibt Hemingway über die archaischen Ursprünge dieser ritualisierten Tötung eines mächtigen Tieres, dass auch das zweite Sternkreiszeichen ist. Wer über die technische Ausführung und den ritulaisierten Ablauf quasi aus erster Hand lesen möchte, dem sei Hemmingways Buch sehr empfohlen. Wer aber weiß, dass es nur einen Schöpfer gibt, und die ganze Götter und Götzenwelt nur davon lebt, dass man sie huldigt, der möge wissen, dass dieser Stierkampf eine Huldigung von gefallenen Engel ist die Chaos ( Lucifer ) erst auf die Erde brachte weil, er dem Schöpfer ( Kosmos ) nicht dienen wollte. Somit wird die gesamte Corrida zu einem satanistischen Ritual die über die Tötung des Stieres den Menschen und seine Seele in ziemliche Abgründe stürzt. Man darf sich nur wünschen, dass dieser Firlefanz der mit einem Lebewesen, dass zu 98 % dieselbe Genetik aufweist wie der Mensch ein baldiges Ende findet.... Das der Gigamacho Hemingway allerdings genau der richtige Beobachter für dieses Buch über den Stierkampf war, dass kann darf und sollte nicht bestritten werden.Lesen Sie weiter... ›
Bevor ich auf den Inhalt eingehe, kurz ein paar Infos zum Buch: Das eigentliche Buch ist 341 Seiten lang. Dazu kommen noch ca.125 Seiten Anhang in denen unteranderem spanische Fachwörter, die so einfach wie eben nur möglich erklärt werden und (in der Mitte des Buches) 81 Bilder ,die von Hemingway selbst kommentiert wurden. Ich war schockiert wie dick das Buch doch war, aber es war letztendlich nicht so lang wie ich befürchtete.
Nun zum Inhalt: Hemingway erlernte selbst die "Kunst des Stierkampfes". Er unterstützt ihn in vollen Maßen obwohl er keinesfalls verleugnen kann, dass Stierkampf ein grausames Schauspiel ist. Die meisten Menschen (vor allem nicht Spanier) scheinen sich mit Stierkampf keinesfalls auszukennen. Kein Wunder, dass kaum ein Mensch diesem Schauspiel Verständnis erweist. Kaum jemand wird ihn genießen. Ich denke die meisten (so auch ich bevor ich das Buch gelesen habe) haben beim Stichwort "Stierkampf" ein Bild eines Toreros mit einem roten Tuch das dem Stier vor den Kopf gehalten wird. Den Stier macht rot aggressiv und er rennt dem Tuch entgegen (vor allem weil Stiere farbenblind sind oder zumindest kein rot erkennen können). Der Part mit dem roten Tuch ist ein Bruchteil des ganzen. Was habe ich nicht alles in den Medien gelesen, die Stiere werden vor dem Stierkampf tagelang im dunklen ohne essen und trinken gehalten. Der Autor deckt in diesem Buch solche Mythen auf. Er vergleicht Stierkampf mit Wein. Kaum einem schmeckte sein erstes Glas Wein. Man entwickelt sich aber immer mehr zum Genießer je mehr man über ihn weiß und je mehr Erfahrung man beim Trinken hat....
E2r beschreibt nicht nur den ganzen Ablauf mit den drei Abschnitten (tercios), dem Einlauf des Stieres, die Benutzung von varas, der capote, der muleta, den banderillas, die Abfolge verschiedener vorgeschriebener Schritten usw. sondern auch alles rundherum: die Zucht, der Aufbau einer Arena, die Ausbildung der toreros, die Euphorie und das Gefühl in der jubelnden Arena.
Das Buch ist keinesfalls langweilig (aber auch nicht allzu spannend). Es soll eben nicht unterhalten, obwohl ich einigermaßen unterhalten wurde. Manchmal ist dem Buch ein klein wenig schwer zu folgen. Das könnte daran liegen das ich 14 bin und mich nicht allzu sehr über Spanien auskenne, wie es vielleicht ein "Erwachsener" tun würde.
Das Buch ist allen zu empfehlen... ...,die sich zum Thema Stierkampf und allem rundherum informieren wollen. ...,die Stierkampf interessiert. ...,die vollkommene Stierkampfgegner sind und dies durch mangelne Kentniss nicht begründen können. (Auch ich habe mich von den überaus sachlichen Beschreibungen überzeugen lassen)
Außerdem finde ich: Niemand soll etwas verurteilen, dass auf den ersten Blick unmenschlich wirkt, wenn er sich darüber nicht auskennt. Wenn Sie ganz ehrlich zu sich sind: Von wie vielen Begriffen (die ich nach dem Wort E2r erwähnt habe) wussten Sie auf anhieb die Bedeutung? Dieses Buch wird Sie sachlich informieren. Danach (und wirklich erst danach) können Sie die Zeremonie Stierkampf verurteilen.Lesen Sie weiter... ›
Ernest Hemingway der selber auch die Kunst des Stierkampfes betrieb beschreibt in diesem Buch die ganzen Facetten dieses für viele grausame Schauspiel. Ein Buch das für einen Stierkampffan zur Pflichtlektüre gehören sollte. Es wird wirklich alles beschrieben von den großen Fiestas in Pamplona und Madrid bis zu den kleinen Dorfstierkämpfe in vielen Dörfern der spanischen Provinz. So grausam der Stierkampf für einige Leute ist er hat etwas faszinierendes. Man merkt dass Hemingway als Journalist gearbeitet hat bevor er mit seinen Büchern Weltruhm erreichte so gut beschreibt er die ganzen Vorgänge der "CORRIDA".