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Tod in Venedig

Dirk Bogarde , Silvana Mangano    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Dirk Bogarde, Silvana Mangano, Björn Andrésen, Romolo Valli, Mark Burns
  • Komponist: Gustav Mahler
  • Künstler: Pasqualino de Santis, Luchino Visconti, Piero Tosi, Ferdinando Scarfiotti, Giuseppe Muratori, Nicola Badalucco
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Finnisch, Isländisch, Schwedisch, Kroatisch, Slowenisch, Tschechisch, Griechisch, Ungarisch, Türkisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 23. April 2004
  • Produktionsjahr: 1970
  • Spieldauer: 125 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0001J4H3Q
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.479 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

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1911 -- Der deutsche Dichter Gustav von Aschenbach (Dirk Bogarde) flieht vor seinem bürgerlichen Dasein in München an den Lido. In einem venezianischen Edelhotel will er auftanken, die geistige Stagnation überwinden, die seine Werke befallen hat. Doch alles kommt anders: Der Künstler begegnet Tadzio, einem Knaben von "wahrhaft gottähnlicher Schönheit", dem er in platonischer Liebe verfällt. Die Zucht seines früheren Lebens wandelt sich in innere Zügellosigkeit. Schließlich erleidet er in der von Cholera geplagten Stadt einen moralischen und physischen Zusammenbruch.

Aus Thomas Manns Novelle von 1912 schuf Regisseur Luchino Visconti eine subtile und suggestive Studie des Untergangs. Während Aschenbachs rastloser Reise durch das Labyrinth der Lagunenstadt wandelt sich die Kulisse langsam zur expressiven Seelenlandschaft. Die Atmosphäre von Verfall, welche die Palazzi und Plätze ausstrahlen, sind allgegenwärtige Metaphern für Aschenbachs Ende. Jede Gondel erinnert den Dichter "an Bahre und düsteres Begräbnis und letzte, schweigsame Fahrt".

Wie auch zwei Jahre später Nicolas Roeg in seinem Thriller Wenn die Gondeln Trauer tragen macht der italienische Regiemeister die Aura des Todes sichtbar, die Venedig umgibt. Jede Szene trägt den Schleier all jener Seelen, die dort im Lauf der Jahrhunderte von Cholera, Pest, Malaria und dem modrigen Dunst der Lagune hinweggerafft wurden. Die melancholische Musik Gustav Mahlers, nach dessen Vorbild Thomas Mann die Figur von Aschenbachs schuf, untermalt und verstärkt das morbide Szenario. Dirk Bogarde als Dahinsiechender in der dekadenten Gesellschaft der Stadt am Lido ist ebenfalls ein Erlebnis. Viscontis Meisterwerk erhielt 1971 in Cannes einen Spezialpreis. --Carola Feddersen

Produktbeschreibungen

Warner Home Der Tod in Venedig, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 22.04.04

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Film und DVD sind mustergültig 13. März 2005
Format:DVD
Der Film ist ein mustergültiges Beispiel für eine perfekte Filmadaption und der zugrundeliegenden Erzählung Thomas Manns mindestens ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen. Visconti macht aus einem Sprachwerk eine mit Mahlers Musik unterlegte visuelle Symphonie. Wohlüberlegt sind die verbessernden Kürzungen wie ein orgiastischer Traum, der Prolog in München und das unverfilmbare philosophierende vierte Kapitel. Einige Änderungen sind dem Medium Film geschuldet wie die Änderungen des Protagonisten vom Schriftsteller zum Komponisten, andere Ergänzungen aus Manns "Doktor Faustus" fügen sich nahtlos in die Geschichte ein. Das Resultat zieht den Zuschauer mit einem hypnotisierend langsamen Rhythmus in seinen Bann und führt den schrittweisen Zusammenbruch der Selbstkontrolle eines Menschen vor, der sich einer verbotenen Liebe hingibt. Auch die Besetzung mit Dirk Bogarde, der Mut zur Lächerlichkeit aufbringt, Silvana Mangano in einer eleganten Nebenrolle und dem außergewöhnlich schönen Björn Andresen ist makellos. Die einzige Achillesferse des Films sind die schwerfälligen Dialog-Flashbacks mit Alfred, die teils ganz ernst die Philosophie des Films transportieren sollen, teils sowenig wie alle anderen Dialoge in diesem Film wichtig sein sollen und leider letzten Endes einfach nur in ihrer Schwülstigkeit nerven. Davon abgesehen ist "Der Tod in Venedig" mit seinem detaillerten Dekor und der visuellen Pracht, die mit einer brillanten Kamera eingefangen wird, eines der Meisterwerke der Filmgeschichte schlechthin.
Die 2-DVD Special Edition ist dem Rang des Films angemessen, neben einem tadellosen Transfer gibt es 3 Trailer und verschiedene Kurzdokus.
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57 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellente Literaturverfilmung 2. März 2004
Format:DVD
Morte a Venezia (Luchino Visconti, 1970)
1970 verfilmte der italienische Meisterregisseur Luchino Visconti Thomas Manns berühmte Novelle „Der Tod in Venedig", die den Tod des alternden Schriftstellers Gustav von Aschen-bach im untergehenden Venedig und das Dekadenzproblem in Thomas Manns Werk in extrem zugespitzter Form behandelt. Das Ergebnis gehört ohne Zweifel zu den besten Literaturverfilmungen, die es gibt. Vor allem weil es dem audiovisuellem Medium gelingt, die Atmosphäre der Textvorlage mit den eben nur ihm eigenen und zur Verfügung stehenden Mitteln kongenial (erwähnt sei hier vor allem die Musik aus Gustav Mahlers 3. und 5. Symphonie) einzufangen. Der schmale Grat zwischen unangemessener Verfälschung und nur reproduzierender Kopie ist perfekt gelungen.
In ruhig-bedächtigen, eng an die Erzählung von Thomas Mann angelehnten symbolträchtigen Bildern erzählt Visconti von Aschenbachs (sehr überzeugend: Dirk Bogarde) schicksalhafter Verstrickung an die Lagunenstadt, deren schon vom Tode gezeichneter Schönheit er sich ebenso wenig mehr rechtzeitig entziehen kann wie dem zwar kränklich-dekadenten, aber gleichsam die Schönheit verkörpernden Knaben Tadzio. Überdeutlich werden die Stationen auf dem Weg des unaufhaltsamen Verfalls der Künstler- und Fin-de-siècle-Figur sichtbar gemacht, immer wieder unterlegt und vertieft mit Rückblenden auf Aschenbachs Lebensgeschichte. In Anlehnung an Szenen aus Thomas Manns Roman „Doktor Faustus" deutet Viscontis Film den berühmten Schriftsteller in einen gescheiterten Komponisten um, der an einem sinnenfeindlichen, die absolute reine Schönheit darstellen wollenden Ideal scheitert.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film, der bewegt 20. Mai 2009
Von avvocato
Format:DVD
Thomas Manns Opus Magnum (neben dem Zauberberg und den Buddenbrooks) wird wohl ohnedies fast jeder kennen.
Biologisch - und geistig! - deutlich vorgealterter Komponist, an seinen eigenen hehren Maßstaben gescheitert, begibt sich aus den Bergen Bayerns nach Venedig, um dort "auszuspannen". Gebrochen an Geist und Gesundheit, lernt er dort Tadzio kennen, einen schönen "Jüngling" aus adeligem Hause. Nach und nach steigert sich des Meisters Verlangen, der wieder zu leben lernt; nur: wird es erfüllt werden?

Vorweg: ein meisterhaftes Stück Film.

Visconti kann's einfach, ist man versucht zu sagen: derart fesselnde, schwelgende Bilder hat man selten gesehen. Konzis, aber nie voyeuristisch, begleitet die Handkamera die Genese des alten Narren, die Werdung des nochmaligen Menschen, und dessen Fehlen. Mit sparsamsten Mitteln wird auf das Wesentliche reduziert.

Dies gilt auch für Schauspielleistungen - meisterhaft gibt Bogarde den Desillusionierten, Wiedererwachenden; unnachahmlich wird der androgyne Hermes dargestellt - und Musik (Mahlers Dritte und Fünfte reichen zitatweise völlig aus, um sprachmächtige Bilder nicht zu illustrieren, nein, zu verstärken).

Und, zurück zur Story: Die Entwicklung nimmt ungemein gefangen.
Am Ende stellt sich die Frage: hat sich der nunmehrige Daseinszweck für den Titelhelden erfüllt? Das Absterben, versunken in des Jünglings Abbild - Ideeverwirklichung oder (nur) ein Vorgschmack auf Erhofftes? Raum für Gedankenreisen bleibt genug. Ein Meisterwerk.

Kurzum: Anspruchsvolles Cineastenvergnügen auf höchstem Niveau. Zehn von Fünf.
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Blutleere Romanverfilmung
Von vielen als Klassiker und als eine der besten Verfilmungen von Weltliteratur schlechthin gepriesen, wird es endlich an der Zeit, diese "heilige Kuh" zu schlachten. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von robert veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen gut
tja, der Tod in Venedig. Da hatte schon der gute Thomas Mann ein Faible für kleine Jungs. Im alten Griehenland wars auch üblich. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Gisela Rosenblatt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen alles bestens
Buch und Lieferserviev sehr gut. ich bin zufrieden. Danke. Aber warum muss man unbedingt so viele Qörter schreiben, damit die Bewertung von Amazon akzeptiert wird
Vor 2 Monaten von Kölsch veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Alles Bestens
Über den Film gibt es nicht viel zu sagen.
Der ist Kult, und Pflicht.
Über Amazom um so mehr. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Albert R. veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Tod in Venedig
Ein Zeitdokument von Venedig in den 70er Jahren. Beeindruckende schauspielerische Leistung mit wenig Textpassagen. Eine Herausforderung an die Künstler. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Biene 60 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen L A N G E W E I L E auf ganzer Strecke....
Ich weiß, viele werden mich kritisieren, weil dieser Film als eines DER MEISTERWERKE der Filmgeschichte gilt ….

Das mag auch so sein…. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von H.A.B. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Visconti denkt Thomas Mann zu Ende
Thomas Mann und Lucchino Visconti. Hier der Literaturnobelpreisträger, der die bürgerliche Décadence zu Beginn des 20. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Andreas Wieland veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Unterschiede sind nicht unbedingt von Vorteil
"Tod in Venedig" ist der Titel eines Films von Luchino Visconti aus dem Jahr 1971 nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann, in dem der Protagonist Gustav von Aschenbach nach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2012 von stöberchen
5.0 von 5 Sternen Geniale filmische Umsetzung einer depressiven, existenziellen...
Der Wirkung der Bilder und dem Duktus des Films kann sich niemand entziehen. Sowohl Liebhaber als auch enschiedenste Kritiker spüren am Ende des über 2stündigen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. September 2009 von Pseudo Pseudonym
5.0 von 5 Sternen kein kommentar
diesen außer-ordentlichen film wieder mal kommentieren! ÜBERFLÜSSIG! man lese einfach die jubelnden kommentare der experten.
Veröffentlicht am 11. Februar 2009 von wüstling
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