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Der Tod des Iwan Iljitsch
 
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Der Tod des Iwan Iljitsch [Gebundene Ausgabe]

Leo Tolstoi
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Anaconda (20. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866472439
  • ISBN-13: 978-3866472433
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 263.749 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Leo N. Tolstoi
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Auf dem Sterbebett bilanziert der 45-jährige erfolgreiche Anwalt Iwan Iljitsch sein äußerlich wohlgeratenes Leben und muss erkennen, dass er sich lebenslang getäuscht hat: Sein Beruf bedeutet ihm nichts, auch die Bindungen zu seiner Familie erscheinen ihm nun herzlos und hohl, Gleichgültigkeit und Eigendünkel beherrschen alles Zwischenmenschliche. Einzig die aufrichtige Sorge des Dieners Gerassim und die ehrliche Trauer seines kleinen Sohnes Wasja versöhnen ihn ein wenig, bis er schließlich stirbt.

Klappentext

» "Und der Tod? Wo ist er?"

Und er suchte nach seiner früheren, so gewohnten Todesangst und konnte sie nicht finden. Wo war sie? Und was denn für ein Tod? Es war keine Angst da, weil auch kein Tod mehr da war. An Stelle des Todes war ein Licht da.

"So ist das also!" sagte er plötzlich laut.

"Welch eine Freude!"...

"Es ist zu Ende!" sagte jemand über ihm.

Er hörte diese Worte und wiederholte sie in seinem Geiste. Zu Ende ist der Tod", sagte er sich.

"Er ist nicht mehr."« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sprachgewaltige Sterbegeschichte, 4. Juni 2005
Von 
Tolstoi, der große russische Erzähler des 19. Jahrhunderts, ist der Nachwelt vor allem durch seine epischen Romane („Krieg und Frieden", „Anna Karenina") bekannt. Doch um die ganze schriftstellerische Meisterschaft dieses Autors zu erfahren, muss man nicht auf lange Romane ausweichen. Denn dafür reicht schon diese Erzählung aus dem Spätwerk Tolstois, „Der Tod des Iwan Iljitsch", von 1886.
Der Anwalt Iwan Iljitsch verlebt sein Leben in Reichtum und gesellschaftlichen Konventionen und beginnt, erkrankt und dem Tode nahe, am Ende seines Lebens über selbiges und sein Ende, den Tod, zu reflektieren. Unangenehm lang und intensiv schildert Tolstoi in seiner sprachgewaltigen Weise den Leidensprozess seiner Hauptfigur. Gesellschaftskritik und privates Scheitern verbinden sich zum Porträt eines gescheiterten Lebens, aber auch einem doppelmoralischen Wertesystem. Iwan Iljitsch erkennt zu spät, dass er sein Leben nicht gelebt, sondern verlebt hat und gerade wegen dieser Erkenntnis kommt er schlussendlich noch zu einer Einsicht. Es ist eine Erzählung über den Tod, aber vor allem auch über das Leben.
Eine Sterbegeschichte, anklagend und appellierend, zynisch und intensiv. „Der Tod des Iwan Iljitsch" stellt Fragen, die heute so aktuell sind wie damals und lässt einen nachdenklichen Leser zurück, der - konfrontiert mit dem Schicksal der Hauptfigur - beginnt, über sich selbst und sein eigenes Leben schonungslos zu reflektieren.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Es gibt viele Iwan Iljitschs auf der Welt, 14. Februar 2005
Von 
Darko Spoljar (Siegburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wieder einmal schafft es der große Tolstoi, mit wenigen Sätzen eine latente Spannung zu erzeugen und dabei ein zeitloses Thema mit klaren Metaphern und - wie wir den Autoren kennen - ohne große Umschweife zu beschreiben. Dabei greift sich Tolstoi diejenigen unter uns, die absichtlich den Weg des geringsten Widerstandes im Leben gehen und in der Verblendung leben, sie würden sich stets korrekt verhalten und ein würdiges Dasein fristen. Das dem nicht so ist merkt Iwan Iljitsch erst im zweiten Teil der Erzählung - er wird von einer schweren Krankheit im alter von 42 Jahren eingeholt - und er merkt es so sehr, dass es sogar dem Leser weh tut. Tolstoi zeigt das Sterben in einer qualvollen Intensität, die mit den unaufhörlichen Schreien gegen Ende ihren Höhepunkt erreichen. Dabei quälen den Protagonisten nicht nur die physischen Schmerzen, sondern auch die eigenen Gedanken. In diesen letzten Todesstunden wird Iwan Iljitsch das Verwirken seines Lebens klar; ihm wird klar, dass er sein ganzes Leben lang ein Heuchler war und nun am Ende auch (fast) nur von Heuchlern umgeben ist; ihm wird klar, dass das Leben nicht nur aus Vergnügen und dem absichtlichen Überhören von Problemen besteht und ... ihm wird klar, wie wichtig die Liebe ist, die Liebe zu seiner Frau, die zu Anfang noch existierte, bis der Abstand zwischen den beiden immer größer wurde, woran Iljitsch den größten Anteil hatte.

Tolstois „Der Tod des Iwan Iljitsch" hebt den Zeigefinger weit nach oben, weist darauf hin, unser Leben genau betrachten zu müssen, sich auch um andere zu kümmern, zumindest um die, die in unserer nächsten Nähe sind (Familie, Freunde, etc) und nicht nur dem Vergnügen nachzujagen.

Diese Erzählung ist in seiner Dichte und Exaktheit unbestechlich und mit einfachen Worten und Allegorien eine der besten über das menschliche Dasein.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ja! So muss der Tod wohl sein..., 8. Mai 2006
DAS NOBEL-INSTITUT UND NORWEGISCHE BUCHCLUBS RIEFEN NAMHAFTE SCHRIFTSTELLER DER WELT AUF, DIE NACH IHRER MEINUNG 10 WICHTIGSTEN WERKE DER WELTLITERATUR ZU BENENNEN. DIESES WERK WAR EINES DER (AUS DIESEN LISTEN ERSTELLTEN) 100 WICHTIGSTEN BÜCHER DER LITERATURGESCHICHTE.

Es ist verblüffend diese Novelle zu lesen; hier ist zum ersten und einzigen mal in der Literaturgeschichte der Versuch geglückt, die Gedanken- und Gefühlswelt eines Menschen zu beschreiben, der dem Tod geweiht ist und weiß, dass er sterben muss. Während ich diese Erzählung las, war ich erstaunt darüber mit welcher psychologischen Plausibilität es Tolstoi gelingt auch diese Lebenserfahrung in Literatur umzusetzen – die Ängste, das Aufbegehren, das Selbstmitleid... aber vor allem die Beschreibung der Angst des Protagonisten sind meisterhaft gelungen.
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