Nein, "Tod in Garmisch" ist kein gewöhnlicher Krimi. Es gibt nur eine einzige Leiche - einen zerschmetterten Körper, der in einem Strudel in der reißenden Partnach treibt. Kommissar Schwemmer, zur Abwechslung ein äußerst sympathischer, glücklich verheirateter Ermittler, begibt sich zusammen mit seinem Kollegen Schafmann auf Spurensuche. Folgende Fragen müssen geklärt werden: Wer ist der Tote? Was ist ihm zugestoßen? Wurde er möglicherweise das Opfer einer uralten Familienfehde?
Martin Schüller ist mit "Tod in Garmisch" ein einzigartiges Buch gelungen, eine Mischung aus Krimi und Heimatroman. Die Geschichte ist perfekt konstruiert, die Spannung wird bis zum Schluss aufrechterhalten. Auch sprachlich gesehen ist das Buch ein Highlight: der bayerische Einschlag ist sehr unterhaltsam und versetzt den Leser unmittelbar ins Geschehen. Ich war beizeiten so gefesselt, dass ich den Krimi kaum aus der Hand legen konnte.
Einziges Manko an "Tod in Garmisch" ist in meinen Augen der einfallslose Titel. Wäre das Buch kein Geschenk gewesen, hätte ich es wahrscheinlich nie gelesen. Und das wäre zweifelsohne sehr schade gewesen.