Wer Donna Leon liebt, wird von Piero degli Antonis Erstlingswerk begeistert sein. In einem temporeichen Parforceritt entfesselt Antoni eine spannungsreicher Geschichte. Der Ich-Erzähler, Chefredakteur einer Provinzzeuge, wird Zeuge eines tödlichen Autounfalls. Nach dem Schock kommen die Zweifel: War er Zeuge eines Selbstmords? Und was bedeutet das letzte Wort des Unfallopfers, das er ihm zuflüstert? Aus einer Recherche wird eine Suche, aus einer Jagd wird eine bittere Reise in die eigene Vergangenheit des Redakteurs. Bald ist jeder verdächtig - in einem Dickicht, wie es nur in italienischen Städten vorstellbar ist. Antoni wählt Bergamo als Schauplatz. Nicht ohne Grund. Hier sind die Nebel am dichtesten, und das bezieht sich nicht nur auf das feuchtkalte Wetter. Spannung garantiert, im wahrsten Sinne bis zur letzten Seite und zur letzten Silbe. Unbedingt lesenswert. 4 Sterne.
P.S.: Auf die nächsten Romane Antonis in deutscher Übersetzung dürfen wir mehr als gespannt sein.